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Aargauer Regierungsrat Dieter Egli macht polizeilichen Rückblick auf 2021

In einer digitalen Medienkonferenz blickten der Aargauer Polizeidirektor Dieter Egli und die oberste Führung der Kantonspolizei Aargau heute auf das vergangene Jahr zurück.

Regierungsrat Dieter Egli (Foto: Donovan Wyrsch)


Der Polizeidirektor Dieter Egli dankte der Kantonspolizei Aargau für ihren Einsatz – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemielage. "Die Polizei hat in dieser Zeit eine zentrale Rolle. Sie gewährleistet Stabilität und Sicherheit und sorgt dafür, dass der Rechtsstaat durchgesetzt wird." Es sei erfreulich, dass der Grosse Rat dem gemessen an der Einwohnerzahl schweizweit kleinsten Korps im letzten Jahr erneut Stellen gesprochen habe. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei sei weiterhin gross, dies zeige auch die aktuelle Sicherheitsstudie der ETH und der Armee, hielt Regierungsrat Dieter Egli fest.


Negative Entwicklung der Einbruchskriminalität

Kommandant Oberst Dr. Michael Leupold kam auf eine unerfreuliche Entwicklung zu sprechen. Eine starke Zunahme der Einbrüche breche den Trend der Vorjahre. Die Gründe für die Zunahme seien nicht eindeutig, aber: "Die Information ist die wichtigste Waffe der Polizei" hielt Oberst Dr. Michael Leupold fest. Ein schneller Datenaustausch sei auch für eine wirksame Bekämpfung der Einbruchskriminalität elementar. Die Kantonspolizei Aargau habe mit der Einführung zweier Datenbanken zum Informationsaustausch (Picsel / Picar) bereits wichtige Massnahmen ergriffen und werde auch in Zukunft alles daransetzen, die Möglichkeiten der nationalen und internationalen Polizeikoordination auszuschöpfen.


Ressourcenintensive und schwierige Einsätze im Zusammenhang mit der Pandemie

Die Pandemie habe die Kantonspolizei Aargau auch im Jahr 2021 gefordert, erläuterte Hauptmann Heinz Meier. "Wir leisteten ressourcenintensive und schwierige Einsätze im Zusammenhang mit der Pandemie." Nebst inner- und ausserkantonalen Demonstrationen hätten die Kontrollen im Zusammenhang mit der Covid-19-Gesetzgebung Ressourcen gebunden. Mehrheitlich hätten sich die Betriebe vorbildlich verhalten und die Massnahmen sehr gut umgesetzt.


Verkehrstote erneut in einstelligem Bereich

Bereits zum zweiten Mal in Folge liege die Zahl der Verkehrstoten im einstelligen Bereich, liess Major Ruedi Scherer verlauten. Auch die Zahl der Schwerverletzten habe abgenommen. "Die Unfallzahlen 2021 sind nicht 1:1 mit den langjährigen Unfallzahlen vergleichbar, weil sich das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung als Ganzes wegen der Pandemie deutlich verändert hat", konkretisierte Major Ruedi Scherer. Einen genaueren Blick warf er auf die Helmtragequote der Velofahrenden, da bei diesen die Verletzungsgefahr überproportional hoch sei. Drei einfach umsetzbare Verhaltensmassnahmen würden noch einmal deutliche Verbesserungen bei der Zahl der Verletzten möglich machen:

  1. Konsequentes freiwilliges Helmtragen

  2. Intaktes Fahrradlicht vorne und hinten sowie reflektierende Kleidung

  3. Keine Drogen oder Alkohol als Lenker eines Fahrrades

Hohe Deliktssummen kennzeichnen die Vermögenskriminalität

Auch Hauptmann Markus Gisin kam in seinen Ausführungen auf pandemiebedingte Entwicklungen zu sprechen. "Anzeigen wegen Covid-19-Kreditbetrügen haben gegenüber dem Vorjahr weiter zugenommen. Die registrierte Deliktssumme der letzten beiden Jahre liegt bei deutlich über 15 Mio. Franken." Aber auch die Lage im Bereich der Cyberkriminalität habe sich nicht verbessert. Dabei dürfte auch das boomende Onlinegeschäft eine Rolle spielen, schlussfolgerte Hauptmann Markus Gisin. Zudem hätten sich klassische Delikte wie Erpressung, Betrug, illegale Pornografie und Geldwäscherei fast vollständig im digitalen Raum abgespielt.


Ausserdem stark beschäftigt habe die Polizei im Kanton Aargau das Phänomen des "Falschen Polizisten", führte Hauptmann Markus Gisin weiter aus. Obwohl es von den rund 1'200 angezeigten Meldungen lediglich in einer Handvoll Fällen zu einer vollendeten Straftat kam, sei ein Schaden von über 1.2 Mio. Franken entstanden.

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