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Schweizer Automarkt 2025: Die Chinesen kommen – Tesla stürzt ab

  • Autorenbild: Redaktion soaktuell.ch
    Redaktion soaktuell.ch
  • vor 4 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Das Autojahr 2025 markiert eine Zäsur: Während der Gesamtmarkt schrumpft, rollt eine Welle neuer Marken aus China auf die Schweizer Strassen. Elektro-Pionier Tesla verliert massiv an Boden, und an der Spitze feiert ein alter Bekannter von VW sein Comeback.


KI-generierte Illustration von Gemini.
KI-generierte Illustration von Gemini.

Mit insgesamt 233'737 Neuzulassungen verzeichnete die Schweiz 2025 ein Minus von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Es war ein miserables Jahr für die Autobranche. Hinter diesen Zahlen verbirgt sich ein dramatischer Umbruch. Die Zeit der Tesla-Dominanz scheint vorbei, während Marken wie MG und BYD mit moderner Technik in den Markt drängen.


Die Top 10 der Modelle: VW ist zurück


An der Spitze kam es zum Duell der Giganten. Der VW Tiguan sicherte sich mit 5'181 Einheiten knapp den ersten Platz und verdrängte das Tesla Model Y (5'080 Verkäufe) auf Rang zwei.


1. VW Tiguan 5'181 Stk.

2. Tesla Model Y 5'080 Stk.

3. Mercedes-Benz GLC 4'299 Stk.

4. VW Golf 3'985 Stk.

5. Škoda Kodiaq 3'895 Stk.

6. Škoda Karoq 3'452 Stk.

7. Škoda Elroq (Neu!) 3'448 Stk.

8. BMW X1 3'428 Stk.

9. Audi Q3 3'416 Stk.

10. Toyota Yaris 3'313 Stk.


Aufsteiger: Die „China-Welle“ überrollt etablierte Marken


Der eigentliche Paukenschlag findet jedoch weiter unten in der Statistik statt. Die „Chinesen“ sind nicht mehr nur eine Randerscheinung, sondern ernsthafte Konkurrenten:


  • MG: Die einstige britische Traditionsmarke unter chinesischer Flagge ist der heimliche Star. Mit 3'673 Verkäufen (+441 %) hat MG bereits etablierte Namen wie Citroën, Honda und Mazda überholt.

  • BYD: Der weltgrösste E-Auto-Bauer startete im Frühjahr 2025 offiziell in der Schweiz. Trotz teils hoher Preise im Vergleich zum Heimatmarkt landete BYD bei 969 Neuzulassungen – eine Steigerung von über 2000 % zum Vorjahr.

  • Leapmotor: Dank der Partnerschaft mit dem Stellantis-Konzern und dem Vertrieb über Emil Frey schoss die Marke aus dem Nichts auf 940 Verkäufe.

  • Newcomer in Lauerstellung: Mit XPeng und Zeekr haben sich zwei weitere Premium-Player positioniert, die 2026 die Top-Ränge angreifen dürften.


Hyundai: Die koreanische Antwort auf die China-Welle


Während viele europäische Hersteller mit den günstigen Preisen aus Fernost kämpfen, hat sich Hyundai 2025 als feste Grösse stabilisiert. Die Koreaner verfolgen eine kluge Doppelstrategie:

  1. Angriff im Einstiegssegment: Mit dem neuen Hyundai Inster (ab ca. CHF 23'900.–) bietet Hyundai eine Antwort auf die günstigen China-Stromer. Er wurde prompt zum „Besten Elektro-Kleinwagen für die City“ gekürt.

  2. Technologie-Führer: In der Oberklasse punktet die Marke mit dem Ioniq 5 N und dem neuen Ioniq 9. Zusammen mit der Schwestermarke Kia hält die Hyundai Motor Group 2025 einen beachtlichen Marktanteil von rund 9 % bei den Elektroautos in der Schweiz.


Damit ist Hyundai der wichtigste Gegenspieler für die chinesischen Newcomer, da sie technologische Reife mit einem dichten Händlernetz verbinden – ein Punkt, an dem Tesla und die neuen China-Marken oft noch kranken.


Absteiger: Tesla und die klassischen Verbrenner


Der grösste Verlierer ist Tesla. Mit einem Rückgang von rund 28 % (nur noch 6'448 Fahrzeuge im Gesamtjahr) spüren die Amerikaner den Druck der Konkurrenz. Die Zeit, in der das Model Y konkurrenzlos war, ist vorbei.


Auch für klassische Verbrenner-Marken wie Ford (–21 %) und Volvo (–11 %) war 2025 ein Jahr zum Vergessen. Während die E-Mobilität bei 22,8 % Marktanteil stagniert, retten sich viele Kunden in die Voll-Hybride (35,5 % Marktanteil), die aktuell als sicherster Hafen gelten.


Die Schweizer Autolandschaft wird bunter – und chinesischer. Wer 2026 ein Auto kauft, wird Marken in Erwägung ziehen, die vor drei Jahren noch niemand kannte. Der Preis- und Technologiedruck aus Fernost zwingt nun auch die europäischen Hersteller zu günstigeren Elektro-Modellen, wie der Erfolg des neuen Škoda Elroq (Platz 7) zeigt.


Soll ich für eine Infografik noch die Preisunterschiede zwischen China-Modellen und europäischen Konkurrenten heraussuchen?

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