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Mieterinnen und Mieter unter Druck: Mieten steigen weiter

Die veröffentlichten Zahlen des Bundesamtes für Statistik bestätigen: Die Mietpreise sind seit der letzten Erhebung wieder angestiegen. Dieser Anstieg dürfte sich im nächsten Jahr angesichts verschiedener negativer Entwicklungen auf dem Mietwohnungsmarkt noch verstärken. Insgesamt haben sich die Mietpreise seit Dezember 2005 um mehr als 22 Prozent erhöht. Dies belastet das Haushalteinkommen von Mieterinnen und Mietern massiv.

Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz

Grafik zVg.


«Die Entwicklung der Mietpreise in der Schweiz kennt seit Jahren nur eine Richtung, und zwar nach oben», erklärte Carlo Sommaruga, Präsident des Mieterinnen- und Mieterverbands (MV). «Diese besorgniserregende Entwicklung droht sich aktuell angesichts explodierender Energiekosten, des sinkenden Leerwohnungsbestands sowie der erwarteten Entwicklung des mietrechtlichen Referenzzinssatzes noch zu akzentuieren.» Die Mieter*innen werden bei einer Erhöhung des Referenzzinssatzes im nächsten Jahr von massiven Mietzinserhöhungen betroffen sein.

Drohende Mietpreisexplosion mit massiven Folgen

Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen: Seit 2005 sind die Mieten gemäss Mietpreisindex um mehr als 22 Prozent angestiegen, während sich die allgemeine Teuerung in der gleichen Zeit unter 7 Prozent bewegte. «Für die Mieterinnen und Mieter bedeutetet dies eine überproportionale Belastung der Haushalteinkommen durch die Mieten. Gerade für einkommensschwächere Haushalte sind die Grenzen des Erträglichen erreicht», so Sommaruga. «Wir befürchten, dass es im nächsten Jahr zu Kündigungen kommen könnte, weil gewisse Haushalte angesichts der steigenden Kosten unverschuldet ihre Mieten nicht mehr bezahlen können.»

Zahlreiche Gründe für steigende Mieten

Neben den aktuellen Entwicklungen, welche die Mietpreise in die Höhe treiben, war es aber auch schon zuvor für Mieter*innen in der Schweiz zunehmend schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. «Leider stehen für einige Vermieter, gerade für die grossen Immobiliengesellschaften, vor allem die hohen Renditen im Vordergrund. Dies führt dazu, dass die Mietpreise immer stärker ansteigen», so Carlo Sommaruga. Weitere Gründe für die steigenden Mieten sind übermässige Mietpreis-Erhöhungen bei Mieterwechseln oder bei (Total-)Sanierungen. Die Senkungen des Referenzzinssatzes sind zudem kaum bei den Mieter*innen angekommen. Dies zeigte auch eine Studie zur Entwicklung der Mietpreise zwischen 2006 und 2021 des Büro BASS.

Mietzinse kontrollieren und Ausbau des Mieterschutzes in der Energiekrise

Angesichts der steigenden Mieten fordert der MV eine bessere Kontrolle der Renditen im Mietrecht. Der Verband begrüsst zudem die Einreichung einer ganzen Reihe von Vorstössen, welche alle darauf abzielen, den Schutz der Mieter*innen vor den massiv steigenden Energiepreisen zu verbessern.

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