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Das Volk will nicht weniger SRG, sondern mehr

  • Autorenbild: Redaktion soaktuell.ch
    Redaktion soaktuell.ch
  • 8. März
  • 2 Min. Lesezeit

Die SRG-Initiative, auch als Halbierungs-Initiative bekannt, scheitert am Ständemehr. Gemäss Hochrechnung des Forschungsinstituts GFS Bern wird die SRG-Initiative mit 62 Prozent abgelehnt. Diese verlangt, dass die Fernseh- und Radiogebühren auf 200 Franken beschränkt werden und Unternehmen ganz davon ausgenommen werden. Im Kanton Solothurn stimmten 60.2 Prozent Nein, im Aargau 58 Prozent. Das Schweizer Volk will nicht weniger SRG, sondern mehr. Vor allem im Internet.


Archivbild von soaktuell.ch
Archivbild von soaktuell.ch

Immer mehr junge Leute lesen heute kaum mehr News. Wenn doch, konsultieren sie die Webseite srf.ch. Dort finden sie die News verständlich und gut lesbar, wenn verfügbar sogar mit einem Video- oder Audiobeitrag dazu. Bei blick.ch oder den News-Seiten von Tageszeitungen, muss man sich ständig registrieren, einloggen oder bezahlen. Das wollen die meisten Jungen nicht, weshalb die Seite von srf.ch als glaubwürdige und praktische Alternative ständig dazu gewinnt. Aus demokratiepolitischer Sicht braucht es also mehr SRG und nicht weniger.


Auch in den Kantonen Aargau (58 Prozent Nein) und Solothurn (60.2 Prozent Nein) will man eine starke SRG. Die Gründe sind einfach: Das Regionaljournal Aargau-Solothurn auf SRF geniesst hier immer noch den höchsten Stellenwert, wenn es um glaubwürdige Berichterstattung aus der Region geht. Dazu will eine Mehrheit Sorge tragen. Dass sogar im SVP-starken Kanton Aargau keine Ja-Mehrheit für die Halbierungsinitiative zustande kam, spricht Bände.


Das Verdikt des Schweizer Volks war klar und deutlich. Doch auch die SRG muss aufpassen. Sie kann politisch nicht weiter wursteln wie noch vor fünf bis zehn Jahren. Wenn sie alle relevanten Stellen mit Personen besetzt die mittelinks ticken, läuft sie Gefahr, ihre Ausgewogenheit rasch wieder zu verlieren und in alte Muster zurück zu fallen, denen sie diese Initiative erst zu verdanken hatte. Beim nächsten mal dürfte sie nicht mehr auf so viel Goodwill zählen dürfen, wie heute. Denn das Streaming von News und Unterhaltung stellt Sinn und Kosten für Radio- und Fernsehgebühren jedes Jahr mehr in Frage.


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