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Solothurner Gemeinden haben Finanzen weitgehend im Griff

Die Jahresrechnungen der Solothurner Gemeinden schlossen im Jahr 2020 überwiegend positiv ab: 72 Prozent der 109 Einwohnergemeinden erzielten einen Ertragsüberschuss. Dies ist der jährlich erscheinenden Publikation «Finanzstatistik 2020 – Einwohnergemeinden» zu entnehmen.

Symbolbild von AnnaER / pixabay.com


Der Ertragsüberschuss nach Ergebnisverwendung belief sich über alle 109 Einwohnergemeinden auf insgesamt 28,3 Mio. Franken oder auf 102 Franken pro Einwohner und Einwohnerin (Vorjahr 129 Fr./Kopf). Gegenüber dem Vorjahr sind dies rund 7,4 Mio. Franken weniger Ertragsüberschuss. Dennoch schliessen 79 von 109 Solothurner Einwohnergemeinden ihre Jahresrechnung positiv ab. Dies ist auch eine Folge des hohen Steueraufkommens, welches sich mit 893 Mio. Franken auf ähnlich hohem Niveau bewegte wie im Vorjahr, wo 922 Mio. Franken zu verzeichnen waren.


Die Bereiche Bildung und Soziale Sicherheit machen bei den Gemeinden in der Nettobetrachtung seit jeher die grössten Anteile aus. Auch das Jahr 2020 machte diesbezüglich keine Ausnahme: Beide Bereiche zusammen belasten die Erfolgsrechnung der Gemeinden mit rund 70 Prozent. Der Nettoaufwand im Gesundheitsbereich fiel gegenüber dem Vorjahr um 23,1 Mio. Franken höher aus, auf der Einnahmeseite konnten 32 Mio. Franken weniger Steuereinnahmen als im Vorjahr generiert werden.


Weniger Investitionen als im Vorjahr

Die Nettoinvestitionen nehmen nach mehrjährigem Anstieg nun um 21,5 Mio. Franken gegenüber Vorjahr ab und umfassen im 2020 135,7 Mio. Franken. Diese Investitionstätigkeit spiegelt sich im Investitionsanteil, also dem Anteil der Investitionsausgaben am Gesamtaufwand, wider, welcher gegenüber dem Vorjahr auf 11,2 Prozent sinkt. Dies entspricht weiterhin einer eher moderaten Investitionstätigkeit der Einwohnergemeinden. Die Selbstfinanzierung von 129 Mio. Franken ist um 5 Mio. Franken im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Selbstfinanzierungsgrad, das Verhältnis der Selbstfinanzierung zu den Nettoinvestitionen, liegt mit 95,1 Prozent (Vorjahr 85,2 Prozent) weiter im akzeptablen Bereich. Das durchschnittliche Nettovermögen pro Einwohner und Einwohnerin beläuft sich im Jahr 2020 auf 346 Franken pro Kopf (Vorjahr: 364 Franken pro Kopf).


Der Ertragsüberschuss stärkt das frei verfügbare Eigenkapital, den Bilanzüberschuss, der sich auf insgesamt rund 577 Mio. Franken per Ende 2020 beläuft. Der Eigenkapitalanteil liegt bei einer Bilanzsumme von über 2,3 Mrd. Franken bei 53 Prozent. Das gesamte Eigenkapital hat gegenüber dem Vorjahr um rund 57 Mio. Franken zugenommen.

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