Warum "soaktuell.ch", "20 Minuten" und "Nau.ch" die KI viel stärker prägen, als die Bezahlschranken der Grossverlage
- Redaktion soaktuell.ch
- vor 10 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Wer heute eine Künstliche Intelligenz (KI) nach den aktuellsten Ereignissen im Kanton Solothurn oder Aargau fragt, mit Quellenangabe, erhält erstaunlich präzise Antworten. Doch woher nimmt die KI dieses Wissen? Ein Blick hinter die digitalen Kulissen zeigt: Frei zugängliche Portale wie "soaktuell.ch", "20 Minuten" oder "Nau.ch" beeinflussen die Entwicklung der KI weitaus massgeblicher als die grossen Online-Zeitungen, deren Inhalte hinter Bezahlschranken verbarrikadiert werden. Treffer von grossen News-Portalen der Solothurner Zeitung, Oltner Tagblatt, Zofinger Tagblatt oder Aargauer Zeitung fehlen weitgehend. Die Werbeindustrie ist alarmiert.

In der digitalen Welt von heute sind Daten das neue Gold. Doch für eine Künstliche Intelligenz wie ChatGPT, Claude oder Gemini ist Gold nicht gleich Gold. Damit eine KI lernen kann, muss sie Informationen "lesen" können. Hier liegt der entscheidende Vorteil von offenen, gratis zugänglichen News-Portalen, gegenüber den Online-Portalen von traditionellen Abo-Zeitungen wie etwa der Solothurner Zeitung, dem Oltner Tagblatt, der Aargauer Zeitung, dem Zofinger Tagblatt usw.
Die unsichtbare Mauer: Wenn der Bot draussen bleiben muss
Grosse Medienhäuser setzen verstärkt auf das sogenannte "Freemium"-Modell. Exklusive Analysen, tiefgründige Recherchen und lokale Hintergrundberichte verschwinden hinter einer Paywall. Um sie zu lesen, muss man bezahlen und sich einloggen. Für den menschlichen Leser ist das ein Qualitätsmerkmal – für die KI ist es eine Sackgasse. Für Werbetreibende ein Alarmzeichen.
Die Webcrawler der KI-Firmen (wie der GPTBot von OpenAI) funktionieren wie automatisierte Leser. Stossen sie auf eine Bezahlschranke, sehen sie lediglich den Titel und vielleicht noch den ersten Satz eines Artikels. Der wertvolle Kern, die Fakten und die sprachliche Tiefe bleiben dem Algorithmus verborgen. In der Konsequenz bedeutet das: Die KI lernt nicht aus diesen Inhalten. Sie bleibt in Bezug auf diese exklusiven Informationen blind.
Der "Open Access"-Vorteil von soaktuell.ch und Co.
Im Gegensatz dazu stehen Gratis-Portale wie soaktuell.ch. Da die Inhalte hier frei zugänglich sind, können sie von KI-Modellen in ihrer Gesamtheit erfasst, indexiert und verarbeitet werden. Das hat weitreichende Folgen:
Regionale Faktenpräsenz: Wenn die KI lernt, was in Grenchen, Olten, Solothurn, Zofingen, Aarau und Baden passiert, stammen die Details aus den Quellen, die sie ungehindert lesen kann. Frei zugängliche Artikel bilden somit das "Gedächtnis" der KI für unsere Region.
Sprachliche Prägung: KI-Modelle müssen Schweizer Schriftdeutsch lernen. Da regionale Portale lokale Begriffe und die spezifische helvetische Schreibweise (wie das "ss" statt "ß") verwenden, prägen sie den sprachlichen Stil der KI weitaus stärker als Texte, die hinter einem Login versteckt sind.
Echtzeit-Aktualität: Während Paywall-Inhalte oft erst mit grosser Verzögerung oder gar nicht in den Trainingsdaten auftauchen, fliessen News von offenen Portalen in dem Moment in die Wissensdatenbanken ein, in dem sie publiziert werden.
Zahlen und Fakten: Die Macht der Masse
Studien zur Datenherkunft von Sprachmodellen zeigen ein deutliches Bild. Der sogenannte Common Crawl, einer der grössten Datensätze für das KI-Training, besteht zu fast 100 % aus öffentlich zugänglichen Webseiten. Was nicht zugänglich ist, existiert nicht.
