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Peinlich für Putin: Respekt, Vertrauen und Glaubwürdigkeit weg

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass sich die Karte der Ukraine mit den eingefärbten Gebieten, die von Russen besetzt sein sollen, seit drei Monaten kaum verändert? Die militärische Vorstellung der hochgelobten russischen Armee ist gelinde gesagt sackschwach. Wir alle haben die Russen jahrelang masslos überschätzt. Technisch und taktisch wären die NATO-Länder den Russen um ein vielfaches überlegen. Ein Angriff auf ein NATO-Land würden sich die Russen - nachdem was sie jetzt in der Ukraine abliefern - zehnmal überlegen.

Was ist aus dem Vorstoss gegen Kiew geworden? Die Armada von gepanzerten Fahrzeugen auf der Strasse Richtung Kiew ist uns allen noch im Kopf. Mich als Offizier der Panzertruppen erinnerten die 50-jährigen T72 Panzer, mit ihrer gegen moderne Panzerabwehr-Lenkwaffen völlig wirkungslosen Aktivpanzerung, an einen Trauermarsch auf dem Weg zur Entsorgung. Man hat um Kiew kaum moderne Waffensysteme gesehen. Vom ersten Tag an war klar, dass mit diesem Angriff auf Kiew hauptsächlich vom Vorstoss der Russen im Süden und Osten abgelenkt werden sollte. Man wollte rund um Kiew ukrainische Truppen binden, damit die Russen von der Krim her und im Donbass einfacher vorstossen konnten. Was auch immer die Ziele der Russen vor Kiew waren, sie haben sie nicht erreicht.


Viel Bla-Bla

Im Donbass startete an Ostern angeblich eine russische Grossoffensive. Mittlerweile ist ein Monat vergangen. Die Russen machten seither zwar ein paar wenige Geländegewinne, aber unter extrem hohen Verlusten. Jetzt hört man sogar, dass die Ukrainer die Russen an einer Stelle bis an ihre Landesgrenze zurückgedrängt hätten. Ob das stimmt, ist unklar. Fakt ist aber: Bestimmte Länder verfolgen die kleinsten Truppenbewegungen der Russen, live via Satellit und geben die Informationen den Ukrainern weiter. Und diese wissen sie zu nutzen. Man weiss offenbar auch ständig, wo sich die russischen Generäle aufhalten, weshalb im Ukraine-Krieg bis heute so viele Generäle wie noch nie in einem Krieg getötet wurden.


Russen wurden überschätzt

Was die Russen in der Ukraine zeigen, ist militärisch, taktisch und strategisch eine Katastrophe. Bis heute haben die Russen ihre Logistik nicht im Griff. Zudem haben sie die Lufthoheit über die Ukraine immer noch nicht erlangt. Auch das Stahlwerk in Mariupol ist bis heute nicht erobert worden. Das schlimmste aber ist, dass die ganze Welt zuschaut, wie ineffizient und amateurhaft die Russen vorgehen. Die Nachbarländer, die NATO, die USA, China - alle sehen, welche technischen Mängel, logistischen Schwierigkeiten und taktischen Probleme die Putin-Armee offenbart. Das ist gefährlich, weil so der Respekt vor den Russen gegen null sinkt.


Offenbar lebt die Putin-Regierung nach dem Motto: Ist der Ruf einst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert. Wenn sie gegenüber Europa, den Briten oder der NATO mit dem Einsatz von Atomwaffen drohen, müssen sie wissen, dass rund die Hälfte des russischen Volkes innerhalb von 15-20 Minuten nach einem russischen Erstschlag ebenfalls ausgelöscht würden. Der Rest würde in einer Welt leben, die kaum mehr lebenswert wäre. Dieser Preis ist selbst Russen zu hoch.


Respekt vor Putin-Armee schwindet

Wenn Putin dem finnischen Präsidenten wegen dem NATO-Beitritt Finnlands droht, muss er einfach wissen, dass die Angst vor der russischen Armee mit jedem Tag Ukraine-Krieg schmilzt wie Schnee in der Frühlingssonne. Denn die Ukraine wächst als Nation und auch militärisch buchstäblich über sich hinaus. Sie verdient unseren ganzen Respekt. Die ukrainische Armee ist gegen eine Million Mann angewachsen, die mittlerweile auch an den vom Westen gelieferten Waffen ausgebildet wurden. Insofern ist die Ukraine den Russen auch personell haushoch überlegen, befinden sich in der Ukraine doch weniger als 200'000 russische Soldaten.


Putin, der russische Präsident der die NATO und Europa stark gemacht hat

Putin ist jetzt schon der grosse Verlierer der von ihm selbst gewählten Strategie. Er wird in die Geschichte eingehen als der russische Präsident, der Europa und die NATO gestärkt hat wie kein anderer. Alle europäischen Länder haben ihre Militärausgaben markant erhöht und moderneste Waffensysteme eingekauft. Militärische Stärke ist ein politisch mehrheitsfähiges Thema in Europa geworden. Und die NATO baut markant aus.


Putin hat bei Freunden und Feinden jede Glaubwürdigkeit verloren. Der Respekt vor seiner überschätzten Armee schwindet. Alle Nachbarländer, die USA, die NATO und China wissen jetzt, wie schwach die Russen wirklich sind, wie man sie festnageln, vernichten und zurückdrängen kann.


Putin ist schachmatt

Der grösste Fehler, den ein Anführer machen kann, ist seine Gegner als schwach, dekadent und unfähig einzustufen. Das hat Putin getan. Er hat sich auf ganzer Linie getäuscht - angefangen mit der Ukraine, über die EU bis hin zur NATO. Intelligente Menschen wissen, wann ein Spiel verloren ist. Putin ist schachmatt. Und er weiss es. Die Zeit arbeitet für die Ukraine: Je länger der Krieg dauert, desto grösser wird die Chance für die Ukraine, von den Russen eroberte Gebiete wieder zurück zu gewinnen - inklusive die Krim.


Der Autor ist Offizier der Panzertruppen, Militärspezialist und sein Name der Redaktion bekannt

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