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Bauzonen in der Schweiz immer dichter überbaut

Die Bauzonenfläche in der Schweiz ist in den letzten fünf Jahren nahezu stabil geblieben. Weil die Bevölkerung gleichzeitig gewachsen ist, beanspruchen die Einwohnerinnen und Einwohner immer weniger Fläche pro Person zum Wohnen und Arbeiten. Zu diesem Schluss kommt die neue Bauzonenstatistik des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE.


ARE

Symbolbild von Michael Gaida / pixabay.com


Zwischen 2017 und 2022 ist die Bauzonenfläche um lediglich ein Prozent auf rund 234 000 Hektaren gewachsen. Damit setzt sich ein Trend fort: Schon in den fünf Jahren bis 2017 wuchs die Fläche nur gering. Weil gleichzeitig die Bevölkerung gewachsen ist, wohnen und arbeiten heute die Menschen auf weniger Fläche pro Person als vor fünf Jahren. Durchschnittlich benötigt eine Einwohnerin oder ein Einwohner derzeit 282 m2 Bauzonenfläche, vor fünf Jahren waren es noch 291 m2 und vor zehn Jahren 309 m2. Neubauten werden heute grösser oder höher gebaut, um die Bauzonen stärker auszunutzen. Dies gilt sowohl für bereits überbaute als auch für neu überbaute Bauzonen.


Dass kaum mehr neue Bauzonen geschaffen wurden, ist zu einem grossen Teil auf die Raumplanung der Kantone zurückzuführen. Sie schreibt den Gemeinden vor, dass sie ihre Siedlungen nach innen entwickeln und verdichtet bauen müssen. Das legt das Raumplanungsgesetz (RPG) seit Mai 2014 fest.

Das geringe Wachstum der Bauzonenfläche in den vergangenen fünf Jahren hat vor allem methodische Gründe. Beispielsweise haben einige Kantone Flächen, die sie bisher nicht oder anders erfasst hatten, neu den Bauzonen zugeschlagen. Zugenommen haben auf diese Weise vor allem die sogenannten Verkehrsflächen, Räume also, die für Strassen oder Schienen vorgesehen sind. Wohn- und Arbeitszonen, die 91 Prozent der Bauzonenfläche ausmachen, sind hingegen nicht gewachsen.


Die Fläche der Stadt Bern überbaut

Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren innerhalb der Bauzonen rund 6000 Hektaren freies Land überbaut. Das ist etwas mehr als die Fläche der Stadt Bern. Noch gibt es aber beträchtliche Baulandreserven. Knapp die Hälfte der derzeit noch unüberbauten Bauzonen finden sich in städtischen, etwas mehr als ein Viertel in stadtnahen und ein Viertel in ländlichen Gemeinden.

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