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Riskante Pillen zum Muskelaufbau auf TikTok

Auf TikTok werden immer öfter Videos zu fragwürdigen Substanzen zum Muskelaufbau beworben, wie eine Studie des Center for Countering Digital Hate (CCDH) zeigt. Allein in den USA sind damit bereits über 587 Mio. Views erreicht worden. Die Clips stammen vor allem von Personen unter 24 Jahren. Laut Schätzungen entspricht das 13 Views für jeden 18- bis 24-Jährigen. Die Richtlinien von TikTok verbieten die Bewerbung und den Verkauf derartiger Medikamente zwar. Das CCDH konnte jedoch nachweisen, dass Influencer, die Websites promoten, die diese möglicherweise illegalen Medikamente verkaufen, bereits 1,8 Mio. Follower erreicht haben.


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Symbolbild von Norbert Buduczki / unsplash.com


AAS und SARM im Fokus

"TikTok ist wahrscheinlich für die Bewerbung derartiger Substanzen von entscheidender Bedeutung. Wir gehen davon aus, dass die Websites, die Steroid-ähnliche Medikamente verkaufen, durch TikTok-Influencer 540 Mal so viele Follower erreichen", so CCDH-CEO Imran Ahmed. Die Studie habe drei Klassen dieser Medikamente untersucht: anabole androgene Steroide (AAS), Peptide und selektive Androgenrezeptor-Modulatoren (SARM).


Alle diese Substanzen verfügen über signifikante Gesundheitsrisiken. AAS und SARMs sind am bedeutendsten. Sie können zu Bluthochdruck und Herzinfarkten führen. AAS dürfen in den USA laut Gesetz nicht ohne eine Verschreibung abgegeben werden. Peptide und SARMs dürfen nicht verkauft werden, da sie für den Einsatz beim Menschen nicht zugelassen sind, heißt es.


Marketing mit Influencern

Die von CCDH identifizierten TikTok-Videos scheinen Teenager dazu zu ermutigen, mit der Einnahme zu beginnen und den Eltern zu sagen, dass es sich dabei nur um Vitamine handelt. Manche der Videos würden große Mengen von Steroiden mit der Bildunterschrift "Risk it" zeigen. Ahmed zufolge konnten 13 Websites aufgespürt werden, die das Gesetz zu umgehen versuchen, indem sie die Mittel als "Research Chemicals" bezeichnen und warnen, dass sie nicht für die Einnahme geeignet seien.

Beworben werden diese Medikamente laut CCDH-Studie allerdings mit Videos, in denen muskulöse Körper zu sehen sind. Wie bei vielen Arten von Online-Handel vermarkten die Websites diese Produkte auch nicht direkt an die Jugendlichen. Sie haben längst erkannt, dass es viel wirksamer ist, Influencer dafür zu bezahlen, dass sie diesen Job übernehmen. Dabei spiele es auch kaum eine Rolle, dass ihnen dafür Vermittlungsgebühren von bis zu 30 Prozent angeboten werden müssen.

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