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Bekämpfung der Einbrüche ist Schwerpunkt der Kantonspolizei Aargau

  • Autorenbild: KAPO AG
    KAPO AG
  • vor 10 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Zusammen mit Sicherheitsdirektor Dieter Egli blickte die Kantonspolizei auf das vergangene Jahr zurück und zeigte Erkenntnisse und Tendenzen aus den verschiedenen polizeilichen Handlungsfeldern auf. Strukturkriminalität sowie Cybercrime richteten auch 2025 grossen Schaden an. Hingegen sank die Zahl der Verkehrstoten sowie der Schwerverletzten. Wenn auch in etwas geringerer Zahl waren nächtliche Diebe weiterhin sehr aktiv.


Kapo AG / Bernhard Graser


Deutliche Zunahme der Einbrüche im Kanton Aargau seit 2021. Grafik zVg.
Deutliche Zunahme der Einbrüche im Kanton Aargau seit 2021. Grafik zVg.

Wie Regierungsrat Dieter Egli in seiner Einleitung darlegte, wirken sich Bevölkerungswachstum, Krisen, Konflikte und Kriege sowie neue Deliktsformen negativ auf die Sicherheit aus. Gleichzeitig sind Öffentlichkeit und Politik sensibilisiert für die Sicherheit als wertvolles Gut, das gestärkt werden muss. Vor diesem Hintergrund betonte der Polizeidirektor, dass ein grösserer Personalbestand zwingend sei für ein schlagkräftiges Polizeikorps, das neue Kriminalitätsformen wie die Strukturkriminalität erfolgreich bekämpfen und auch in der Öffentlichkeit und an Hotspots präsent sein kann. "Die Sicherheitslage ist anspruchsvoll und bleibt dynamisch", so das Fazit von Dieter Egli im Rückblick auf das vergangene Jahr.


Deutlich gestiegene Einbruchszahlen


Eine wesentliche Erwartung, welche die Bevölkerung an die Polizei stellt, ist der Schutz der eigenen Wohnung. Aus gutem Grund stellt die Bekämpfung der Einbruchskriminalität ein zentraler Schwerpunkt der Kantonspolizei Aarau dar. Wie Polizeikommandant Oberst Michael Leupold aufzeigte, wächst die Zahl der Wohnungseinbrüche seit einem Tiefpunkt im Jahr 2020 stetig und ist 2025 gegenüber dem Vorjahr nochmals um fast 20 Prozent angestiegen. "Die Kantonspolizei setzt alles daran, diesen Trend zu brechen", so Michael Leupold.


Mit Blick auf den linksextremistisch motivierten Brandanschlag in Berlin unterstrich der Polizeikommandant die Bedeutung des Schutzes kritischer Infrastrukturen, wie sie im Aargau mehrfach vorhanden sind. Zur hybriden Bedrohung solcher Anlagen gehören Aufklärung, Sabotage, verbotener Nachrichtendienst und Cyberangriffe.


Brennpunkt Cybercrime


"Das Schadensausmass bei den Cyberdelikten ist enorm", brachte Oberstleutnant Markus Gisin als Abteilungschef der Kriminalpolizei einen zentralen Aspekt dieser Deliktsform auf den Punkt. Allein beim Online-Anlagebetrug verzeichnete die Kantonspolizei im vergangenen Jahr eine Schadenssumme von über 19 Millionen Franken und muss darüber hinaus von einer grossen Dunkelziffer ausgehen. Obwohl zahlenmässig überschaubar, haben auch Cyberangriffe auf KMU-Betriebe finanziell und betrieblich einschneidende Folgen. Die Anzahl angezeigter Cyberdelikte bewegte sich 2025 auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr.


Als weiteren kriminalpolizeilichen Brennpunkt führte Markus Gisin die Strukturkriminalität an. Kriminelle Strukturen finanzieren sich durch Gewinne aus illegalen Machenschaften und wachsen unkontrolliert. Geldwäscherei und illegale Investitionen schaden der Schweizer Wirtschaft, wobei die Schweiz mit ihrer geographischen Lage sowie ihrer Rolle als globaler Finanzplatz auch für ausländische kriminelle Organisationen attraktiv ist. Wie Fälle aus dem vergangenen Jahr zeigen, scheuen rivalisierende Gruppen nicht davor zurück, Gewalt als Mittel der Machtfestigung auch im öffentlichen Raum einzusetzen und damit Unbeteiligte zu gefährden.


Mehr Schwerverletzte auf Trendfahrzeugen


Elf Menschen, darunter ein zweijähriges Kind, verloren im vergangenen Jahr auf Aargauer Strassen ihr Leben. Die jeweiligen Unfälle in ihrer ganzen Tragik folgten keinem Phänomen, sondern wiesen individuelle Umstände auf. Wie die Zahl der Verkehrstoten nahm auch die Anzahl Schwerverletzter ab. Deutlich ist diese Abnahme bei den Verunfallten auf E-Bikes. Trotz dieser positiven Tendenz fällt auf, dass abermals mehr Personen bei Unfällen auf E-Trottinetts und E-Scootern – sogenannten Trendfahrzeugen – schwer verletzt wurden. Für eine ebenso problematische Entwicklung steht die erneut gestiegene Anzahl von Unfällen mit Motorrädern der Kategorie A1, die von 16- und 17-Jährigen gelenkt wurden. "Diese ungünstige Entwicklung gilt es im Auge zu behalten", betonte Major Heinz Meier, Abteilungschef der Mobilen Polizei.


Nächtliche Diebe weiterhin aktiv


Diebe, die nachts parkierte Autos durchsuchen und bei Gelegenheit auch in private Garagen oder Wohnhäuser einschleichen, waren auch im vergangenen Jahr überaus aktiv. Mit rund 900 Delikten liegt die Anzahl zwar unter jener der beiden Vorjahre, ist jedoch weiterhin deutlich höher als der langjährige Durchschnitt. Wie Hauptmann Matthias Schildknecht als Abteilungschef der Stationierten Polizei darlegte, gingen diese Straftaten auch 2025 mehrheitlich auf das Konto von jungen Männern aus Maghreb-Staaten.

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