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Zofinger Steuerertrag 2021 erneut auf hohem Niveau - Zahlungsmoral trotz Corona gut

Der Gesamtsteuerertrag 2021 der Einwohnergemeinde Zofingen schliesst mit einem Mehrertrag von CHF 2,32 Mio. oder 6,41 % gegenüber dem Budget ab. Im Vergleich zum Rekordergebnis des Jahres 2020 liegt er jedoch um CHF 1,02 Mio. tiefer. Der Steuerertrag der natürlichen Personen hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, während die Aktiensteuern tiefer als erwartet ausgefallen sind. Werden an der Volksabstimmung vom 15. Mai 2022 die Änderungen des kantonalen Steuergesetzes angenommen, wird dies ab 2022 Ertragseinbussen für die Stadt Zofingen von jährlich rund CHF 1 Mio. zur Folge haben.

Foto: wikipedia.com


Der Zofinger Stadtrat hat die Steuerabrechnung 2021 der Einwohnergemeinde mit einem Gesamtsteuerertrag von brutto CHF 38,54 Mio. (netto CHF 38,53 Mio.) genehmigt. Im Vergleich zum Jahr 2020 ist der Gesamtsteuerertrag jedoch um netto CHF 1,02 Mio. gesunken.


Stabile Erträge bei den natürlichen Personen

Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern (ohne Quellensteuern) der natürlichen Personen ist der Ertrag im Vergleich zum Vorjahr um CHF 0,21 Mio. oder 0,61 % angestiegen. Das bereits sehr starke Ergebnis des Jahres 2020 konnte damit bei den natürlichen Personen übertroffen werden. Die Anzahl der steuerpflichtigen hat um 142 Personen zugenommen. Ebenso ist der Steuerertrag pro Person weiter um durchschnittlich 2,3 % angestiegen. Die Quellensteuererträge 2021 haben mit CHF 1,26 Mio. praktisch den budgetierten Wert erreicht. Sie liegen im Vergleich zum Vorjahr, in dem hohe Sondereffekte vorlagen, allerdings um 25,33 % tiefer.


Aktiensteuern auf zweittiefstem Wert seit 15 Jahren

Die Aktiensteuererträge, also die Steuern von juristischen Personen, sind im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um CHF 913'582 oder 32,71 % tiefer ausgefallen und liegen, insbesondere aufgrund von vereinzelt hohen nachträglichen Korrekturen aus früheren Jahren, auf dem zweittiefsten Wert der letzten 15 Jahre. Insgesamt muss ein sinkendes Steuersubstrat bei den Zofinger Firmen festgestellt werden. Diese Entwicklung dürfte durch die Folgen der Pandemie noch verstärkt worden sein.


Im vergangenen Rechnungsjahr konnten überdurchschnittlich hohe Sondersteuern verrechnet werden. Die Erbschafts- und Schenkungssteuern übertrafen das Budget deutlich, während die Grundstückgewinnsteuern unter Budget, jedoch im Rahmen des Vorjahres abschlossen. Die übrigen Sondersteuern fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Der im Jahr 2021 erzielte Ertrag von CHF 1,40 Mio. liegt um 15 % über dem 10-Jahresdurchschnitt.


Weiterhin gute Zahlungsmoral

Per Ende 2021 resultierte ein Veranlagungsstand bei den Steuererklärungen 2020 von 80,8 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Veranlagungsstand damit um 3,2 Prozentpunkte tiefer ausgefallen. Die Vorgabe des Regierungsrates für das Jahr 2021 von 75 % wurde dennoch klar übertroffen.


Erfreulicherweise sind weiterhin keine negativen Auswirkungen der Pandemie auf die generelle Zahlungsmoral der Zofinger Bevölkerung zu spüren. Sowohl die Höhe der Ausstände als auch die Höhe der nicht einbringbaren Steuerforderungen, welche abgeschrieben werden mussten, waren 2021 vergleichsweise gering.


Kantonale Steuerreform und hohe Investitionen beeinflussen Finanzsituation

Die per 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Änderungen des Aargauischen Steuergesetzes, welche vom Volk am 15. Mai 2022 an der Urne noch zu bestätigen sind, werden bei einer Annahme dieser Abstimmungsvorlage für die Stadt Zofingen ab 2022 zu jährlichen Mindereinnahmen von ca. CHF 1 Mio. führen. Allein die Erhöhung des Pauschalabzugs für Versicherungsprämien um 50 % sorgt für Mindereinnahmen bei den Steuern von natürlichen Personen von mehr als CHF 0,8 Mio. Dazu kommt die 1. Stufe der Tarifentlastung für juristische Personen, welche zu weiteren Mindereinnahmen bei den Aktiensteuern führen wird. Gleichzeitig stehen in Zofingen hohe Investitionen an. Der Stadtrat ist erfreut über das gute Steuersubstrat bei den natürlichen Personen.

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