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Schwarzbubenland: Region nimmt neuen Anlauf für Korridor N18

  • Autorenbild: Redaktion soaktuell.ch
    Redaktion soaktuell.ch
  • vor 31 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Der Korridor N18 zwischen Basel, Schwarzbubenland und Delémont steht unter Druck: Obwohl er zentrale Wirtschafts- und Lebensräume verbindet, ist die Region Laufental–Thierstein–Delémont unzureichend erschlossen. Zudem priorisiert das ETH-Gutachten «Verkehr ’45» die vom ASTRA empfohlenen Verkehrsprojekte neu – und sorgt damit für Verunsicherung. Am 4. Mobilitätsforum des Komitee N18 in Laufen machten 180 Teilnehmende deutlich: Die Region braucht rasch spürbare Entlastung – und nimmt mit zwei Schreiben von Wirtschaft und Politik an Bundesrat Rösti neuen Anlauf.


Komitee N18 Basel-Jura


Nach einem Input von Jürg Röthlisberger, Direktor Bundesamt für Strassen ASTRA, diskutierte Martin Dätwyler am Podium mit Yves-Alain Fleury, Kantonsingenieur (JU), Christian Imark, Nationalrat (SO), Charles Juillard, Ständerat (JU), Isaac Reber, Regierungsrat (BL), Roger Schibler, Kantonsingenieur (SO) und Sandra Sollberger, Nationalrätin (BL). Foto zVg.
Nach einem Input von Jürg Röthlisberger, Direktor Bundesamt für Strassen ASTRA, diskutierte Martin Dätwyler am Podium mit Yves-Alain Fleury, Kantonsingenieur (JU), Christian Imark, Nationalrat (SO), Charles Juillard, Ständerat (JU), Isaac Reber, Regierungsrat (BL), Roger Schibler, Kantonsingenieur (SO) und Sandra Sollberger, Nationalrätin (BL). Foto zVg.

Der Korridor N18 zwischen Basel und Delémont verbindet wichtige Wirtschafts- und Lebensräume. Doch das Laufental, der Bezirk Thierstein und die Agglomeration Delémont sind unzureichend erschlossen. Wie gross der Leidensdruck, aber auch der Rückhalt aus der Bevölkerung ist, machten 180 Teilnehmende am Mobilitätsforum des Komitee N18 in Laufen deutlich. Darüber hinaus priorisiert das ETH-Gutachten «Verkehr ’45» die vom ASTRA in einer Korridorstudie empfohlenen Verkehrsprojekte neu. «Aus unserer Sicht ist es enttäuschend, dass der Bericht von Prof. Weidmann nicht die Einschätzungen der breit abgestützten und nach modernster Methodik ausgearbeiteten Korridorstudie N18 teilt», so Martin Dätwyler, Vorsitzender Komitee N18 Basel-Jura. Während das ASTRA die vertiefte Prüfung der Umfahrung Delémont und der Umfahrung Laufen-Zwingen sowie Projekte für die Zentrumsentlastung Laufen und den Muggenbergtunnel empfohlen hatte, schlägt das ETH-Gutachten eine deutlich zurückhaltendere Umsetzung vor.


Korridor rasch ausbauen, Leidensdruck senken


«Die Region war auf einem guten Weg», so Martin Dätwyler, Vorsitzender Komitee N18 Basel-Jura. Doch das Nein zur Autobahnabstimmung und die Mehrkosten im Bahnausbau haben die Verkehrspolitik der gesamten Schweiz ausgebremst – und damit auch die Weiterentwicklung der Region. «Die Menschen und die Unternehmen der Region brauchen rasch wirksame Entlastung. Um den grossen Handlungsbedarf zu unterstreichen und endlich die Ortszentren spürbar zu entlasten sowie die Verkehrssicherheit zu erhöhen, nehmen wir mit zwei Schreiben an Bundesrat Rösti neuen Anlauf – eines aus Sicht der regionalen Wirtschaft, eines von nationalen Parlamentarierinnen und Parlamentariern.»


Darin fordert die Region:


  1. Den Realisierungskredit für den Muggenbergtunnel in der Botschaft 2027 sprechen.

  2. Die Projektierungsarbeiten für die Zentrumsentlastung Laufen sowie für die Umfahrung Laufen–Zwingen unverzüglich finanzieren.

  3. Die offenen Fragen bei der Umfahrung Delémont rasch klären und die Projektierung starten.

  4. Die Lücken im Fuss- und Veloverkehr konsequent schliessen.

Halbstundentakt und Buskonzept bringen erste Verbesserungen


Neben Entlastungs-Projekten entlang der Nationalstrasse N18, die als wichtige Verkehrsachse den Grossraum Basel mit dem Arc lémanique verbindet und Regionen wie das Laufental und Delémont ans Hochleistungsstrassennetz anschliesst, sind auch Verbesserungen im ÖV und im Langsamverkehr entscheidend. Erste Schritte sind gemacht: Seit Dezember 2025 sorgen der neue Halbstundentakt Basel–Biel und ein angepasstes Buskonzept für Verbesserungen. Eine erste Bilanz am Forum zeigt: Das Angebot wird gut genutzt und bringt erste Entlastung. «Damit das Laufental als Wohn- und Arbeitsraum attraktiv bleibt, braucht es jedoch deutlich mehr. Wir setzen uns weiterhin gemeinsam dafür ein, dass die Region Laufental–Thierstein–Jura Schritt für Schritt besser erschlossen wird», betont Dätwyler abschliessend.


Komitee N18 Basel-Jura


Das Komitee N18 setzt sich für den Ausbau des Korridors N18 via Schiene, ÖV, Velo und Strasse ein. Dazu zählt eine nachhaltige, zeitnahe Beseitigung der bestehenden Engpässe am Angenstein, bei der Ortsdurchfahrt Laufen und Zwingen sowie bei der Durchfahrt Delémont über den STEP Ausbauschritt 2027 des Bundes ein.


Im breit abgestützten Komitee engagieren sich Wirtschafts- und Verkehrsverbände und Gemeinden sowie National-, Land-, Gross- und Kantonsräte aus Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura und Solothurn gemeinsam für dieses Ziel.


Weitere Infos zum Komitee N18 Basel-Jura:

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