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Anti-USA-Reflex breitet sich aus und kann in Zahlen gemessen werden

  • Autorenbild: pressetext.ch
    pressetext.ch
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Über 75 Prozent der deutschen Bevölkerung würden grundsätzlich kein E-Auto des US-Herstellers Tesla kaufen. Zu dem Schluss kommen das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und die Technische Universität Dresden in einer Umfrage. Insgesamt sind 5.392 Volljährige im Sommer 2025 befragt worden. Die Analyse der Zufallsstichprobe basiert auf 1.781 Befragten. Auch in der Schweiz sind die Verkäufe von Tesla im letzten Jahr eingebrochen. Aber auch jene von Ford. Wenn Präsident Trump nicht endlich aufhört, seine Verbündeten zu brüskieren, riskiert die amerikanische Wirtschaft in Europa einen Super-GAU.


pte.


Deutsche zeigen amerikanischen Autos die kalte Schulter und interessieren sich für Mercedes, VW oder chinesische BYD. Garagen und Online-Plattformen sind voll mit günstigen Teslas - aber niemand kauft sie. Bild: KI-generiert.
Deutsche zeigen amerikanischen Autos die kalte Schulter und interessieren sich für Mercedes, VW oder chinesische BYD. Garagen und Online-Plattformen sind voll mit günstigen Teslas - aber niemand kauft sie. Bild: KI-generiert.

"Elon Musk hat sich auf dem europäischen Markt seine Zielgruppe verprellt. Diese Lücke füllen nun deutsche Hersteller. Die Elektromobilität ist neben Windrädern und Wärmepumpen ein weiteres Beispiel für die parteipolitische Aufladung von Klimapolitik in Deutschland", sagt IW-Experte Matthias Diermeier.


Während fast 60 Prozent der Deutschen den Kauf eines E-Autos von Tesla überhaupt nicht in Betracht ziehen, antworten gut 16 Prozent mit "eher nicht". Dabei ist das Interesse an E-Autos eigentlich groß: Fast 40 Prozent können sich vorstellen, das Modell eines deutschen Autobauers zu kaufen, nur etwa 42 Prozent lehnen den Kauf ab.


Asiatische Hersteller liegen im Trend. Knapp jeder Vierte erwägt inzwischen den Kauf eines Modells eines chinesischen Herstellers. Doch selbst der größte E-Auto-Hersteller der Welt, der chinesische Konzern BYD, kam im abgelaufenen Geschäftsjahr nur auf zwei Prozent der Neuzulassungen in Deutschland.


Selbst Grüne wollen Tesla nicht


Die Parteienpräferenz hat in Deutschland einen starken Einfluss auf die Kaufabsicht für ein E-Auto. Er ist stärker als der von Alter, Einkommen oder dem Wohnort, heißt es. Unter Grünen-Anhängern ist die E-Auto-Kaufbereitschaft mit rund 64 Prozent am höchsten. Ein Tesla kommt für sie jedoch kaum infrage.


Nur etwa jeder Zehnte kann sich den Kauf eines US-Autos vorstellen. Etwa 22 Prozent der Grünen-Anhänger geben an, bereits ein E-Auto oder Plug-in-Hybrid zu besitzen. Auch unter AfD-Anhängern kann Tesla nicht von der offenen Parteiunterstützung seines Besitzers Elon Musk profitieren. Nicht einmal 15 Prozent der AfD-Wähler wollen einen Tesla.


Allerdings stößt die E-Mobilität in dieser Gruppe insgesamt auf wenig Zustimmung. Nicht einmal jeder Fünfte kann sich den Kauf eines E-Autos vorstellen, mehr als zwei Drittel lehnen einen Kauf grundsätzlich ab, heißt es abschließend von den Studienautoren.

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