Jetzt kann sich die SRG neu aufstellen: Roger Elsener wird Direktor von SRF
- Redaktion soaktuell.ch

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Der Verwaltungsrat der SRG hat an seiner Sitzung vom 10. März 2026 Roger Elsener zum neuen Direktor des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) gewählt. Er ist damit dem Vorschlag des Regionalvorstands SRG Deutschschweiz einstimmig gefolgt. Ebenso hat der Verwaltungsrat auf Antrag von Generaldirektorin Susanne Wille einstimmig Nicolas Pernet zum Direktor Angebot und Moritz Stadler zum Direktor Operationen gewählt. Alle drei Personen nehmen Einsitz in die neue Geschäftsleitung der SRG.
SRG SSR

Die SRG setzt ihre Transformation fort. Sie treibt ihren Wandel mit dem Ende 2024 gestarteten Transformationsprojekt "Enavant SRG SSR" entschlossen voran, hin zu einem digitaleren, schlankeren und beweglicheren Medienunternehmen. In Zukunft arbeitet die SRG stärker über die Regionen hinweg zusammen, bündelt ihre Kräfte, nutzt interne Synergien und bleibt gleichzeitig regional verankert.
Im Zuge dessen verändert sich auch die Geschäftsleitung der SRG weiter. Nach der Wahl von HR-Leiterin Severine Schori-Vogt und Stephanie Jutzi, Leiterin Kommunikation und Public Affairs, wird die Geschäftsleitung nun mit drei weiteren, komplementären Profilen weiterentwickelt: Nicolas Pernet für die Direktion Angebot, Moritz Stadler für die Direktion Operationen und Roger Elsener für die Direktion SRF.
Die drei Führungspersönlichkeiten bringen digitale Innovationskraft, operative Exzellenz und ein ausgeprägtes Verständnis für den Service public und die Bedürfnisse des Publikums mit. Kompetenzen, welche für die SRG der Zukunft zentral sind. Die Geschäftsleitung wird ihre Kräfte gruppenweit noch stärker nutzen und bleibt gleichzeitig dank der Vielfalt ihrer Mitglieder in allen Sprachregionen nah beim Publikum.
Roger Elsener wird Direktor SRF
Als neuer Direktor von SRF wird Roger Elsener das starke Programm inhaltlich und qualitativ weiterentwickeln, die Digitalisierung entlang der veränderten Nutzungsgewohnheiten des Publikums weiter vorantreiben und dabei auch einen Fokus auf das junge Publikum legen. Er folgt auf Nathalie Wappler, welche im September 2025 ihren Rücktritt angekündigt hatte.
Derzeit ist der 47-jährige Zentralschweizer CEO von Zattoo, dem führenden Schweizer Internet-TV-Streaminganbieter. Er überzeugte die Mitglieder des Nominationsausschusses unter Leitung von Lukas Bruhin, Präsident SRG Deutschschweiz, in dem auch Susanne Wille als SRG-Generaldirektorin Einsitz hat. Roger Elsener verfügt über langjährige Erfahrung im Radio-, TV- und Streaminggeschäft und hat ein profundes Verständnis vom Schweizer Medienmarkt.
Elsener ist im Aargau bestens bekannt. Zuvor war Elsener Geschäftsführer von CH Media Entertainment und seit 2018 Mitglied der Geschäftsleitung der Radio- und TV-Gruppe von CH Media. Ausserdem war Elsener CEO der CH Media TV AG, dem Joint Venture von CH Media und Sunrise für deren TV-Gruppe und den Streaming-Dienst oneplus. Vor seiner Tätigkeit bei CH Media war Roger Elsener in verschiedenen Medienunternehmen in leitenden Positionen tätig, unter anderem bei der AZ Medien AG, der 3+ Gruppe und bei Viacom International Media Networks (MTV, Viva, Nickelodeon).
SRF-Direktorin Nathalie Wappler verlässt SRF Ende April. Roger Elsener tritt seine neue Funktion nahtlos am 1. Mai 2026 an.
Nicolas Pernet wird Direktor Angebot
Nicolas Pernet leitet seit 2021 Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) und ist seit 2025 stellvertretender Generaldirektor der SRG. Zudem ist er Co-Leiter des Transformationsprojekts "Enavant". Der im Unterengadin geborene, 46-jährige Medienmanager studierte Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und doktorierte 2010 nach Studienaufenthalten an der University of Michigan und der HEC Paris. Vor seinem Wechsel zur SRG verbrachte er rund zehn Jahre beim Medienunternehmen Ringier, wo er unter anderem für die damalige Blick-Gruppe als Leiter Marketing und Leiter Publishing & News Business tätig war. Zuletzt verantwortete er als Head of Commercial Management die kommerziellen Erträge. Nicolas Pernet ist 46 Jahre alt, verheiratet, Familienvater und wohnt in Egg bei Zürich und Chur.
Moritz Stadler wird Direktor Operationen
Der neue Bereich Operationen vereint Produktion und Technologie und setzt unter anderem einheitliche Rahmenbedingungen für alle produktionellen und technologischen Aktivitäten. Die zukünftig integrierte Infrastruktur für alle Sprachregionen und die intensivierte schweizweite Zusammenarbeit ist ein wichtiger Hebel des Transformationsprojekts "Enavant".
Moritz Stadler leitet seit Mitte 2025 bei "Enavant" den Stream Operationen. 2024 wurde er zum Co-Executive Producer des Eurovision Song Contest 2025 in Basel gewählt. Bis Mitte 2025 war er als Leiter Operationen Mitglied der Geschäftsleitung von RTS, wo er Technologie und Produktion weiterentwickelte und konsequent an den strategischen Zielen der Organisation ausrichtete. Zuvor war er Head of Project Management Office bei Eurovision Services, einer Tochtergesellschaft der European Broadcasting Union (EBU) in Genf, und verantwortete dort unter anderem die operative Umsetzung von internationalen Grossprojekten. Vor seiner Tätigkeit bei der SRG und der EBU war Moritz Stadler in verschiedenen Positionen in der Medien- und Eventbranche tätig, unter anderem als stellvertretender Produktionsleiter bei Europe 1 in Paris sowie bei Einsätzen für die UEFA und die FIFA in verschiedenen Weltregionen. Er schloss eine Ausbildung zum Radiotechniker ab und hält zudem einen Abschluss in Management an der Universität Caen. Moritz Stadler (40) ist verheiratet, Familienvater und wohnt in Neuchâtel.
Weichenstellung für eine starke SRG in herausfordernden Zeiten
Mit den Wahlen von Roger Elsener, Nicolas Pernet und Moritz Stadler stellt die SRG sicher, dass zentrale Bereiche des Unternehmens von ausgewiesenen Fach- und Führungspersönlichkeiten verantwortet werden - in einer Phase, in der digitale Transformation, finanzielle Herausforderungen und publizistische Verantwortung besonders eng ineinandergreifen. Die Entscheide stehen im Zeichen der organisatorischen Neuaufstellung und der Konzentration auf Wirkung und Effizienz im Rahmen von "Enavant".




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