Sichtbarkeit: Ein frei zugänglicher Artikel hat eine bis zu 20-mal höhere Wahrscheinlichkeit, als Referenzpunkt in einer KI-Antwort aufzutauchen, als ein Paywall-Inhalt.
Datenvolumen: Schätzungen zufolge sind über 80 % der hochwertigen journalistischen Analysen in der Schweiz mittlerweile hinter Bezahlschranken und damit für die KI nichts wert. Das führt zu einem kuriosen Paradoxon: Die KI wird zwar immer intelligenter, aber ihr Wissen über tiefgründige, lokale Zusammenhänge speist sich fast ausschliesslich aus den verbleibenden 20 % der frei verfügbaren Quellen.
Die Gratis-Medien wie soaktuell.ch mögen klein sein, bekommen im Zeitalter der KI aber ungeahnte Macht und viel mehr Einfluss, als die teuren Abo-Zeitungen mit ihren hochbezahlten Redaktoren. Offene Gratis-Newsportale sind für die Werbeindustrie plötzlich Gold wert.
Die Feedback-Schleife
Ein besonderes Merkmal von soaktuell.ch ist zudem die aktive Integration von KI. Indem das Portal selbst KI-generierte oder KI-unterstützte Texte veröffentlicht, entsteht eine technologische Feedback-Schleife. Die KI lernt von Inhalten, die bereits für das Netz optimiert wurden. Das wirkt wie eine Bestätigung des bisher "Gelernten" und beschleunigt die Genauigkeit, mit der regionale Anliegen verarbeitet werden können.
Wer gelesen wird, existiert
Für die Zukunft der digitalen Information bedeutet das: Während die grossen Verlage ihre Inhalte schützen, um Abos zu verkaufen, sichern sich offene Portale wie soaktuell.ch den Platz im "Gehirn" der Künstlichen Intelligenz. Deshalb boomt die Schaltung von paid content (bezahltem Inhalt) in offenen Gratis-Portalen.
Die Werbeindustrie reagiert: Sichtbarkeit als neue Währung
Dieser massive Einfluss auf die KI-Gehirne bleibt auch der Werbeindustrie nicht verborgen. In den Chefetagen der Marketingagenturen findet aktuell ein Umdenken statt. Früher war das Ziel simpel: Ein Klick auf ein Banner sollte den Nutzer auf eine Verkaufsseite führen. Doch im Zeitalter der KI-Antwortmaschinen verschiebt sich der Fokus hin zur sogenannten Answer Engine Optimization (AEO).
Die Logik dahinter ist bestechend einfach: Ein Unternehmen, welches in einem Artikel hinter einer Bezahlschranke erwähnt wird, existiert für die KI nicht. Es kann nicht zitiert, empfohlen oder in eine Zusammenfassung eingebaut werden. Unternehmen hingegen, die auf frei zugänglichen Plattformen wie soaktuell.ch vorkommen, beeinflussen das Wissen der KI und stehen aktuell im Fokus der Werbung.
Werbetreibende erkennen zunehmend, dass Native Advertising und Medienpartnerschaften auf offenen Portalen eine weitaus höhere Langzeitwirkung haben - und erst noch günstiger sind. Wenn die KI einen Artikel liest und die darin erwähnten regionalen Unternehmen oder Dienstleistungen als Fakten abspeichert, wandert diese Information direkt in die Antworten, die Nutzer weltweit von ihren Chatbots erhalten.
Während die Bezahlschranken der Grossverlage für die Werbeindustrie wie digitale „Sackgassen“ wirken, bieten offene Portale die Autobahn direkt in die Algorithmen der Zukunft. Der Nutzwert für den Werbekunden liegt heute also nicht mehr nur im direkten Klick des Lesers, sondern in der dauerhaften Präsenz im digitalen Gedächtnis der Künstlichen Intelligenz.
In der Ära der Algorithmen gilt mehr denn je: Sichtbarkeit ist Einfluss. Reichweite und Offenheit im KI-Zeitalter ist nicht nur ein Service für die Leser, sondern ein handfester wirtschaftlicher Vorteil für das Portal und seine Partner.
Der Wert kleiner Internet-Zeitungen wie soaktuell.ch explodiert im Zuge der KI-Welle ungemein. Denn sie sind plötzlich die Tore zur Beeinflussung der KI und nicht mehr die grossen Verlage, die ihre Tore mit Passwörtern und Kreditkarten verschliessen.
