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"Es geht obsi": Über drei Prozent Lohnsteigerungen in den USA wegen Fachkräftemangel erwartet

Angetrieben vor allem von den angespannten Arbeitsmärkten setzen die US-Arbeitgeber ihre ursprünglichen Gehaltserhöhungsprognosen für 2022 hoch. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des weltweit tätigen Versicherungsmakler Willis Towers Watson (WTW). Laut der Umfrage unter 1004 US-Unternehmen im Oktober und November 2021 hat fast jeder dritte Befragte (32 Prozent) seine Gehaltserhöhungsprognosen gegenüber Anfang des Jahres hochgesetzt.

Symbolbild von Rainer Sturm / pixelio.de


Die Unternehmen planen den aktuellen Angaben nach einen durchschnittlichen Anstieg von 3,4 Prozent im Jahr 2022, verglichen mit dem durchschnittlichen Anstieg von drei Prozent, den sie im Juni 2021 budgetiert hatten. Die Unternehmen gaben den Mitarbeitern im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 2,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt. 74 Prozent der Befragten geben an, dass der Arbeitskräftemangel der Grund für den Anstieg ist. 34 Prozent hätten Ende 2021 bessere Finanzergebnisse als erwartet gehabt. Und 31 Prozent bringen die Inflation ins Spiel.


Die Spannweiten für Lohn- und Gehaltserhöhungen liegen im Groß- und Einzelhandel bei 2,8 bis 3,3 Prozent, im Finanzbereich sowie bei Lebens- und Krankenversicherungen bei 2,7 bis 3,5 Prozent, im Energiesektor bei 2,6 bis 3,4 Prozent und im verarbeitenden Gewerbe bei 2,6 bis 3,4 Prozent. Doch Leslie Jennings von WTW gibt zu bedenken: "Üppigere Gehaltserhöhungen allein werden nicht ausreichen, um neu Mitarbeiter zu gewinnen und existierende zu halten." Nötig seien ergänzende Maßnahmen wie Starterboni, Eigenkapital- und Bargeldbindung sowie Anreize wie verbesserte Karrierechancen, Betonung des psychischen Wohlbefindens, Fokus auf Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion sowie Lern- und Umschulungsmöglichkeiten.

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