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Rund 0,7 Millionen Versicherte können 2024 ihre Prämienbelastung um 40 Prozent senken

Nach 2022/2023 steigen die Krankenkassenprämien 2023/2024 mit 8,7 Prozent und lassen selbst den Mittelstand ächzen. Doch es gibt auch die gute Nachricht: Rund 0,7 Millionen erwachsene Versicherte könnten ihre Prämienlast im nächsten Jahr um 40 Prozent und mehr reduzieren. Das zeigt die Comparis-Analyse der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) genehmigten Prämien. Das Sparpotenzial lässt sich realisieren durch einen Wechsel zu einer der fünf günstigsten Krankenkassen in der eigenen Prämienregion und/oder die Erhöhung der Franchise und/oder einen Modellwechsel bei der eigenen Kasse.


comparis.ch AG

Symbolbild von Tim Reckmann / pixelio.de


Maximales Sparpotenzial von 53 Prozent

Bei Betrachtung der jeweils 5 Marktführer pro Prämienregion (rund 69 Prozent der Versicherten haben hier ihre Grundversicherungspolice abgeschlossen) ergibt sich ein maximal realisierbares Sparpotenzial von 53 Prozent bzw. 3’190.80 Franken für 2024. Dieses Potenzial könnten 1’895 Standardversicherte Helsana (mit Unfall) im Kanton Zug mit einem Wechsel zum HMO-Modell bei Kasse Concordia nutzen.


«Der zweite Prämienschock in Folge bringt viele Versicherte angesichts der allgemeinen Teuerung in finanzielle Bedrängnis. Deshalb ist es wichtig, dass jede einzelne versicherte Person die Prämien vergleicht und das individuelle Sparpotential prüft», sagt Comparis-Krankenversicherungsexperte Felix Schneuwly.


Mit Minimalfranchise bis 34 Prozent Prämieneinsparung möglich

Mit einer Franchise von 300 Franken sind bis zu 34 Prozent tiefere Prämien möglich. Personen mit Gesundheitsproblemen und voraussehbar hohen Behandlungskosten im nächsten Jahr werden ihre Franchise kaum erhöhen wollen. Doch auch über 177’000 Erwachsene mit der minimalen Franchise von 300 Franken könnten 2024 durch einen Wechsel der Versicherung (zu einer der fünf günstigsten Kassen) und/oder des Modells ein Sparpotenzial von 20 bis 30 Prozent realisieren; rund 407’000 Versicherte, wenn zum günstigsten Angebot gewechselt werden würde.


Am meisten sparen Versicherte mit einer 300-Franken-Franchise bei einem Krankenkassenwechsel im Kanton Luzern (BAG-Region LU1), nämlich 125 Versicherte in einem Standardmodell bei der Versicherung Visana (mit Unfall): Sie zahlen 34 Prozent bzw. 2’575.80 Franken pro Jahr weniger Prämien mit einem Wechsel zur Kasse KK Luzerner Hinterland mit dem Telmed-Modell.


Auch bei einer Maximalfranchise können Versicherte noch 37 Prozent sparen

Wer bereits eine Maximalfranchise von 2’500 Franken hat, hat sogar noch mehr Sparpotenzial. So könnten über 25’109 Versicherte mit einer Maximalfranchise nächstes Jahr mit einem Kassenwechsel bei gleichbleibendem Modell ihre Prämienlast um 20 bis 30 Prozent senken (bei einem Wechsel zu einer der fünf günstigsten Kassen); rund 126’000 Versicherte, wenn zum günstigsten Angebot gewechselt werden würde.


Maximal könnten Versicherte der Helsana im Kanton Schwyz (BAG-Region SZ) mit dem OKP-Modell (mit Unfall) sparen, wenn sie zur Kasse Einsiedler Krankenkasse wechseln würden, nämlich 1’790.40 Franken pro Jahr bzw. 37 Prozent.


«Versicherte sollten sich nicht einfach damit zufriedengeben, die höchste Franchise bei der eigenen Kasse zu wählen. Mit einem Wechsel liegt oft noch viel höheres Sparpotenzial drin», sagt Schneuwly.


Grosses Sparpotenzial auch für alternativ Versicherte

Auch wer schon ein anderes alternatives Versicherungsmodell und die höchste Franchise gewählt hat, kann 2024 angesichts der zum Teil happigen Prämienerhöhungen viel Geld sparen. Telmed-Versicherte der Kasse Visana (ohne Unfall) im Kanton Wallis (BAG-Region VS1) mit einer Franchise von 2’500 Franken sparen am meisten, nämlich 1’395.60 Franken pro Jahr bzw. 30 Prozent mit einem Wechsel zu Kasse Sodalis mit demselben Modell.


Interessant ist auch das Sparpotenzial bei den Hausarzt-Versicherten. Maximal können hier die Versicherten der Kasse Visana im Kanton Luzern (BAG-Region LU3) sparen mit einem Wechsel zur Kasse EGK-Gesundheitskasse (ohne Unfall) mit demselben Versicherungsmodell, nämlich 1’189.20 Franken im Jahr bzw. 29 Prozent.


«Laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts dürfen Versicherte mit der Höchstfranchise und einem alternativen Versicherungsmodell im Vergleich zur Standardgrundversicherung bei der gleichen Kasse maximal 50 Prozent Prämien sparen. Es ist höchste Zeit, dass die Rabattierung neu geregelt wird», verlangt der Comparis-Experte.


Nicht nur der Preis zählt

Günstig heisst allerdings nicht immer gut im Sinne einer perfekten Servicequalität. So bieten die Krankenkassen zwar in der Grundversicherung alle dieselben Leistungen an. Doch unterscheidet sich die Dienstleistungsqualität gegenüber den Kunden. So lassen vor allem viele günstige Kassen ihre Versicherten die Rechnungen für medizinische Behandlungen vorschiessen (Prinzip des «tiers garant»). «Wer knapp bei Kasse ist und hohe medizinische Kosten hat, sollte sich deshalb unbedingt vor einem Kassenwechsel bezüglich der Abrechnungsmodalitäten erkundigen», empfiehlt Schneuwly. Ein guter Anhaltspunkt für die Beurteilung der Qualität einer (neuen/anderen) Krankenkasse seien die Kundenzufriedenheitsnoten.

Maximales Sparpotenzial nach Kantonshauptorten im Einzugsgebiet von soaktuell.ch:


Aarau (AG)

Bei Betrachtung der jeweils 5 Marktführer pro Prämienregion (rund 69 Prozent der Versicherten haben hier ihre Grundversicherungspolice abgeschlossen) ergibt sich ein maximal realisierbares Sparpotenzial von 51 Prozent bzw. 3’351.60 Franken für 2024. Dieses Potenzial könnten 1’121 Standardversicherte Swica (ohne Unfall) im Kantonshauptort Aarau (AG) mit einem Wechsel zum Hausarzt-Modell bei Kasse Aquilana nutzen.


Bern (BE)

Bei Betrachtung der jeweils 5 Marktführer pro Prämienregion (rund 69 Prozent der Versicherten haben hier ihre Grundversicherungspolice abgeschlossen) ergibt sich ein maximal realisierbares Sparpotenzial von 40 Prozent bzw. 2’898.00 Franken für 2024. Dieses Potenzial könnten 624 Standardversicherte KPT (ohne Unfall) im Kantonshauptort Bern (BE) mit einem Wechsel zum HMO-Modell bei Kasse Sanitas nutzen.


Liestal (BL)

Bei Betrachtung der jeweils 5 Marktführer pro Prämienregion (rund 69 Prozent der Versicherten haben hier ihre Grundversicherungspolice abgeschlossen) ergibt sich ein maximal realisierbares Sparpotenzial von 42 Prozent bzw. 3’116.40 Franken für 2024. Dieses Potenzial könnten 810 Standardversicherte Swica (ohne Unfall) im Kantonshauptort Liestal (BL) mit einem Wechsel zum Hausarzt-Modell bei Kasse Atupri nutzen.


Basel (BS)

Bei Betrachtung der jeweils 5 Marktführer pro Prämienregion (rund 69 Prozent der Versicherten haben hier ihre Grundversicherungspolice abgeschlossen) ergibt sich ein maximal realisierbares Sparpotenzial von 42 Prozent bzw. 3’462.00 Franken für 2024. Dieses Potenzial könnten 849 Standardversicherte Swica (ohne Unfall) im Kantonshauptort Basel (BS) mit einem Wechsel zum HMO-Modell bei Kasse Concordia nutzen.


Luzern (LU)

Bei Betrachtung der jeweils 5 Marktführer pro Prämienregion (rund 69 Prozent der Versicherten haben hier ihre Grundversicherungspolice abgeschlossen) ergibt sich ein maximal realisierbares Sparpotenzial von 46 Prozent bzw. 2’693.40 Franken für 2024. Dieses Potenzial könnten 576 Standardversicherte Helsana (ohne Unfall) im Kantonshauptort Luzern (LU) mit einem Wechsel zum Telmed-Modell bei Kasse KK Luzerner Hinterland nutzen.


Solothurn (SO)

Bei Betrachtung der jeweils 5 Marktführer pro Prämienregion (rund 69 Prozent der Versicherten haben hier ihre Grundversicherungspolice abgeschlossen) ergibt sich ein maximal realisierbares Sparpotenzial von 46 Prozent bzw. 2’992.80 Franken für 2024. Dieses Potenzial könnten 487 Standardversicherte Swica (ohne Unfall) im Kantonshauptort Solothurn (SO) mit einem Wechsel zum HMO-Modell bei Kasse Concordia nutzen.


Zürich (ZH)

Bei Betrachtung der jeweils 5 Marktführer pro Prämienregion (rund 69 Prozent der Versicherten haben hier ihre Grundversicherungspolice abgeschlossen) ergibt sich ein maximal realisierbares Sparpotenzial von 45 Prozent bzw. 3’229.20 Franken für 2024. Dieses Potenzial könnten 1’974 Standardversicherte Swica (ohne Unfall) im Kantonshauptort Zürich (ZH) mit einem Wechsel zum HMO-Modell bei Kasse Atupri nutzen.

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