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Aargau: Alex Hürzeler ist Landammann 2022

Ab 1. Januar 2022 ist Regierungsrat Alex Hürzeler Aargauer Landammann. Der Gesamtregierungsrat hat Landammann Alex Hürzeler und seinen Stellvertreter, Landstatthalter Jean-Pierre Gallati, am 22. Dezember 2021 gewählt. Das Regierungsbild 2022 wurde im repräsentativen Kommissionszimmer des Regierungsgebäudes in Aarau aufgenommen.

Regierungsratsfoto 2022 im repräsentativen Kommissionszimmer des Regierungsgebäudes in Aarau (v.l.n.r): Staatsschreiberin Joana Filippi, Dr. Markus Dieth, Landstatthalter Jean-Pierre Gallati, Landammann Alex Hürzeler, Stephan Attiger, Dieter Egli. (Copyright: Donovan Wyrsch)


Alex Hürzeler, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS), ist seit 2009 Mitglied des Aargauer Regierungsrats. 2022 wird er nach 2013 und 2018 zum dritten Mal als Landammann des Kantons Aargau wirken. Nach dem Wahlakt übergab Stephan Attiger, Regierungsvorsitzender 2021, die Landammann-Uhr (s. unten) an seinen Nachfolger.


Weiter hat der Regierungsrat Jean-Pierre Gallati zum Landstatthalter gewählt. Der Vorsteher des Departements Gesundheit und Soziales wurde 2019 in den Regierungsrat gewählt und ist zum ersten Mal Landstatthalter. Landammann- und Landstatthalteramt wechseln in einem jährlichen Turnus.


Regierungsratsfoto 2022

Traditionellerweise bestimmt der Landammann Ort und Kontext des offiziellen Regierungsratsbilds. Für das Amtsjahr 2022 hat Landammann Alex Hürzeler das repräsentative Kommissionszimmer im Regierungsgebäude in Aarau gewählt. Dieses befindet sich im Zentrum des zwischen 1811 und 1826 um- und neugebauten Sitzes der Kantonsregierung (ehemals Gasthof Löwen).


1951 fand ein Wettbewerb zur Umgestaltung des Regierungsgebäudes statt, die zwischen 1952 und 1953 ausgeführt wurde. Ursprünglich war geplant, das so genannte Kommissionszimmer zu modernisieren. Die Vertreter der Denkmalpflege konnten die Baukommission jedoch davon überzeugen, eine "historisierende" Umgestaltung vorzunehmen.


Das Kommissionszimmer weist eine Rokoko-Stuckdecke und dekorativ bemaltes Knietäfer mit volkstümlichen Genreszenen und Stilleben auf (aus dem ehemaligen Weiberhaus des Klosters Muri, um 1780). An den Wänden bilden zwei Bilder von Kunstmaler Johann Adolf Stäbli (1842–1901) einen Blickfang; an der Decke hängt ein Kristallleuchter, den die Mediationskantone 1953 dem Kanton Aargau geschenkt hatten.


Heute wird das Kommissionszimmer für Sitzungen und Empfänge des Regierungsrats genutzt. Die Kantonsregierung empfing in den letzten Jahren im repräsentativen Raum unter anderem verschiedene Regierungschefinnen und -chefs, Bundesratsmitglieder oder andere Kantonsregierungen. Traditionellerweise versammeln sich bei herausragenden Grosserfolgen Sportteams im Kommissionszimmer, um sich auf dem Aargauer Platz feiern zu lassen; letztmals der FC Aarau 2013 beim Aufstieg in die Super League.


Landammann-Uhr

Die Landammann-Uhr ist ein Geschenk der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) an ihren ersten Generaldirektor Placid Weissenbach "zur Erinnerung an die gemeinsame Arbeit 1901–1911".


Weissenbach wirkte unter anderem als Grossrat (1868–1874 und 1913–1914) sowie als Nationalrat (1872–1874) für den Kanton Aargau. In seinem Testament 1914 vermachte der gebürtige Bremgarter die Uhr dem Kanton Aargau, welcher sie in die historische Sammlung des kantonalen Gewerbemuseums aufnahm.


1919 kommen Regierungsrat Max Schmidt und die Nachkommen Weissenbachs überein, dass die gestiftete Uhr jeweils vom amtierenden Landammann getragen werden soll. Seither erklingt die Uhr einmal jährlich beim Amtswechsel des Landammanns. 1920 wurde sie zum Preis von 48 Franken durch K. Jörg, Uhrenmacher in Aarau, repariert.

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