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Solothurner Spitäler AG: Fehlende Wertschätzung gegenüber dem Gesundheitspersonal?

Die Aufregung um die mangelhafte interne Kommunikation der Solothurner Spitäler AG ist aus Sicht der SP ein Zeichen der ungenügenden Wertschätzung für die Anstrengungen und Mühen, die alle Angestellten im Gesundheitsbereich in der Corona-Pandemie geleistet haben.


SP Kanton Solothurn

Grafik zVg.


Die Pflegekräfte, Ärzteschaft, Labormitarbeitende, das Reinigungspersonal und viele weitere standen an vorderster Front im Kampf gegen die Pandemie. Sie leisteten unter schwierigen Bedingungen ihren Einsatz zugunsten unserer Gesellschaft. Die Diskussion um eine ungenügende Belohnung dieser Anstrengungen zeigt, dass viele Teile des wirtschaftlichen und politischen Establishments keine Vorstellung darüber haben, wie wichtig die Gesundheitsberufe für unsere Gesellschaft sind. Die SP fordert,

  • dass jetzt der ausserordentliche Einsatz aller in der Gesundheitsbranche Beschäftigten öffentlich von der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat der soH gewürdigt wird.

  • dass das Sparen zu Lasten der Arbeitnehmenden beendet wird.

  • dass allen Beschäftigten der soH, die in der Pandemie im Einsatz standen, eine würdige Belohnung für den geleisteten Einsatz zugesprochen wird.

  • dass die Löhne in den Pflegeberufen dauerhaft erhöht werden, damit die Wichtigkeit dieser Berufe für unsere Gesellschaft bestätigt wird.

  • dass klar definiert wird, nach welchen Kriterien die soH plant, die Belohnung auszuzahlen und wer die Kosten dafür trägt.

Hardy Jäggi, Kantonsrat SP, Co-Parteipräsident «Wir müssen aufhören mit dieser «Pflästerlipolitik» im Gesundheitswesen. Die Löhne sind zu tief und zu viele Menschen steigen wegen schlechten Arbeitsbedingungen aus den Berufen aus! Die Gesundheitsberufe brauchen jetzt höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen! Der Spardruck im Gesundheitswesen muss aufhören und der Einsatz für unsere Bevölkerung muss viel mehr Wertschätzung erfahren!»


Luzia Stocker, Kantonsrätin SP, Präsidentin SOGEKO: «In einer solchen Krisensituation, wie wir sie mit der Corona-Pandemie erleben, sind Solidarität und Zusammenstehen wesentliche Gründe, dass die Krise gemeistert werden kann. Mit der Absicht, nur ausgewählte Mitarbeitende ohne transparente Kriterien zu begünstigen, untergräbt die Führung der soH diese wichtigen Werte. Aus meiner Sicht hat sich die Geschäftsleitung der soH sehr ungeschickt verhalten. Sie hat zwar wohlüberlegt gehandelt, aber ausser Acht gelassen, dass sie mit dieser Massnahme und dieser Kommunikation das Gegenteil bewirkt und einen Grossteil der Mitarbeitenden vor den Kopf stösst. Es wirkt, als ob die Wertschätzung gegenüber denjenigen, die vielleicht nicht so stark betroffen waren, aber genauso zur Bewältigung der Pandemie beigetragen haben, fehlen würde.»

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