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Kernkraftwerke Leibstadt und Gösgen: Betrieb bis 80 Jahre möglich

  • Autorenbild: Bundesrat
    Bundesrat
  • vor 3 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Der Bundesrat kommt zum Schluss, dass ein 80-jähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich wäre.


Kernkraftwerk Gösgen könnte 80 Jahre laufen. Bild soaktuell.ch
Kernkraftwerk Gösgen könnte 80 Jahre laufen. Bild soaktuell.ch

Der Bericht in Erfüllung des Postulates 23.4152 von Ständerat Thierry Burkart (FDP/AG) untersucht den Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt während einer möglichen Betriebsdauer von bis zu 80 Jahren. Zugleich wird geprüft, inwiefern der Neubau von Kernkraftwerken in der Schweiz die Stromversorgungssicherheit im Winter verbessern könnte. Dies für den Fall, dass der Ausbau anderer emissionsarmer Energielieferanten nicht rasch genug voranschreitet.


Eine Aktennotiz des Bundesamts für Energie (BFE) bestätigte bereits im Jahr 2024 die technische und wirtschaftliche Machbarkeit des Langzeitbetriebs der Schweizer Kernkraftwerke bis zu 60 Jahren. Deshalb wird im Bericht in Erfüllung des Postulates in erster Linie auf eine Betriebsdauer von über 60 Jahren hinaus eingegangen. Der Bundesrat kommt zum Schluss, dass auch ein 80-jähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich wäre. Eine finanzielle Förderung des Langzeitbetriebs erachtet die Landesregierung derzeit als nicht notwendig.


Laut Bericht dürften sich die für den Langzeitbetrieb erforderlichen Investitionen für technische Nachrüstungen beim Langzeitbetrieb unter realistischen Annahmen zur Strompreisentwicklung und der Kosten voraussichtlich wirtschaftlich lohnen. Nicht-wirtschaftliche Risiken ergeben sich aus politischen und regulatorischen Unsicherheiten, beispielsweise durch eine mögliche vorzeitige Stilllegung oder verschärfte Sicherheitsanforderungen. Stabile regulatorische Rahmenbedingungen sind daher von zentraler Bedeutung. Die Betreiber betonen zudem, dass der Erhalt von Fachwissen und -kompetenzen eine Herausforderung darstellt, insbesondere für den Langzeitbetrieb von Kernkraftwerken.


Der Bericht hält fest, dass der Weiterbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke zusammen mit einem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien die Importabhängigkeit im Winter reduzieren und die Versorgungssicherheit deutlich verbessern kann. Eine vertiefte Beurteilung dieser Fragestellungen wird im Rahmen der Energieperspektiven 2060 erfolgen.

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