top of page
  • Bluesky
  • Pinterest
soaktuell-logo-quer.png

Play Radio soaktuell.ch

NEU! Radio soaktuell.ch
Hören Sie das Begleitradio von soaktuell.ch für Aargau, Solothurn und die Schweiz. Mit Happy-Music, aktuellen Hit-Mixes und Oldies der 80er und 90er. Die Region im Ohr, die News im Auge. Zum Starten oben auf den Player klicken.

14-06-37-183_512.gif

Unsere "Elite 8-Sponsoren"  mit Branchenexklusivität.
>> jetzt Sponsor werden

Leistungsfähigster kommerzieller AI-Supercomputer der Schweiz in Betrieb

  • Autorenbild: Redaktion soaktuell.ch
    Redaktion soaktuell.ch
  • vor 1 Stunde
  • 3 Min. Lesezeit

Auf dem Innovationscampus uptownBasel in Arlesheim (BL) wird ein strategischer Meilenstein für den Wirtschaftsstandort Schweiz erreicht: Der Betreiber PHOENIQS, der Innovationscampus uptownBasel und der Arealentwickler Fankhauser haben gestern gemeinsam den leistungsfähigsten kommerziellen AI-Supercomputer des Landes offiziell in Betrieb genommen. Die neue Infrastruktur ermöglicht Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen den Betrieb anspruchsvoller AI-Anwendungen unter Schweizer Jurisdiktion – mit voller Kontrolle über Daten, Modelle und Workloads.


PHOENIQS / uptownBasel Group / Fankhauser Arealentwicklungen


AI-Supercomputer von PHOENIQS in uptownBasel in Arlesheim (BL). Anwendungsbereiche: Pharmaforschung, hochentwickelte Robotik, Optimierung von Produktionsprozessen, Digital Twins sowie Predictive Maintenance. Foto: PHOENIQS
AI-Supercomputer von PHOENIQS in uptownBasel in Arlesheim (BL). Anwendungsbereiche: Pharmaforschung, hochentwickelte Robotik, Optimierung von Produktionsprozessen, Digital Twins sowie Predictive Maintenance. Foto: PHOENIQS

Mit dem rasanten Wachstum künstlicher Intelligenz steigt der Bedarf an leistungsfähigen, sicheren Infrastrukturen stark an. Viele globale AI-Plattformen wurden primär für internationale Skalierung konzipiert. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen stellt sich deshalb immer stärker die Frage, wo Daten verarbeitet werden, welchem Recht sie unterstehen und wie sich sensible AI-Anwendungen langfristig kontrolliert betreiben lassen.


Der neue AI-Supercomputer in Arlesheim schliesst diese Lücke gezielt: Er ermöglicht es, komplexe AI-Modelle, datenintensive Workloads und produktive AI-Anwendungen lokal zu betreiben – ohne Abhängigkeit von ausländischen Hyperscalern und ohne Datenabflüsse ins Ausland. Sicher ist sicher.


Kommerzielle Spitzenleistung und digitale Autonomie


Betrieben von PHOENIQS und entwickelt auf Basis modernster Technologien zusammen mit NVIDIA, IBM und Dell, bietet das System Unternehmen und Institutionen Zugang zu Hochleistungsrechenkapazitäten, die bislang oftmals nur über internationale Hyperscaler verfügbar waren. Mit aktuell 192 NVIDIA H100 GPUs zählt die Infrastruktur zu den leistungsfähigsten kommerziell verfügbaren AI-Systemen der Schweiz. Gegenüber vielen heute eingesetzten AI-Infrastrukturen bietet das System damit eine bis zu zehnfach höhere Rechenleistung.


«Mit unserer AI-Infrastruktur schaffen wir die Grundlage, damit Unternehmen und öffentliche Institutionen leistungsfähige AI-Anwendungen in der Schweiz entwickeln und betreiben können – unter Einhaltung höchster Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität», erklärt Thomas Taroni, Gründer und Executive Chairman von PHOENIQS.


