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Wird in der Schweiz mit Glacé abgezockt?

  • Autorenbild: Redaktion soaktuell.ch
    Redaktion soaktuell.ch
  • vor 27 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Jetzt klettern die Temperaturen nach oben und es wächst die Lust auf Glace. Knapp 45 Millionen Liter verspeisten die Schweizerinnen und Schweizer vergangenes Jahr. Während die milde Frühlingssonne die kühle Köstlichkeit zum Schmelzen bringt, lässt die Preisentwicklung den Inhalt des Portemonnaies dahinschwinden. Wie teuer ist das Glacevergnügen dieses Jahr in der Schweiz? Der Preisvergleich von COUPONS.CH zeigt: 4,58 CHF zahlen Naschkatzen pro Portion, fast 9 Prozent mehr als 2025. Der höhere Preis begründet sich durch gestiegene Kosten für Energie, Produktion und Milch.


COUPONS.CH


Illustration zVg.
Illustration zVg.

2026 erwartet Glacegeniesser in der Schweiz erneut ein teures Vergnügen. Besonders kräftig bitten die Genfer Gelatieri zur Kasse: Mit 5,20 CHF belegt Genf das zweite Jahr in Folge den letzten Platz des Schweizer Glacepreis-Rankings. Gleich davor platziert sich Luzern mit einem Portionspreis von 5,10 CHF. Oberhalb des Schweizer Mittelwerts finden sich auch Basel sowie Lausanne ein. Im Stadtkanton und im Hauptort Waadts zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher unveränderte 4,85 CHF respektive 4,83 CHF. Insgesamt bleibt der eidgenössische Glace-Index auf einem hohen, aber konstanten Niveau. Sechs der zehn befragten Städte erheben denselben Preis wie 2025. Mehr kostet es lediglich in Luzern, Sankt Gallen, Genf und Schaffhausen. Letztere sticht mit einem Preisanstieg von über 18 % heraus.


Nichtsdestotrotz sichert sich Schaffhausen mit einem Portionspreis von 3,58 CHF auch 2026 die Medaille als günstigste Gelato-Stadt. In Winterthur und Zürich zahlen Fans des eisigen Desserts mit 3,83 CHF beziehungsweise 3,90 CHF ebenfalls vergleichsweise wenig. Lugano und Sankt Gallen reißen knapp die 4-CHF-Grenze mit 4 CHF und 4,20 CHF. Nah am Mittelwert genießen Bundesstädter ihr Glace: 4,53 CHF kostet eine Berner Portion.


Wer Glacé günstiger haben möchte, muss über die Grenze. In Deutschland ist das Eis durchschnittlich 62% günstiger.


Österreich – unter 2 € geht`s nicht


Umgerechnet 2,17 CHF beträgt der österreichische Portionspreis, satte 52 % weniger als in der Schweiz. Mit 2,27 € pro Kugel verteidigt Salzburg 2026 seine Auszeichnung als Glace-Preis-Champion. Allerdings kostete die sommerliche Abkühlung in der Mozartstadt letztes Jahr noch 14 % weniger und erfuhr österreichweit den größten Preisanstieg. Wie schon 2025 bildet Graz mit stolzen 2,45 € pro Kugel das Schlusslicht, wobei sich dieses Jahr Linz mit demselben Kugelpreis als Negativ-Spitzenzreiter dazugesellt. Innsbruck bewegt sich neben Salzburg mit 2,30 € pro Kugel als einzige weitere Großstadt unter dem Landesdurchschnitt. In Wien pendelt sich der Glacepreis nah am Mittelwert ein: 2,40 € zahlen Hauptstädter für die cremige Leckerei in der Waffel.


Deutschland – Meer und Metropolen kosten extra


In Deutschland müssen Glace-Gourmets im Mittelwert umgerechnet 1,76 CHF, rund 62 % weniger als in der Schweiz, für die sommerliche Erfrischung aufwenden. Mit horrenden 2,83 € knackt die Nordseeinsel Sylt 2026 den deutschen Negativrekord. Generell bringt die kalte Schlemmerei Kundinnen und Kunden in Richtung Küste mehr ins Schwitzen. Denn nur in Norddeutschland liegt der mittlere Preis von 1,96 € über dem landesweiten Durchschnitt. Für überdurchschnittliche Preise geht die gefrorene Gaumenfreude auch in den deutschen Metropolen über die Ladentheken. In sechs der zehn größten Städte liegt der Preis pro Kugel über dem Mittelwert. München und Berlin reissen mit 2,25 € bzw. 2,23 € die 2€-Marke deutlich. Sowohl in Frankfurt am Main als auch Hamburg kostet die Kugel 2,10 € und damit jeweils satte 12 Prozent mehr als letztes Jahr.


Zwar heimsen sich Lübbenau in Brandenburg und das sächsische Zwickau mit einem Portionspreis von 1,47 € bzw. 1,50 € den ersten und zweiten Platz des deutschen Preisrankings ein, doch der günstigste Landesteil ist im Durchschnitt der Westen. 1,77 € zahlen Kundinnen und Kunden für eine Kugel – ausser Köln, Aachen und Münster unterbieten alle westlichen Orte den bundesweiten Mittelwert. Währenddessen erhöhte sich der ostdeutsche Durchschnitt gegenüber 2025 um sechs Cent auf 1,81 €. Damit verringert sich der Abstand zu den südlichen Bundesländen. Dort müssen Gelato-Liebhaber je Portion vier Cent mehr in die Hand nehmen als im Vorjahr: 1,88 €.

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