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Grenchen: Dramatische Hilferufe des Gewerbes

Ein Schreiben der Wirtschaftsförderin der Stadt Grenchen an den Stadtpräsidenten schlägt Alarm. Ein Grossteil der Gewerbetreibenden soll ums nackte Überleben kämpfen, schreibt sie. Wir publizieren hier den Brief im vollen Wortlaut: Ein Hilferuf.

Image by Hebi B. from Pixabay


Sehr geehrter Herr Stadtpräsident


Ich nehme Bezug auf Ihren Auftrag zur Evaluierung der momentanen Lage für die Gewerbetreibenden sowie Betroffenen der Härtefallmassnahmen in Grenchen. Gerne unterbreite ich Ihnen den momentanen Lagebericht wie folgt:


Aktuelle Situation

Seit einigen Tagen ist unsere Härtefall Hotline aufgeschaltet, des Weiteren kontaktiere ich zusammen mit Mike Brotschi (Standortförderung) proaktiv unsere Gewerbetreibenden in Grenchen. Das Ziel ist am Puls der Dinge zu sein und von den Betroffenen aus erster Hand zu erfahren, wie sie mit der Krise umgehen. Wir waren bis anhin mit rund 20 Betrieben in Kontakt.


Die Hotline wird sehr geschätzt. Für die Betroffenen ist es teilweise schwierig, den Überblick über die geltenden Regelungen zu behalten und die notwendigen Dokumente zu finden.


Zusammengefasst kann man jetzt schon sagen, die Situation ist für die meisten dramatisch und ein Grossteil kämpft ums nackte Überleben. Was zusätzlich für grosse Verärgerung sorgt, sind die willkürlichen Kontrollbesuche beim Gewerbe von den kantonalen Behörden. Ohne jeglichen roten Faden werden Bedingungen an die arg gebeutelten Betriebe gestellt, die keiner mehr nachvollziehen kann. Man hat fast das Gefühl, die ‘Kleinen’ werden damit noch zusätzlich schikaniert. Gepaart mit einem Sammelsurium von unübersichtlichen Massnahmen und dem Inselverhalten des Kantons Solothurn, hinterlässt dies nur noch Unverständnis und Verzweiflung.


Des Weiteren können die Grossverteiler einen Teil ihres Non-Food-Sortiments weiterhin verkaufen, was wiederum unseren Detailhändlern verboten wird. Hier wird offensichtlich mit unterschiedlichen Ellen gemessen und die Grossen werden gegenüber den Kleinen bevorteilt.


Forderung

Wir brauchen nun dringendst klare Rahmenbedingungen und ein einheitliches, koordiniertes Vorgehen. Die Behörden müssen sicherstellen, dass ihre Leute einheitlich instruiert werden und die gleiche Sprache sprechen. In Krisen wie solchen müssen die Behörden und Exponenten aus Wirtschaft und Gewerbe zusammenhalten und sich nicht gegenseitig das Leben noch schwerer machen.


Eine Aufhebung des Inselverhaltens und Ausweitung der Härtefallmassnahmen wurde ja bereits vom Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverband in einem offenen Brief gefordert und ausführlich erläutert.


Freundliche Grüsse

Susanne Sahli

Wirtschaftsförderin Stadt Grenchen

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