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Pionierversuch in Baden: Kaltluftkorridore für besseren Schlaf?

Das Stadtforstamt der Ortsbürgergemeinde Baden hat oberhalb des Alterszentrums Kehl Kaltluftkorridore angelegt. Kantonale Klimaanalysekarten zeigen: In heissen Sommernächten fliesst kalte Waldluft von bewaldeten Kuppen in die aufgeheizten Siedlungen. Lassen sich diese Kaltluftströme gezielt auf Gebäude lenken? In einer zweijährigen Messphase wird geprüft, ob sich ein signifikanter Effekt erzielen lässt.

Stadt Baden

Screenshot von Google Maps


Auch in der Region Baden spürt man die zunehmend heissen und trockenen Sommer, die nachts den Schlaf rauben. Das Stadtforstamt möchte mit Kühlluftkorridoren Abhilfe schaffen.


Stadtoberförster Georg von Graefe ist vom Projekt «Kühlwald» überzeugt und meint: «Es wäre eine weitere grossartige Waldleistung zu Gunsten des Menschen, wenn sich nächtliche Kaltluftströme im Wald gezielt lenken liessen. Die Bewohnerinnen und Bewohner in den Siedlungen im Kehl in unmittelbarer Waldrandnähe würden erholsamer schlafen. Wir sind gespannt.»

Diese Kaltluftkorridore im Kehlwald hat das Stadtforstamt im Rahmen einer normalen Holznutzung geschaffen. Sie sind zwischen 30 bis 100m lang und 20 bis 30m breit. Nun soll untersucht werden, ob diese Kaltluftströme in die Siedlungen gelenkt werden können, um der Bevölkerung Kühlung zu verschaffen. Für Florian Immer wäre das eine grosse Erleichterung für die Kehl-Bewohnenden. «Gerade ältere Menschen leiden ganz besonders unter permanent hohen Temperaturen in der Nacht.» 22 Temperatur­sensoren im Wald und in der Siedlung überwachen das Projekt und messen während zwei Jahren die Veränderungen vor und nach dem Holzschlag.

Am unteren Ende eines Kaltluftkorridors steht eine Kaltluftbank, die vom Badener Möbeldesigner Willi Glaeser entworfen wurde: «Das Projekt hat mich von Anfang an fasziniert. Ich habe eine tiefe Beziehung zum Wald. So hat es mir viel Freude bereitet, eine Bank zu entwerfen, die Funktionalität und Design verbindet». Die Bevölkerung ist eingeladen, ihre Beobachtungen zur nächtlich kühlenden Luft mit dem Stadtforstamt zu teilen. Eines ist auf jeden Fall jetzt schon klar: «Das Projekt «Kühle Waldluft für einen erholsamen Schlaf» hat Pioniercharakter!» freut sich Stadtammann Markus Schneider.


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