Ein wichtiger Treiber für den Marktzugang ist die exklusive Partnerschaft mit Sunrise. Sie verbindet die AI-Infrastruktur-Kompetenz von PHOENIQS mit dem B2B-Netzwerk des Schweizer Telekommunikationsunternehmens. Damit erhalten Unternehmen Zugang zu AI-Lösungen, die in der Schweiz entwickelt, gehostet und betrieben werden.


uptownBasel als Standort für die nächste Industriegeneration


Mit der Inbetriebnahme des AI-Supercomputers wächst uptownBasel als Innovationscampus für Technologien, die die Industrie von morgen prägen. In Arlesheim, rund zehn Minuten von Basel entfernt, entsteht ein Ökosystem, das Quantum Computing, künstliche Intelligenz, Industrie, Energie, Cybersecurity, Cloud-Infrastruktur, Life Sciences, Start-ups und Venture Capital an einem Ort zusammenbringt.


«uptownBasel schafft den Raum und die Infrastruktur für Technologien, die morgen entscheidend sein werden. Mit dem AI-Supercomputer entsteht ein weiterer zentraler Baustein unseres Innovationsökosystems – und ein starkes Signal für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Schweiz», betont Bardo Magel, CEO der uptownBasel Group.


Der AI-Supercomputer ergänzt den bereits auf dem Campus aktiven ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer der Schweiz. Während der Quantencomputer auf hochspezialisierte Optimierungs- und Simulationsaufgaben ausgerichtet ist, adressiert der AI-Supercomputer die stark wachsende industrielle Nachfrage nach skalierbaren AI-Modellen und produktiven Anwendungen.


Heute umfasst uptownBasel 18 Unternehmen mit rund 400 Arbeitsplätzen auf einem Areal von 75'000 Quadratmetern. Drei Gebäude sind in Betrieb. In den kommenden Jahren wird der Campus weiter wachsen: Bis 2027 sind mehr als 21 Unternehmen und rund 1'100 Arbeitsplätze vorgesehen, bis 2030+ sollen 50 bis 100 Unternehmen und rund 2'500 Arbeitsplätze auf dem Areal entstehen.


Schweizweit einzigartige nachhaltige AI-Infrastruktur


Dass Hochleistungsrechnen und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können, beweist das bauliche und energetische Konzept von uptownBasel: «Hochleistungs-AI braucht mehr als Rechenleistung. Sie braucht Orte, die dafür gebaut sind. Mit uptownBasel haben wir genau einen solchen Ort geschaffen: ein Areal, das Energie, Kühlung, digitale Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung zu einem funktionierenden Gesamtsystem verbindet», betont der Architekt und Arealentwickler Hans-Jörg Fankhauser f-web.ch.


Der Supercomputer als Teil des Energiesystems


Der Rechner ist Teil des Gesamtsystems aus stabiler Stromversorgung, effizienter Kühlung, Netzstabilität, Sicherheit und Betriebstechnik. Die Stromversorgung erfolgt über Swissgrid und Primeo Netz. Für den AI-Betrieb stehen rund drei Megawatt Leistung bereit. Ergänzt wird das System durch Batteriespeicher zur Glättung von Lastspitzen, thermische Pufferspeicher und eine zusätzliche Notstromversorgung auf Basis von Bio-Diesel.


Für die Kühlung kommt ein geschlossenes, wassergekühltes System zum Einsatz. Die Wärme wird direkt auf Rack-Ebene abgeführt, bevor sie sich im Raum ausbreiten kann. Die AI-Racks erzeugen im Betrieb Abwärme von rund 50 Grad Celsius. Diese Energie wird in Warmwasser umgewandelt, zur Beheizung des Areals genutzt und in den regionalen Wärmeverbund von Primeo Wärme eingespeist.

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page