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Energiekrise macht sich auf Online-Plattform wlw bemerkbar

Die steigenden Energiepreise in Folge des Ukraine-Kriegs führen zu einer verstärkten Nachfrage nach Produkten im Zusammenhang mit alternativen Energiequellen. Dies zeigt das Beschaffungsbarometer der Online-Plattform wlw (ehemals «Wer liefert was») für das zweite Quartal 2022. Photovoltaikanlagen liegen bei den Produkten mit den meisten Seitenabrufen auf Platz 1. Im Jahr 2021 hatte es Photovoltaik nicht einmal in die Top 20 geschafft.


Visable GmbH

Bei der Betrachtung der 20 Kategorien mit dem stärksten Zuwachs im Vergleich zwischen dem zweiten Quartal 2021 und dem zweiten Quartal 2022 dominieren Produkte zur Energiegewinnung. Das grösste Plus in diesem Segment verzeichnen Photovoltaikanlagen (305% Anstieg der Seitenaufrufe), es folgen Solarmodule (plus 287%) und Erdwärmesondenbohrung (plus 252%). Stromerzeuger verzeichnen einen Nachfragezuwachs von 261%.


Auch Brennholz wird wieder vermehrt gesucht

Beim Heizen sticht eine fast schon archaisch anmutende Energiequelle hervor. So verzeichnet Brennholz einen Anstieg der Seitenabrufe um 207%. Starke Zuwächse finden sich auch in den Kategorien Holzpellets (244% Anstieg), Holzbriketts (241% Anstieg) und Kleinwindkraftanlagen (241% Anstieg). Wärmepumpen verzeichnen immerhin einen Zuwachs um 179%.


«Die Vielfalt an energiebezogenen Kategorien könnte ein Hinweis darauf sein, dass die breite Masse der Gewerbetreibenden und möglicherweise sogar Privatpersonen auf unserer B2B-Plattform nach Produkten für alternative Energiequellen suchen», sagt Peter F. Schmid, CEO des Plattformbetreibers Visable. «Das ist gut so. Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, da müssen alle ran.»


«Zeitalter der Nachhaltigkeit wird eingeläutet»

«Das ‹Zeitalter der Krisen› läutet endgültig das ‹Zeitalter der Nachhaltigkeit› ein. Der Umstieg auf erneuerbare Energien verringert Abhängigkeiten und erhöht die Krisenfestigkeit», sagt der Visable-CEO. In einer Umfrage von Visable in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov hatten bereits im April 49 Prozent der in Österreich befragten Unternehmen angegeben, dass der Stellenwert von Nachhaltigkeit bei ihnen durch die aktuellen Krisen zugenommen habe.

Bis Wirtschaft und Gesellschaft vollständig auf Nachhaltigkeit umgestellt sind, ist es trotz aller Anstrengungen allerdings noch ein weiter Weg. Wie gross die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiterhin ist, zeigt ebenfalls der Blick in die Kategorien mit dem grössten Zuwachs im zweiten Quartal 2022: Dieselkraftstoffe liegen dort auf Platz 1 und Heizöle auf Platz 18. Das fossile Zeitalter wird also noch eine Weile andauern, auch wenn die Neuorientierung hin zu erneuerbaren Energien jetzt endgültig begonnen hat.

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