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Schmelzender Euro: Experten sehen Inflation über zwei Prozent

Das Inflationsziel der EZB von zwei Prozent für den Euroraum lässt sich bis 2024 nicht einhalten. Laut Sonderumfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) werden für die Jahre 2022, 2023 und 2024 im Median Inflationsraten von 7,5 Prozent, 4,5 Prozent sowie drei Prozent erwartet. Im Mai 2022 lagen die Prognosen noch bei 6,3, 3,5 sowie 2,5 Prozent.


pte.

Europäische Zentralbank. Bild von nikon89 / pixabay.com


Die Entwicklungen der Energie- und Rohstoffpreise haben laut 77, 63 respektive 66 Prozent der befragten Finanzmarktexperten zu den gestiegenen Inflationserwartungen geführt. Auch die Geldpolitik der EZB wird aktuell als eher inflationär, also zu expansiv, angesehen. Während nur rund 25 Prozent ihre Inflationsprognosen aufgrund geldpolitischer Entwicklungen nach unten revidiert haben, geben rund 43 Prozent an, diese deswegen stark beziehungsweise leicht angehoben zu haben.


Laut Einschätzung einiger Finanzmarktexperten war die Entwicklung der Konjunktur im Eurogebiet in den vergangenen drei Monaten eine Bremse für die Inflation. So haben rund 38 Prozent der Befragten angegeben, dass sie ihre Inflationsprognosen für den Zeitraum 2022 bis 2024 aufgrund dieser nach unten korrigieren.

Experten-Lagebild verfestigt sich

"Zwar erwarten die Finanzmarktexperten weiterhin, dass sich die Inflation in den nächsten beiden Jahren verlangsamen wird. Allerdings entfernen sich die Prognosen der Experten seit mehreren Quartalen immer weiter von der EZB-Zielmarke von zwei Prozent", kommentiert ZEW-Ökonom Frank Brückbauer die aktuellen Ergebnisse der Umfrage.

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