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Kanton Aargau: Zunahme der Diebstähle aus Fahrzeugen um 126 Prozent - in einem Jahr.

Im letzten Jahr wurde im Aargau wiederum eine Zunahme der Anzahl Straftaten verzeichnet. Diese ist sowohl auf Delikte gegen das Vermögen wie auch auf die digitale Kriminalität zurückzuführen.


Kapo AG / Corina Winkler


Archivbild der Polizei


Die Anzahl der registrierten Straftaten (2023: 33'647) ist im vergangenen Jahr um rund 4 % gestiegen (Vorjahr: 32'212). Die Aufklärungsquote der Gesamtdelikte entsprach mit 44.8 % (Vorjahr: 44.6 %) dem Vorjahreswert.


Hassdelikte erstmals erfasst

Im Jahr 2022 führte die Kantonspolizei verschiedene Massnahmen zur Bekämpfung sogenannter Hate-Crime-Delikte ein. Nebst dem regelmässigen Austausch mit Interessengruppen, Präventionsmassnahmen und der Weiterbildung der Mitarbeitenden zur Erkennung von Hassdelikten und der Bearbeitung derselben erfasst die Kantonspolizei seit 2023 über das Einsatzleitsystem Hate-Crime-Delikte. Damit wird eine Grundlage geschaffen, die auch eine Beobachtung der Entwicklung ermöglicht. Im ersten Jahr wurden 22 Delikte registriert, wovon 2 einen Bezug zur sexuellen Orientierung aufweisen. Die übrigen erfassten Delikte bezogen sich auf Rasse und Religionszugehörigkeit.


Einbruchszahlen steigen

Die im Jahr 2023 ausgewiesenen Einbruchszahlen (2023: 1'705) haben faktisch entgegen des statistischen Trends zugenommen, da rund 13-15 % der im Jahr 2022 erfassten Zahlen (2022: 1'953) das Jahr 2021 betroffen hatten. Ein Schwerpunkt im Bereich der Vermögensdelikte zeigte sich bei Diebstählen aus/ab Fahrzeugen. Im Jahr 2022 konnte ein solches Delikt rund alle 14 Stunden registriert werden, im Jahr 2023 erging eine entsprechende Meldung bereits alle 6 Stunden. Die Zunahme beträgt rund 126 %.


Kriminalität im digitalen Raum

Auch im Jahr 2023 steigt die Zahl der Straftaten im digitalen Raum weiter an. Mit 3'376 Delikten wurde ein neuer Höchststand erreicht (Vorjahr: 3'025). Rund 35.5 % der Delikte konnten aufgeklärt werden (2022: 40.3 %).


Konstante Aufklärungsquote bei Gewaltstraftaten

Erneut konnten alle Tötungsdelikte (2023: 19; 2022: 15) geklärt werden. Auch bei den leicht zunehmenden Gewaltstraftaten und Raubdelikten wurden hohe Aufklärungsquoten (Gewaltstraftaten: 88.4 %, Raub: 52.7 %) verzeichnet.


Die Zahl registrierter sexueller Handlungen mit Kindern war rückläufig (2023: 57; 2022: 88). Die Aufklärungsquote von Delikten gegen die sexuelle Integrität konnte auf 90.3 % gesteigert werden.


Hohe Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle

Die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle betrug 2'600 (Vorjahr: 2'666), wobei die Zahl der Unfälle ausserorts angestiegen ist. Es wurden 1'387 Personen (Vorjahr: 1'366) verletzt, 239 davon schwer (Vorjahr: 227). Die Zahl der Verkehrstoten ist mit 10 im Vergleich zu den Vorjahren (2022: 22) wieder gesunken. Die unterschiedlichen Unfallursachen bei den tödlichen Verkehrsunfällen erschweren generelle Handlungsansätze. Hauptunfallursachen sind bei den übrigen Unfällen dieselben wie im Vorjahr: Missachtung Vortrittsrecht, Nichtanpassen der Geschwindigkeit, Unaufmerksamkeit und Ablenkung sowie Fahren unter Alkoholeinfluss.


Kantonale Notrufzentrale – für Sie da zu jeder Tages- und Nachtzeit

Pro Tag erreichen rund 455 Notrufe die Mitarbeitenden der Kantonalen Notrufzentrale über die Nummern 112 und 117. Im Jahr 2023 wurde jedoch ein massiver Anstieg der Notrufe (2023: 166'408; 2022 137'769) registriert. Dieser Anstieg ist unter anderem auf sogenannte "Pocket Dial" zurückzuführen.


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