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Sommersaison 2023: Beherbergung umsatzseitig auf Rekordkurs

Ein Grossteil der Schweizer Beherbergungsbetriebe ist zufrieden mit den während den Sommermonaten erzielten Umsätzen. So waren diese bei einer Mehrheit der Betriebe höher als letztes Jahr. Auch die Prognosen für die Wintersaison stimmen zuversichtlich. Ein Grossteil der Befragten geht davon aus, dass sie das Niveau der Rekordsaison 2022/23 halten können. Getrübt werden die positiven Aussichten vom nach wie vor hohen Kostendruck und Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Lernenden sowie dem Fachkräftemangel im Allgemeinen.


HotellerieSuisse

Symbolbild von Marc / unsplash.com


Während sich die befragten Betriebe letztes Jahr stetig erholten, ist es nun soweit: Eine knappe Mehrheit der Betriebe gibt bei der neusten Umfrage von HotellerieSuisse an, in der Sommersaison 2023 einen höheren Umsatz als 2022 generiert zu haben. Damit ist die Krise endgültig überwunden und die Branche befindet sich wieder auf Erfolgskurs.


Sommersaison 2023: Die Krise ist Geschichte

Bereits in der Sommersaison 2022 wurden schweizweit fast so viele Logiernächte erzielt wie 2019, der letzten Sommersaison vor der Coronapandemie. Nun meldet die Mehrheit der Betriebe einen höheren Umsatz gegenüber der Sommersaison 2022 und liegt damit erstmals auch in der Sommersaison über dem Vorkrisenniveau, wobei der Anteil in den Städten besonders hoch ist: Hier sind es 65 Prozent, die den Umsatz gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Dies zeigt, dass die Erholung auch in den städtischen Betrieben, die von der Pandemie besonders hart getroffen wurden, angekommen ist.


Erfreuliche Prognosen für die Wintersaison 2023/24

Was die Wintersaison anbelangt, wurde die Krise bereits in der Rekordsaison 22/23 überwunden. Umso erfreulicher ist es, dass aktuell die meisten Betriebe davon ausgehen, dass sie in der kommenden Wintersaison ähnliche Umsätze generieren werden wie in der Rekordsaison vor einem Jahr. 30 Prozent gehen sogar davon aus, dass sie die Umsätze vom Vorjahr noch übertreffen werden. Mit einem tieferen Umsatz rechnen weniger als halb so viele (14 Prozent). Dies ist beachtlich, war die Wintersaison 22/23 – gemessen an den Logiernächten – doch die beste des Jahrhunderts.


Kostendruck führt zu Preiserhöhungen

Die Umsätze sind allerdings nur eine Seite der Erfolgsrechnung. Auf der anderen Seite steigen die Kosten für die Branche. Um die hohe Qualität ihrer Dienstleistungen langfristig sicherzustellen, sind Preiserhöhungen für viele Betriebe deshalb unumgänglich. So hat eine deutliche Mehrheit im Vergleich zum Vorjahr ihre Preise erhöht. Damit wird ein Teil der steigenden Kosten bei Energie, Personal und aufgrund der allgemeinen Inflation an die Kundschaft weitergegeben.


Rekrutierung von Nachwuchs bleibt herausfordernd

Lernende zu finden ist insbesondere für Betriebe in alpinen Regionen schwierig. Mit 56 Prozent gaben mehr als die Hälfte der Befragten aus Bergregionen an, dass der Rekrutierungsprozess herausfordernd sei. Auch in den Städten ist jeder vierte Betrieb (24 Prozent) gefordert bei der Suche nach Talenten. Über alle Regionen hinweg gaben mehr als ein Drittel der Ausbildungsbetriebe an, dass nicht alle Lehrstellen für den Start im August 2023 besetzt werden konnten. Wenig erstaunlich, sehen die Befragten den Fachkräftemangel aktuell als die grösste Herausforderung der Branche an.

Eine starke Berufsbildung ist für die Branche zentral

Die berufliche Grundbildung und die höhere Berufsbildung sind der bedeutendste Zubringer von Fach- und Führungskräften für die Beherbergungsbranche. Hier lernen junge Menschen ihr Metier von Grund auf und im steten Austausch von Theorie und Praxis. Es ist daher entscheidend, dass die Berufsbildung attraktiv bleibt, gerade gegenüber dem international verbreiteten Weg über allgemeinbildende Schulen und Hochschulen. HotellerieSuisse fordert in diesem Zusammenhang die konsequente Umsetzung der in der Bundesverfassung vorgesehenen gleichwertigen Anerkennung von Berufsbildung und Allgemeinbildung in Gesellschaft und Politik.


Die Umfrage wurde von HotellerieSuisse vom 29. September bis 3. Oktober durchgeführt. In diesem Zeitraum haben rund 180 Mitglieder des Verbands Fragen zur aktuellen Lage beantwortet.


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