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Weitreichende Konsequenzen

Mit den Agrarinitiativen soll es verboten werden, Futter für die Tiere zuzukaufen. Es darf also nur noch betriebseigenes Futter für unsere Nutztiere verfüttert werden, obwohl bereits heute 84% des Futters im Inland produziert wird. Wenn dies so umgesetzt werden soll, wird es in Zukunft nicht mehr möglich sein, die Sömmerungsflächen mit Tieren zu bestossen.


Beat Künzli, Kantonsrat, Laupersdorf

Dies wiederum wird zur Folge haben, dass unsere heute gut gepflegten Alpweiden verganden und mit der Zeit verwalden. Auch darf einem Tier kein Mineralfutter mehr zugefüttert werden, welches heute für die Versorgung von Spurenelementen und Vitaminen und somit für das körperliche Wohlergehen der Tiere zuständig ist. Wohin dies führen wird, kann man sich ausdenken.


In der Nutztierfütterung werden ausserdem viele Nebenprodukte aus der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt (fast 1 Mio. Tonnen). Dieser sinnvolle und ökologische Einsatz trägt zu einer massiven Reduktion der Vernichtung wertvoller Futtermittel bei. Dies wäre mit der Annahme der Trinkwasserinitiative nicht mehr möglich.


Ausgerechnet die Pouletfleisch-Produktion, welche in den letzten Jahren den grössten Boom bei den Konsumenten erlebt, braucht von allen Nutztieren den grössten Anteil an betriebsfremdem Futter. Wollen wir also unsere «Pouletbrüstli» in Zukunft im Ausland einkaufen, wo die Haltung der Tiere wohl in keiner Weise jener bei uns in der Schweiz entspricht?


Die Konsequenzen einer Annahme der Agrarinitiativen sind absehbar. Deshalb sind diese Initiativen jetzt wuchtig abzulehnen.

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