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Kanton Aargau: Schwerpunkte der Strafverfolgung in den Jahren 2023–2026

Gewaltprävention, Kampf gegen Struktur-, Internet- und Vermögenskriminalität sowie die Früherkennung von jugendlichen Intensivtätern sind die Schwerpunkte, die der Aargauer Regierungsrat für die kommenden vier Jahre setzt. Zudem wird die Zusammenarbeit zwischen Kantonspolizei, Staatsanwaltschaft und Jugendanwaltschaft sowie mit Strafverfolgungsbehörden bundesweit und international weiter verstärkt.


Departement Volkswirtschaft und Inneres

Symbolbild von B_A / pixabay.com


Der Regierungsrat legt gestützt auf das Strafprozessrecht und auf das Polizeigesetz in jeder Legislaturperiode Schwerpunkte fest, damit Kantonspolizei, Staatsanwaltschaft und Jugendanwaltschaft die Kriminalität mit den vorhandenen Ressourcen effizient und wirksam bekämpfen können.


Schwerpunkte für die Jahre 2023 bis 2026

Für die kommenden Jahre hat er fünf Schwerpunkte festgelegt, mit denen er dem veränderten Umfeld Rechnung trägt. Wo nötig, werden Massnahmen weiter intensiviert oder grundsätzlich neu organisiert.

  • Gewalt präventiv und repressiv kompromisslos bekämpfen

  • Strukturkriminalität im Aargau mittels Kontrolldruck und exemplarischen Verfahren gezielt bekämpfen

  • Jugendliche Intensivtäter früh identifizieren und behandeln

  • Cybercrime und digitale Kriminalität präventiv und repressiv bekämpfen

  • Serielle Vermögenskriminalität wie Einbrüche als sozial schädliche Massenphänomene erkennen und bekämpfen

Zunahme der Straftaten

Bereits in den Jahren 2019 bis 2022 hat der Anstieg der neu eröffneten Strafverfahren von 13,7 Prozent das Bevölkerungswachstum von 5,3 Prozent deutlich übertroffen. Gemäss einer Umfeldanalyse wird sich dieser Trend fortsetzen. Treiber dafür sind der Rückgang sozialer Kontrolle, die fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung, die Etablierung der 24-Stunden-Gesellschaft, die zunehmende Mobilität, das starke Bevölkerungswachstum, verstärkte Migrationsbewegungen sowie die Urbanisierung ursprünglich ländlich geprägter Regionen. Globale Krisen wie Pandemien, bewaffnete Konflikte oder eine drohende Energiemangellage beschleunigen diese Entwicklungen zusätzlich.

Schwerpunkte für die Jahre 2019 bis 2022

Die Ziele der Schwerpunkte der Strafverfolgung und Kriminalitätsbekämpfung für die Jahre 2019 bis 2022 wurden mehrheitlich erreicht. In den Bereichen Menschenhandel und Cybercrime konnten spezialisierte Ressourcen und Kompetenzen erfolgreich aufgebaut werden. Die Jugendanwaltschaft konnte den Themenbereich Internetkriminalität weiterentwickeln. Um alle Ziele vollumfänglich zu erreichen, fehlte es an den notwendigen personellen Ressourcen. Diese sollen in den kommenden Jahren aufgebaut werden.


Geplante Stellen für Bekämpfung von Menschenhandel und Cybercrime

In den Bereichen Menschenhandel und Cybercrime sollen bis im Jahr 2025 insgesamt 21 Stellen aufgebaut werden. Im Bereich Menschenhandel sind dies sieben Stellen bei der Kantonspolizei und zwei bei der Staatsanwaltschaft. Im Bereich Cybercrime werden acht Stellen bei der Kantonspolizei und vier Stellen bei der Staatsanwaltschaft aufgebaut.


Mehr zum Thema

Der entsprechende Bericht ist unter www.ag.ch/strafverfolgung einsehbar.

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