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2025: Oftringen präsentiert erneut ein sehr solides Jahresergebnis

  • Autorenbild: Gemeinde Oftringen
    Gemeinde Oftringen
  • vor 15 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Die Gemeinde Oftringen schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 4.4 Mio. und einer Selbstfinanzierung von CHF 9.6 Mio. ab. Das erfreuliche Ergebnis ist im Wesentlichen auf höhere Steuererträge bei den natürlichen Personen sowie auf die Aufwertung einer Landparzelle zurückzuführen. Diese beiden Faktoren haben massgeblich dazu beigetragen, dass die Rechnung erheblich besser ausfällt als ursprünglich anzunehmen war.


Gemeinde Oftringen


Luftaufnahme von Google Maps.
Luftaufnahme von Google Maps.

Die Gesamtsteuererträge nach Abzug der Forderungsverluste und der Wertberichtigungen liegen mit CHF 38.7 Mio. rund CHF 2.7 Mio. über Budget. Obwohl das prognostizierte Bevölkerungswachstum ausblieb, stiegen die Einkommens- und Vermögenssteuern pro Kopf spürbar. Zusätzlich konnten durch den Abbau von Rückständen beim Quellensteueramt einmalig höhere Erträge erzielt werden. Die Aktiensteuern hingegen entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen, während die Sondersteuern klar besser abschliessen. Zwar gingen die Nach- und Strafsteuern zurück, doch die Grundstückgewinnsteuern übertrafen die Prognosen. Dies insbesondere wegen des Verkaufs einer grösseren Liegenschaft durch eine Pensionskasse. Zudem führten mehrere mittelgrosse bis grössere Nachlässe bei Erbschafts- und Schenkungssteuern zu höheren Einnahmen. Zusätzlich zum erfreulichen Steuerabschluss konnte die letzte der drei Parzellen des sogenannten Strabag-Landes an den inzwischen gestiegenen Marktwert angepasst werden.


Demgegenüber ist festzustellen, dass der betriebliche Aufwand hauptsächlich wegen den Restkosten für die Pflegefinanzierung deutlich zugenommen hat. Die Kosten im Gesundheitswesen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um knapp eine Million Franken und lagen 1.3 Mio. Franken über den budgetierten Zahlen. Die Gründe dafür sind in erster Linie demografischer Art. Mit der Vergütung der Angehörigenpflege ist jedoch ein weiterer Kostentreiber hinzugekommen. In den übrigen Bereichen konnten die Mehraufwände durch Einsparungen oder zusätzliche Einnahmen mehr als ausgeglichen werden. Besonders positiv ist die Entwicklung in der Sozialhilfe, wo die Ausgaben, trotz stagnierenden Fallzahlen, wieder rückläufig sind.


Investiert wurden netto rund CHF 3.3 Mio. Geplant waren CHF 6.7 Mio. Dass weniger investiert wurde, liegt daran, dass im Hoch‑ und Tiefbau verschiedene Projekte noch nicht in dem Umfang vorangetrieben werden konnten, wie das ursprünglich geplant war. Abzüglich der Selbstfinanzierung verbleibt ein Finanzierungsüberschuss von CHF 6.4 Mio. Damit kann die Nettoschuld auf CHF 17.9 Mio., respektive CHF 1'178 pro Einwohner gesenkt werden.


Alles in allem kann festgehalten werden, dass die Mehraufwände aus der Pflegefinanzierung dank soliden Steuereinnahmen und einer erneuten Landaufwertung gut kompensiert werden konnten. Selbst ohne Sondereffekte darf das Ergebnis der Jahresrechnung 2025 als gut bis sehr gut beurteilt werden. Die Selbstfinanzierung würde zudem auch ohne Einmaleffekte einen Wert erreichen, der es ermöglicht, die zukünftigen Investitionen beinahe vollständig zu decken. Es ist davon auszugehen, dass sich die Steuereinnahmen dem Bevölkerungswachstum entsprechend positiv entwickeln werden. Unter diesen Voraussetzungen sollte es möglich sein, die kommenden Budgets so auszugestalten, dass jeweils ein belastbares betriebliches Ergebnis erreicht werden kann und die Verschuldung im vertretbaren Rahmen bleibt.

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