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Schweiz setzt auf Smartphones von Apple und Samsung

Smartphones von Apple und Samsung sind in der Schweiz sehr beliebt. Beim Onlinehändler Digitec Galaxus gehen mittlerweile über zwei Drittel aller Handyverkäufe auf das Konto der beiden Tech-Giganten (Apple 36 %, Samsung 31 %). Mit Google drückt nun aber ein weiterer Konkurrent ins Schweizer Smartphone-Geschäft und erobert Marktanteile.


Digitec Galaxus AG / Red.

Die beliebtesten Smartphone-Marken in der Schweiz. Grafik: Digitec Galaxus AG


«Wenn du kein iPhone hast, dann hast du kein iPhone» lautet ein Werbeslogan von Apple. Doch was hast du dann? Zuerst einmal: ziemlich sicher ein Smartphone. 2022 besassen 93 Prozent der Schweizer Bevölkerung ein Smartphone.


Und diese vielen Leute sind sich immer mehr einig, welche Marke ein Handy haben soll. Beim Onlinehändler Digitec Galaxus stammten vergangenes Jahr über zwei Drittel aller verkauften Smartphones von Apple (36 %) und Samsung (31 %) – 14 Prozentpunkte mehr Marktanteil als noch vor fünf Jahren. Für den Apfelkonzern zusätzlich erfreulich: Man eroberte 2023 den ersten Platz zurück, nachdem Samsung 2021 und 2022 die Nase vorn hatte.


Im internationalen Vergleich sind die Schweizer Quoten von Apple und Samsung überdurchschnittlich. Weltweit kam Apple 2023 auf einen Marktanteil von 20,1 Prozent, Samsung auf 19,4 Prozent.


Xiaomi, bekannt für Smartphones mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, hält sich seit Jahren stabil hinter den beiden Grossmächten. Mit einem Marktanteil von knapp 10 Prozent schloss der chinesische Hersteller auch 2023 auf dem dritten Rang ab.


Google gibt Gas

Der Bronzeplatz von Xiaomi wackelt allerdings gehörig. Die Kundschaft von Digitec Galaxus kaufte im vergangenen Jahr fast 50 Prozent mehr Smartphones von Google als im Vorjahr. Damit kommen die beiden Anbieter 2023 auf je 9 Prozent. Andrea Jacob, Teamleiterin Business Management Mobile bei Digitec Galaxus, zur Performance von Google auf dem Schweizer Smartphone-Markt: «Unser Pixel-Sortiment wuchs in den letzten Jahren stetig – und die Fanbase wuchs mit, denn Google bietet nicht nur Smartphones an, sondern die ganze Palette von A bis Z: von Cloudservice über Gadgets wie Kopfhörer bis zu eigener KI oder Foto-App (ähnlich wie Apple). Das hebt sie von der Konkurrenz ab und macht sie in der Android-Welt einzigartig. Die Zahlen in der Branche zeigen zudem: Wenn jemand von einem Apple-Handy wegwechselt, greift er mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Google-Gerät.»


Im Verkaufsranking der beliebtesten Geräte bei Digitec Galaxus liegt das Google Pixel 7 A aktuell auf Rang 3 und damit vor dem ersten Gerät von Samsung.


Noch vor wenigen Jahren waren 35 Prozent der verkauften Smartphones in der Schweiz von "anderen Marken". Damals vor allem Smartphones von Huawei. 2019 "drohten" die Chinesen Apple vom Thron der meistverkauften Smartphones zu stossen. Die Kamera und der Akku des Huawei P30 Pro war gelinde gesagt genial für diese Zeit. Bei den Amerikanern machte sich Angst breit. Es folgte der "Huawei-Boykott" der Regierung Trump. Auf Druck der Trump-Regierung stellte Google die Geschäftsbeziehungen zu Huawei ein. Der Internetkonzern versorgte den Hardwarehersteller seither nicht mehr mit seiner Software wie dem Betriebssystem Android.

Auch Chiphersteller wie Qualcomm und Broadcom haben den größten chinesischen Technologiekonzern nicht mehr beliefert. Für die Huawei-Kunden weltweit bedeutete dies, dass man auf die Huawei-Modelle seit 2019 beispielsweise keine Google Apps mehr laden konnte (oder nur noch mühsam und mit vielen Kenntnissen).


Washington hat Huawei auf die „Entity List“, eine schwarze Liste, gesetzt. Damit war es US-Firmen untersagt, ohne Genehmigung der Regierung Geschäfte mit dem Netzwerkausrüster und Smartphonehersteller zu tätigen. Offizieller Grund: Spionagevorwürfe. Inoffiziell aber wurde offensichtlich, dass die Chinesen den Amerikanern technisch bald überlegen sein würden.


Viele der Huawei Smartphone-Besitzer sind auf andere Endgeräte umgestiegen. Da es sich um eine Kundschaft handelte, bei der Preis-Leistung die wichtigere Rolle spielte, als die plumpe Marke des Geräts, haben sich danach viele für ein Smartphone von Xiaomi, Google, Apple oder Oppo entschieden. Für die Amerikaner hat sich der Huawei-Boykott also gelohnt.

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