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Generika viel zu teuer: Sparpotential drei Prämienprozente

Heute veröffentlichten santésuisse und Interpharma ihren Auslandpreisvergleich, der Fabrikabgabe-Preise von Medikamenten denjenigen des europäischen Auslands gegenüberstellt. Das Preisniveau der patentgeschützten Medikamente ist im europäischen Ausland im Durchschnitt 5,4 Prozent tiefer als in der Schweiz, patentabgelaufene Originalpräparate kosten im Ausland 10,8 Prozent weniger. Die Preisunterschiede sind vor allem bei Generika und Biosimilars markant: Im Ausland sind Generika um rund die Hälfte günstiger (45,5 Prozent), Biosimilars kosten 27,5 Prozent weniger.


Konsumentenschutz

Symbolbild von Andrea Damm / pixelio.de


Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes, äussert sich dazu folgendermassen: «Der neue Auslandpreisvergleich zeigt einmal mehr, dass die Schweizer Generikapreise absurd hoch sind. Im Schnitt zahlen wir für die gleichen Medikamente doppelt so viel wie das europäische Ausland. Es gibt sogar Medikamente, die fünfmal so viel kosten wie in Deutschland. Solche Preisunterschiede sind nicht mal annähernd gerechtfertigt

«Laut santésuisse könnten wir mit angemessenen Generikapreisen jedes Jahr eine Milliarde Franken einsparen, was drei Prämienprozente ausmachen würde. In Anbetracht der stetig steigenden Prämien muss dieses Sparpotential endlich ausgeschöpft werden.» «Angesichts der aktuellen Preisexplosion wäre eine Entlastung der Konsumentinnen dringend nötig. Wieso die bürgerliche Mehrheit im Parlament die Profite der internationalen Pharmaunternehmen höher gewichtet als die Kaufkraft der Schweizer Konsumentinnen ist für uns unverständlich.»

Der Konsumentenschutz vertritt unabhängig, kompetent und engagiert die Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten. Er ist in der Information und Beratung tätig, verhandelt mit Anbietern und Behörden und vertritt die Konsumenteninteressen auf politischer Ebene. Die Stiftung mit Sitz in Bern kann auf eine breit abgestützte Finanzierung zählen und agiert parteipolitisch unabhängig.

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