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Unser neuer König heisst Wicki Joel

Der Innerschweizer Joel Wicki feiert am Eidgenössischen Schwing- und Älpler­fest Pratteln im Baselbiet seinen grössten sportlichen Erfolg, nachdem er 2019 im Schlussgang noch unterlegen war. Erfolgreich verlief das Fest auch für das Organisations­komi­tee. Volksfest-Stimmung auf dem Festgelände, spannende Sägemehl-Duelle in der Arena und über 400’000 Besucherinnen und Besucher sorgten während vier Tagen für ein Fest der Superlative.


ESAF 2022

Foto: swiss-image.ch/Philipp Schmidli


Mit Joel Wicki als neuen Schwingerkönig 2022 fand das ESAF Pratteln im Baselbiet am Sonntagabend seinen würdigen Abschluss. Der intensive Kampf sah zunächst den Berner Matthias Aeschbacher näher am Erfolg, bevor sich Wicki mit einer Kurz-Lätz-Kombination durchsetzte.


Voller Emotionen ist an diesem Abend nicht nur der frischgebackene König, sondern auch das Organisationskomitee rund um OK-Präsident Thomas Weber, Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft. Vier Tage lang sorgten begeisterte Schwing- und Fest-Fans für eine friedliche und ausgelassene Atmosphäre, sowohl in der Arena als auch auf dem umliegenden Festgelände. Neben einem vielfältigen Festprogramm waren vor allem die Duelle im Sägemehl attraktiv, offensiv geführt und zeitweise spektakulär. Aus sportlicher Sicht wird das Eidgenössische Schwingfest 2022 als eines in die Annalen eingehen, das von allen fünf Teilverbänden geprägt wurde.


Neben den Schwing-Wettkämpfen fand am Sonntagnachmittag in der Arena auch der Final mit dem Unspunnenstein statt. Remo Schuler gelang dabei der Hattrick. Nach Estavayer 2016 und Zug 2019 feierte Schuler in Pratteln seinen dritten Erfolg mit dem 83,5 Kilogramm schweren Stein. Er setzte sich vor Urs Hutmacher und Roger Leimgruber durch.


Grosse Emotionen, bleibende Eindrücke

Das OK hatte zusätzlich zur ohnehin schon grossen Aufgabe, ein ESAF zu organisieren, einige ungewöhnliche Herausforderungen zu meistern. Zum einen war es der Charakter, die Lage und Struktur des Festgeländes. Zum anderen hatte die zweijährige Pandemiezeit Einfluss auf die Arbeit der Organisation. Am Festwochenende wichen die Strapazen der Vorbereitung immer mehr der Freude über das gemeinsam Geschaffene. OK-Präsident Thomas Weber resümierte kurz nach dem Schlussgang: «Ich bin überwältigt von den positiven Emotionen, die das ESAF Pratteln im Baselbiet bei allen ausgelöst hat. Begeisterte Rückmeldungen von Sportlern, Funktionären und von unzähligen Besucherinnen und Besuchern sind der Lohn für unsere Arbeit. Schön, dass es euch so gut gefallen hat.»

Foto: soaktuell.ch


Eindrückliche Besucherzahlen

Mit 50’900 Zuschauenden im Stadion beheimatete Pratteln an diesem Wochenende nicht nur die grösste temporäre Arena der Welt, sondern auch den grössten Campingplatz der Schweiz. Neben 7’000 Personen in 2’200 Campern nutzten auch 3’500 Personen 1’600 Zelte als Übernachtungsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe des Festgeländes.


Die Veranstalter gehen von total 375’000 Besucherinnen und Besuchern auf dem Festgelän­de aus: 40’000 waren es am Donnerstag, 75’000 über den Freitag und 95’000 über den Samstag verteilt. Die Nacht von Samstag auf Sonntag zog etwa 70’000 Personen an. Auch am Sonntag dürfte es über den Tag verteilt nochmals ein Besucheraufkommen von 95’000 gegeben haben. Werden die Zahlen im Umfeld des offiziellen Festgeländes hinzugezählt, dürften über 400’000 Personen das ESAF Pratteln im Baselbiet genossen haben.


Ein ruhiger Festverlauf

In Sachen Sicherheit zeigt sich die Polizei Basel-Landschaft zufrieden. Das gesamte Fest­wochenende verlief ruhig und friedlich. Ausser wenigen Rangeleien, meistens aufgrund von Alkoholkonsum, kam es zu keinen nennenswerten Ereignissen. Es darf auch positiv erwähnt werden, dass sich die Festbesucherinnen und -besucher anständig, kooperativ und freund­lich verhalten haben. Sie leisteten ihren Beitrag dazu, dass das ESAF 2022 auch in dieser Hinsicht im gewünsch­ten Rahmen vonstattenging.


Gleiches gilt für den Bereich der Sanität. Die angesichts der Menschenmengen zu erwarten­den rund 1’000 Sanitätsfälle, die in den verschiedenen Sanitätsposten behandelt wurden, haben aus heutiger Sicht keine gravierenden Folgen. Ruhe und Ordnung war im normalen Betrieb gefordert. Das Crowd Management wurde laufend dem Besucherstrom angepasst und hat sich bewährt.

Riesige digitale Wahrnehmung

Ein hohes Besucheraufkommen war auch in der digitalen Welt zu verzeichnen. Die Website besuchten von Donnerstag bis Sonntag hochgerechnet eine halbe Million Nutzerinnen und Nutzer mit etwa zwei Millionen Seitenaufrufen. 80 Prozent der Zugriffe fanden über mobile End­geräte statt. Facebook und Instagram erreichten im gleichen Zeitraum sechs Millionen Leute und erzielten 165’000 Interaktionen. Den Newsletter des OK hatten bei Festbeginn 4’000 Interessierte abonniert.

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