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Bettlach: Hightech-Industrie und Weltnaturerbe

Eingebettet zwischen der Aare und den schroffen Felswänden der Jurakette vereint Bettlach das Beste aus zwei Welten: Eine florierende Medizinaltechnikindustrie von Weltformat sowie das intakte, faszinierende Naturparadies des UNESCO-Weltnaturerbes direkt vor der Haustür. Für die tägliche Gemeindeserie von soaktuell.ch werfen wir heute einen genauen Blick auf diese dynamische Solothurner Perle im Bezirk Lebern.


(Stand: 29.07.2026)



Bild von Marco Sansoni, Wikimedia Commons
Bild von Marco Sansoni, Wikimedia Commons

Kennzahlen:


Kanton: Solothurn

Bezirk: Lebern

Einwohnerzahl: ca. 4'987 (Stand Ende 2024)

Gemeindesteuerfuss: (2026) 99 % (natürliche Personen)

Gesamtfläche: 1'219 ha (davon weitläufige Waldgebiete und Jurahügel)

Höhe: 489 m ü. M. (Dorfzentrum)


Geschichte: Von der frühen Siedlung zur modernen Wohngemeinde


Die Besiedlung des Bettlacher Bodens reicht weit zurück: Die «Rue des Romains» zeugt noch heute von den galloromanischen Wurzeln (Paetiliacum). Erste urkundliche Erwähnungen unter dem Namen «Betelacho» stammen aus dem Jahr 1181. Die fruchtbaren Böden in der Aareebene machten das Dorf früh zu einem wichtigen Standort für die Landwirtschaft. Nach verschiedenen Herrschaftswechseln kam Bettlach 1389 zur Stadt Solothurn.


Im späten 19. und 20. Jahrhundert erlebte die Gemeinde durch die Uhrenindustrie (insbesondere durch die Fabrik Eduard Kummer Bettlach) einen starken industriellen Wandel. Heute verbindet Bettlach seine traditionsreiche Geschichte gekonnt mit seiner neuen Identität als hochmoderner Hightech- und Medtech-Standort.


Bekannte Persönlichkeiten:


Bettlach ist Heimat und Wirkungsstätte von Personen, die weit über die Kantonsgrenzen hinaus Spuren hinterlassen:


  • Robert Mathys (1921–2000): Der visionäre Unternehmer gründete die heutige Mathys AG. Er war massgeblich daran beteiligt, die Region zu einem weltweit führenden Zentrum für Medizinaltechnik und Orthopädie aufzubauen.

  • Sonya Friedrich (1960): Die vielseitige, freischaffende bildende Künstlerin lebt in Bettlach. Sie ist unter anderem Trägerin des Solothurner Preises für Bildende Kunst 2025 und bereichert das regionale Kulturschaffen massgeblich.

  • Silvio Bertini: Eine regional bekannte Persönlichkeit, ehemaliger Fussballer beim FC Bettlach und heutiger Verwaltungsratspräsident des neuen, modernen Ärztezentrums, der sich stark für das lokale Zusammenleben einsetzt.


Standortvorteile & Lebensqualität:


Warum lohnt sich das Leben und Arbeiten in Bettlach? Die Standortvorteile sprechen für sich:


  • Erstklassige Verkehrslage: Der eigene Bahnhof an der Jurasüdfusslinie (Biel-Solothurn) sowie der direkte Anschluss an die Autobahn A5 (Grenchen) machen Bettlach zu einem strategisch idealen Knotenpunkt. Zentren wie Solothurn, Biel oder Bern sind für Pendler rasch erreichbar.

  • Weitläufige Naherholung: Die Naturvielfalt ist immens. Die Witi-Ebene entlang der Aare und die Jura-Wälder am Bettlachstock – dessen Buchenwälder 2021 zum UNESCO-Weltnaturerbe erhoben wurden – bieten unzählige Wege für Wandertouren, Erholung und Naturbeobachtungen.

  • Gewerbe und Wohnkomfort: Die Gemeinde bietet die Ruhe einer intakten Dorfgemeinschaft, punktet aber gleichzeitig mit familienfreundlichen Wohnquartieren, einer hervorragenden Infrastruktur und einem international erfolgreichen Medizinaltechnik-Cluster, das hochkarätige Arbeitsplätze bietet.


Hinweis zu den Stromtarifen:


Der Strompreis in Bettlach (BKW Energie AG) liegt 2026 im Standardtarif (Kategorie H4) bei rund 32,50 Rp./kWh (inkl. MwSt.) und damit weit über dem Schweizer Median (27,70 Rp./kWh). Aus diesem Grund zählt der Strompreis aktuell nicht zu den primären Standortvorteilen. Die BKW garantiert jedoch eine sehr hohe Versorgungssicherheit und bietet fortschrittliche Rückliefervergütungen für private Photovoltaikanlagen an, was den Eigenverbrauch attraktiv macht.


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