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Grenchen: Rodania eröffnete neues Wohnhaus "Delphin"

Am vergangenen Samstag, 30. April 2022 eröffnete die rodania, Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen, das neue Wohnhaus Delphin an der Güterstrasse in Grenchen. Was vor fast 2 Jahren mit dem Spatenstich begann, fand nun im Rahmen der offiziellen Eröffnung einen würdevollen und freudigen Abschluss.


Rodania, Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen

Die begleiteten Menschen der Wohngruppe Delphin eröffneten zusammen mit Stiftungsratspräsident Ronnie Dürrenmatt und Gesamtleiter Urs Trösch den Neubau und somit ihr neues Zuhause. (Bild zVg.)


Das Wetter meinte es gut mit den geladenen Gästen. Um 9 Uhr fanden sich die mehr als 100 Personen aus Politik, Institutionen, Firmen, Angehörige und der rodania bei schönstem Frühlingswetter vor dem neuen Wohnhaus zum Begrüssungskaffee ein, bevor der Moderator, Joel Grolimund, zum offiziellen «Banddurchschneiden» einlud. Die begleiteten Menschen der Wohngruppe Delphin eröffneten zusammen mit Stiftungsratspräsident Ronnie Dürrenmatt und Gesamtleiter Urs Trösch den Neubau und somit ihr neues Zuhause. Für die offiziellen Reden begab sich die Gesellschaft in die Tiefgarage, wo ein schön dekorierter Raum auf die Gäste wartete.


Der Auftakt wurde von Frau Regierungsrätin Susanne Schaffner gemacht, welche Grussworte der Solothurner Regierung überbrachte. Weiter ging sie in ihrer Eröffnungsrede auf das neue «Leitbild Behinderung» des Kantons Solothurn ein. Dieses wurde letztes Jahr verabschiedet und sie betonte, wie wichtig die Selbstbestimmung für Menschen mit einer Beeinträchtigung sei. Der Kanton Solothurn begrüsse es sehr, dass die rodania alles aus einer Hand anbieten könne und mit dieser Wohnform einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention leiste.


Im Anschluss wurden der Stiftungsratspräsident Ronnie Dürrenmatt, der Gesamtleiter Urs Trösch und der Architekt Daniel Zumbach zum Interview gebeten. Joel Grolimund stellte den drei Herren Fragen zum Gesamtprojekt. Der Stiftungsratspräsident erzählte wie gross die Erleichterung ist, diesen Neubau eröffnen zu können und dankte gleichzeitig den Spendern. Auch dank ihnen war es möglich, dieses Haus bauen zu können, welche den Bewohnerinnen und Bewohnern einerseits ein Leben mit mehr Selbständigkeit ermöglicht und andererseits können sie so auch mehr Eigenverantwortung wahrnehmen.


Auch der Gesamtleiter Urs Trösch wies darauf hin, wie wichtig der Inklusionsgedanke ist, durch Teilhabe, Partizipation und Inklusion. Bereits vor Inkrafttreten des neuen Erwachsenenschutzrechts und der UNBRK in der Schweiz setzte sich die rodania in ihrer täglichen Arbeit für die Gleichstellung in der Gesellschaft von Menschen mit einer Beeinträchtigung ein. Mit dem neuen Wohnhaus hat die rodania diesbezüglich ein starkes Zeichen gesetzt. Somit ist die Vorfreude auf den Einzug Ende Mai natürlich riesengross.


Auskunft zum Bau gab der Architekt Daniel Zumbach und erklärte, was an den Wohnungen speziell ist. Die neuen Wohnräume sind auf die Bedürfnisse der begleiteten Menschen eingerichtet und bieten eine hohe Wohnqualität. Nebst den Wohnungen befindet sich im Neubau neu auch die Verwaltung, welche für die wachsende Institution dort dann genügend Platz hat. Daniel Zumbach betonte, dass es sicherlich nicht einfach war in Corona-Zeiten einen Neubau zu erstellen, schlussendlich ist man aber stolz, so was Tolles geschaffen zu haben.


Grüsse der Stadt Grenchen überbrachte der Stadtpräsident François Scheidegger. Er betonte in seiner Rede, die Wichtigkeit der Stiftung auf dem Platz Grenchen und zeigte die Entwicklung der rodania in den vergangenen fast 40 Jahren auf. Abschliessend hielt der Stadtpräsident fest, dass Grenchen zur rodania und die rodania zu Grenchen gehöre.


Und dann war es soweit! Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden zum Interview gebeten. Sie erzählten, wie sehr sie sich auf die neue Wohnform in kleineren Einheiten freuen, dass bereits viele Kisten gepackt sind und dass das Plüschtier von Chrigi Briggen noch nicht sicher ist, ob es auch in die neue Wohnung einziehen will. Danach wurden dem Leiter der Wohngruppe, Martin Egli und allen Bewohnerinnen und Bewohnern ein symbolischer Hausschlüssel durch den Gesamtleiter und den Stiftungsratspräsidenten übergeben.


Nach dem offiziellen Teil war es an der Zeit, das neue Haus zu besichtigen. Die Mitarbeitenden der Wohngruppe Delphin führten die Gruppen in die verschiedenen Stockwerke und zeigten den Gästen die Wohnungen und die Vorzüge der neuen Wohnform.

Bei einem anschliessenden Apéro riche auf dem Vorplatz des neuen Hauses fand die offizielle Eröffnung einen schönen und grossartigen Abschluss. Nun dauert es nicht mehr allzu lange, bis die gepackten Koffer in den neuen Wohnungen eingeräumt werden können.


Zur rodania Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen

Die rodania Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen (ssbg) begleitet und betreut seit fast 40 Jahren Erwachsene mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung bis ins hohe Alter. Das Begleitungskonzept ist darauf ausgerichtet, den begleiteten Menschen eine individuelle Lebensqualität in den verschiedenen Lebensphasen zu bieten. Heute ist die rodania Zuhause für rund 90 Menschen mit besonderem Begleitungsbedarf. Sie wohnen in insgesamt sieben Wohngruppen sowie zwei Aussenwohngruppen. In der Tagesstätte der rodania erhalten die begleiteten Menschen ein breites, individuelles Beschäftigungsangebot.

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