Heute hat es erstmals wieder geregnet: Tipps für das Wiederbeleben des Rasens
- Redaktion soaktuell.ch

- vor 6 Stunden
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Die heissen Sommertage haben in vielen Gärten der Region Aargau-Solothurn ihre Spuren hinterlassen. Statt saftigem Grün prägen oft gelbe, verdorrte Flächen das Bild. Doch keine Sorge: Genau jetzt im Spätsommer ist der ideale Zeitpunkt für eine Rasen-Rettung. Wir haben für Sie die besten Tipps der Gartenexperten von Jumbo zusammengefasst.

Wer momentan aus dem Fenster schaut, sieht es vielerorts: Der Rasen hat unter der Hitze und Trockenheit stark gelitten. Doch eine Reparatur während einer ausgeprägten Hitzeperiode ist wenig sinnvoll, da junge Gräser sofort wieder verbrennen würden. Auch jetzt, nach einem Tag Regenwetter, sollte man noch abwarten. Erst ab Anfang September 2026 ist der richtige Moment da für eine Wiederbelebung.
Im Spätsommer und beginnenden Frühherbst, sind die Bedingungen ideal. Der Boden ist noch wohlig warm, während die Luft nicht mehr extrem heiss und trocken ist. Das Saatgut kann leichter keimen und trocknet weniger schnell aus. (Wer den richtigen Moment verpasst: Auch der Frühling eignet sich für die Nachsaat, sobald der Boden wieder warm genug ist).
Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung von Jumbo.ch wird der Rasen wieder zum Schmuckstück des Gartens:
Schritt 1: Zustand prüfen und aufräumen
Bevor neues Gras wachsen kann, muss das alte weichen. Entfernen Sie trockene, lose Halme und abgestorbene Pflanzenreste gründlich mit einem Rechen. Stark verfilzte Stellen können Sie leicht vertikutieren – aber Vorsicht: Gehen Sie nicht zu tief in den Boden und verschonen Sie akut ausgetrockneten, aber noch lebenden Rasen, um ihn nicht zusätzlich zu stressen. Lockern Sie den Boden an kahlen Stellen zwei bis fünf Zentimeter tief auf und entfernen Sie Steine sowie Unkraut. Danach wird die Fläche glatt gerecht.
Schritt 2: Das richtige Saatgut wählen
Für kahle Stellen greifen Sie am besten zu einer Rasenmischung, die speziell für die Nachsaat gedacht ist (oft als Reparaturrasen oder Lückenfüller bezeichnet). Diese keimen besonders schnell, sodass Unkraut erst gar keine Chance hat. Praktisch sind auch Komplettlösungen, die Samen, Dünger und Keimsubstrat kombinieren. Als Faustregel gilt: Für kleine Stellen brauchen Sie etwa 20 Gramm pro Quadratmeter, bei grösseren Lücken rund 30 Gramm.
Schritt 3: Gleichmässig aussäen
Verteilen Sie die Samen nun auf den vorbereiteten Flächen. Bei grösseren Lücken hilft ein Handstreuer, bei kleinen reicht die Hand. Rechnen Sie die Samen danach leicht in die oberste Bodenschicht ein, ohne sie tief einzugraben. Wichtig: Drücken Sie die Fläche danach mit einem Brett, einer Rasenwalze oder einfach mit den Füssen gut an. So haben die Samen Bodenkontakt und werden beim Giessen nicht sofort weggespült.
Schritt 4: Ein leichtes Bett aus Erde
Verteilen Sie eine hauchdünne Schicht Rasenerde über der frischen Saat. Das schützt die Samen vor Vögeln und Wind und hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Achtung: Rasensamen brauchen Licht zum Keimen, bedecken Sie sie also wirklich nur ganz leicht.
Schritt 5: Wasser ist Leben
(Beachten Sie beim Bewässern des Rasens die gültigen kantonalen Vorschriften. In vielen Kantonen ist die Bewässerung des Rasens nach wie vor verboten.)
Die ersten zwei bis drei Wochen sind entscheidend: Die oberste Bodenschicht darf jetzt nicht mehr vollständig austrocknen. Wässern Sie anfangs lieber häufiger, aber mit kleinen Mengen und einem sanften Wasserstrahl. Am besten eignet sich dafür der frühe Morgen, da es noch kühl ist und weniger Wasser verdunstet. Giessen am Abend ist auch möglich, birgt aber ein leicht erhöhtes Risiko für Pilzbefall, wenn der Rasen über Nacht lange nass bleibt.
Ein bisschen Geduld beim ersten Schnitt
Wenn die neuen Halme spriessen, sollten Sie die reparierten Stellen vorerst schonen und nicht betreten. Warten Sie mit dem ersten Mähen, bis die Gräser etwa acht bis zehn Zentimeter hoch sind. Kürzen Sie diese dann mit einem scharfen Mähmesser um maximal ein Drittel der Länge. So behält das junge Gras genug Kraft, um dicht und kräftig zu wachsen.
Foto: Symbolbild von Wolfgang Hasselmann / unsplash.com












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