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Schweiz: Schon 10 Prozent sind "Lidl-Kinder"

Früher ging man entweder bei Migros oder Coop einkaufen. Man wuchs als "Migros-" oder "Coop-Kind" auf. Die Zeiten sind vorbei. Heute sind bereits 10 Prozent "Lidl-Kinder" - und es werden immer mehr.

Grafik: Marketagent Schweiz Studie


Alle fünf Jahre führt das Marktfoschungsinstitut Marketagent Schweiz eine Umfrage für die Studie der erfolgreichsten Anbieterinnen von Lebensmitteln durch. Die Frage lautet ganz einfach: "Welches Unternehmen aus dem Bereich Lebensmittel-Detailhändler besuchen Sie bevorzugt?" In der zeitlichen Entwicklung zeigen die Ergebnisse doch eine sehr interessante Entwicklung auf.


Migros ist vor Coop zwar nach wie vor die mit Abstand beliebteste Adresse für den Einkauf von Lebensmitteln in der Schweiz. Allerdings hat Migros - ganz im Gegensatz zu Coop - in den letzten Jahren markant an Beliebtheit eingebüsst. Waren 2011 noch 55 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer "Migros-Kinder" sind es 2021 nur noch 47 Prozent. Der Einbruch ist brutal, wenn man berücksichtigt, dass die Schweizer Bevölkerung in diesen zehn Jahren um über 800'000 Personen zugenommen hat. Coop hingegen konnte in den letzten fünf Jahren sogar 1 Prozent zulegen. Rund 27 Prozent gaben an, Lebensmittel primär bei Coop zu kaufen.


Bei Lidl geht die Post ab

Beeindruckend ist die Performance der beiden deutschen Discounter Lidl und Aldi. Kauften 2011 erst 2 Prozent Lebensmittel bei Lidl, waren es 2021 bereits 9 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Gemäss Insidern dürfte gerade in diesen Tagen die 10 Prozent-Marke geknackt werden. Ähnlich, wenn auch weniger steil, verläuft die Erfolgskurve bei Aldi. 2011 kauften 4 Prozent bei Aldi ein, 2021 waren es schon 7 Prozent. Auch Denner legte von 4 Prozent auf 6 Prozent zu.


Lidl macht es also am Besten. Die Kundinnen und Kunden profitieren in erster Linie beim Preis-Leistungs-Verhältnis – dem für die Befragten wichtigsten und somit entscheidenden Kriterium. Natürlich senken Migros und Coop ihre Preise unter dem Druck der aufstrebenden Discounter - Lidl und Aldi aber auch. Es ist nach wie vor so, dass eine vierköpfige Familie, wenn sie wöchentlich einmal bei Lidl einkauft, pro Monat einen Einkauf geschenkt bekommt, gegenüber den selben Einkäufen bei Migros oder Coop.


Vor allem bei Migros bricht hinter den Kulissen Panik aus, wie Insider wissen. Mit einer lauten öffentlichen Alkoholverkaufs-Diskussion versucht Migros wahrscheinlich von den miserablen Ergebnissen abzulenken. Die Urabstimmung per Stimmzettel überschattet beim führenden Retailer alles andere. Das könnte gewollt sein, schreibt die unabhängige Website Inside Paradeplatz. So öffnet sich in der Genossenschaft Migros Zürich ein finanzieller Abgrund ohne gleichen. 2021 schrieb das Unternehmen satte 85 Millionen Verlust. Bereits im Vorjahr gabs unter dem Strich ein Minus von 2 Millionen. Auch die Migros Zürich Gruppe schrieb im 2021 hohe 69 Millionen Verlust. Im 2020 hatte es noch ein Plus von über 65 Millionen gegeben. Somit hat sich das Resultat in einem einzigen Jahr um mehr als 130 Millionen verschlechtert. Die Alarmglocken läuten.


Fakt ist: Die Preisführerschaft hat die Migros in der Schweiz längst an Lidl verloren. Lidl gibt den Takt vor. Und damit ist weiteres Wachstum für Lidl Schweiz vorprogrammiert. Denn in der Krise - und die kommt wegen dem Krieg in der Ukraine voll auf uns zu - gehören Schweizerinnen und Schweizer zu den preissensitivsten Kundinnen und Kunden der Welt.

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