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Zofinger Jahresrechnung 2022 schliesst mit über 10 Mio. Franken Gewinn

Der Zofinger Stadtrat darf wiederum einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren: Die Rechnung 2022 weist einen Gewinn von CHF 10,52 Mio. aus. Das Ergebnis ist damit um CHF 8,65 Mio. besser ausgefallen als budgetiert. Hauptgründe für dieses deutlich bessere Ergebnis sind höhere Steuererträge und tiefere Sozialhilfeausgaben, sowie die hohe Kostendisziplin. Begünstigt wurde dieses zudem von einmaligen Sonderfaktoren in der Höhe von CHF 2,41 Mio. Das Nettovermögen ist per Ende 2022 auf CHF 15,71 Mio. oder CHF 1'258 pro Einwohnerin respektive Einwohner angestiegen.

Symbolbild von Kurt Michel / pixelio.de


Bereits mit dem Steuerabschluss zeichnete sich ein sehr gutes Jahresergebnis ab: Das Jahr 2022 wird aus finanzieller Sicht als sehr erfolgreich in Erinnerung bleiben. Während die Steuererträge neue Rekordwerte erreichten, zeichnete sich die Aufwandseite nicht zum ersten Mal durch eine hohe Kosten- und Budgetdisziplin aus. Die Erfolgsrechnung 2022 der Einwohnergemeinde (ohne Spezialfinanzierungen) schliesst mit einem Gewinn von CHF 10,52 Mio. ab. Im Vergleich zum Budget ist dieser um CHF 8,65 Mio. höher ausgefallen.


Begünstigt wurde das Ergebnis durch nachträgliche Aktiensteuererträge aus Vorjahren im Umfang von CHF 2,10 Mio. sowie durch Buchgewinne aus der periodischen Neubewertung der Liegenschaften und dem Verkauf von Grundstücken von netto CHF 0,32 Mio. Ohne Berücksichtigung dieser Sonderfaktoren resultiert ein Gewinn von CHF 8,10 Mio. bzw. eine positive Budgetabweichung um CHF 6,24 Mio.


Hohe Steuererträge in sämtlichen Steuerarten

Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen ist der Ertrag im Vergleich zum Vorjahr um CHF 0,64 Mio. oder 1,87 % angestiegen. Dieser Anstieg ist umso bemerkenswerter, als dass per 1. Januar 2022 eine Revision des Steuergesetzes in Kraft getreten ist, mit welcher der Pauschalabzug für Versicherungsprämien um 50 % erhöht wurde, was erhebliche Steuerausfälle zur Folge hatte. Ebenfalls in dieser Höhe nicht erwartet wurden Nachträge von natürlicher Personen aus Vorjahren im Umfang von CHF 2,58 Mio. Im Zeitpunkt der Budgetierung wurde davon ausgegangen, dass diese wegen den in den Jahren 2020 und 2021 pandemiebedingt erlittenen Einkommenseinbussen deutlich geringer ausfallen würden.


Völlig entgegen den Erwartungen und den Ergebnissen der letzten Jahre haben die Steuererträge von juristischen Personen mit CHF 4,99 Mio. den zweithöchsten Wert innerhalb der letzten 15 Jahre erreicht. Darin enthalten sind die bereits erwähnten, voraussichtlich einmaligen Nachträge aus Vorjahren im Umfang von CHF 2,10 Mio.


Zudem haben sowohl überdurchschnittlich hohe Erbschafts- und Schenkungssteuern als auch Grundstückgewinnsteuern dazu geführt, dass die Steuererträge insgesamt um CHF 6,29 Mio. höher waren als budgetiert.

Deutlich geringere Sozialhilfeausgaben und hohe Kosten- und Budgetdisziplin

Dank tieferen Ausgaben und höheren Rückerstattungen haben sich die Nettoausgaben für Sozialhilfe im Vorjahresvergleich um fast 40 % oder um mehr als CHF 1 Mio. reduziert. Dank dem auch sonst hohen Kostenbewusstsein konnte der Nettoaufwand pro Einwohner, über den ganzen Finanzhaushalt der Einwohnergemeinde betrachtet, im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden.


Realisierungsgrad bei den Investitionen der Einwohnergemeinde von 77 %

Aus der Investitionsrechnung 2022 der Einwohnergemeinde resultieren Nettoinvestitionen von CHF 6,05 Mio. gegenüber budgetierten CHF 7,87 Mio. Einzelne geplante Projekte haben sich verzögert. Bei einer Selbstfinanzierung von CHF 14,30 Mio. ergibt sich ein Finanzierungsüberschuss von CHF 8,25 Mio. Das Nettovermögen erhöht sich dadurch per 31. Dezember 2022 auf CHF 15,71 Mio. oder CHF 1'258 pro Einwohnerin respektive Einwohner.


Turnaround der Spezialfinanzierung Seniorenzentrum geschafft

Nach einem happigen Verlust im Jahr 2021 hat das Seniorenzentrum im Jahr 2022 einen Gewinn von CHF 0,11 Mio. realisiert, welcher damit doppelt so hoch ist wie budgetiert. Basis für dieses positive Ergebnis war eine hohe Auslastung gepaart mit einem effizienten Ressourceneinsatz. Die Nettoschuld der Spezialfinanzierung hat sich um CHF 1,14 Mio. auf CHF 20,54 Mio. per Ende 2022 reduziert.


Abschlüsse der übrigen Spezialfinanzierungen

Die Erfolgsrechnung der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Verlust von CHF 0,27 Mio. ab. Aus der Investitionsrechnung resultieren Nettoeinnahmen von CHF 0,22 Mio. Das Nettovermögen ist auf CHF 2,92 Mio. angewachsen. Die Spezialfinanzierung Abfallwirtschaft weist einen Ertragsüberschuss von CHF 0,03 Mio. aus, womit das Vermögen auf CHF 1,52 Mio. angestiegen ist.


Die Erfolgsrechnung der Spezialfinanzierung Heilpädagogische Schule (HPS) schliesst mit einem Überschuss von CHF 0,50 Mio. positiv ab. Die Nettoschuld der HPS gegenüber der Einwohnergemeinde reduziert sich um CHF 0,95 Mio. und beträgt noch CHF 12,15 Mio. Die Erfolgsrechnung der Spezialfinanzierung Alterswohnungen schliesst mit einem Aufwandüberschuss von CHF 0,01 Mio. praktisch ausgeglichen ab. Die Schuld der Spezialfinanzierung Alterswohnungen beträgt per 31. Dezember 2022 noch CHF 10,12 Mio.


Finanzieller Handlungsspielraum bleibt gewahrt

Der Stadtrat zeigt sich erfreut über das seines Erachtens durchwegs ausgezeichnete Ergebnis. Die im Jahr 2022 erzielten Überschüsse sind im Hinblick auf den umfangreichen Investitionsplan der nächsten zehn Jahre sehr willkommen und sorgen dafür, dass diese Vorhaben zu einem grösseren Teil aus eigenen Mitteln finanziert werden können.


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