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Aargau: Operation "Ninja Turtle" entlarvt tausende Pädokriminelle

In einer mehrjährigen Operation gelang der Kantonspolizei Aargau zusammen mit fedpol ein wichtiger Schlag im Kampf gegen Pädokriminelle im Internet. Über 2'200 Fälle wurden aufgedeckt. Weltweit konnten Verfahren eröffnet und Verhaftungen durchgeführt werden.

Symbolbild von Gerd Altmann / pixabay.com


Hinter Pseudonymen versteckt agieren sie im Netz. Sie tauschen Daten und verbreiten illegales pornographisches Material. Im Jahr 2012 erhielt fedpol erste konkrete Hinweise darauf, dass eine im Kanton Aargau wohnhafte Person unter dem Pseudonym "Ninja Turtle" über GigaTribe illegales pornographisches Material verbreitete. Die Plattform GigaTribe bietet unkomplizierten, unbegrenzten und vor allem anonymen Austausch von Daten an. Und diesen Fakt nutzte auch "Ninja Turtle" zur Verbreitung und zum Tausch von illegalem pornographischen Material mit zahlreichen anderen Personen.


Wer hinter "Ninja Turtle" steckte, war unklar. Klar war aber, dass die Daten aus dem Kanton Aargau verbreitet wurden. fedpol informierte die Kantonspolizei Aargau über die bisherigen Ergebnisse. Weitere Ermittlungen führten schliesslich zur Verhaftung von "Ninja Turtle" noch im Jahr 2012. Im Jahr 2015 wurde der damals 62-jährige Deutsche verurteilt.


"Ninja Turtle" verschwand damit aber nicht vom Netz, sondern blieb als Profil für verdeckte Ermittlungen erhalten. Zuerst nutzten Spezialisten von fedpol und im Anschluss Spezialisten der Kantonspolizei Aargau das Profil um weitere anonyme Pädokriminelle zu identifizieren. Die mehrjährige verdeckte Operation im Internet ist von Erfolg gekrönt: 2'200 Pädokriminelle werden aufgedeckt. Mutmassliche Täter in der Schweiz und weltweit konnten den zuständigen Behörden gemeldet werden. In diesem Zusammenhang kam es zu Verhaftungen in diversen Kantonen sowie unter anderem in Kroatien, Brasilien, Frankreich, Peru, Rumänien und Spanien.

Bei den ermittelten Tätern handelt es sich nicht nur um Personen, die pädopornografisches Material konsumierten, sondern auch um sogenannte "Hands-on"-Täter, die selber Kinder missbrauchen. Sie wägen sich hinter ihren Pseudonymen in Sicherheit und vernetzen sich über alle Landes- und Kantonsgrenzen hinweg. Die langjährigen, intensiven Ermittlungen und die gute Zusammenarbeit - national und international - führten aber gleichwohl zur Identifizierung der Tatverdächtigen und zu zahlreichen Festnahmen.


Der Kampf gegen Pädokriminalität im Internet ist ressourcenintensiv und bedingt sowohl auf behördlicher Ebene wie auch mit den Webseitenbetreibern eine enge Zusammenarbeit. Wie die Operation "Ninja Turtle" zeigt, lohnt sich jedoch dieser Aufwand zum Schutze potentieller Opfer.

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