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Vorbildlich: Kanton Aargau schreibt auch 2025 schwarze Zahlen

  • Autorenbild: Kanton Aargau
    Kanton Aargau
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Der Regierungsrat unterbreitet dem Grossen Rat des Kantons Aargau den Jahresbericht mit Jahresrechnung 2025. Die Rechnung schliesst mit einem Überschuss von 345 Millionen Franken ab. Ohne die bei der Budgetierung nicht absehbaren Mehrerträge aus den Ausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank und der Axpo Holding AG (inkl. Sonderdividende) würde der Überschuss 117 Millionen Franken betragen. Das Jahresergebnis 2025 bewegt sich damit im Rahmen der Abschlüsse der Vorjahre und bestätigt die stabile Finanzlage des Kantons.


Staatskanzlei / Departement Finanzen und Ressourcen / Regierungsrat AG


Foto: Kanton Aargau
Foto: Kanton Aargau

Zur positiven Jahresrechnung 2025 des Kantons Aargau mit einem Überschuss von 345 Millionen Franken haben vier Faktoren massgeblich beigetragen: Besonders hervorzuheben sind die nicht budgetierte Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 162 Millionen Franken und die nicht budgetierten Mehrerträge aus der Ausschüttung der Axpo Holding AG im Umfang von 65,6 Millionen Franken. Allein diese nicht budgetierten Ausschüttungen tragen 227,7 Millionen Franken oder rund 66 Prozent zum Überschuss bei. Hinzukommen höhere Steuererträge und aufwandseitige Budgetunterschreitungen. Bei den Steuererträgen konnte die Budgetgenauigkeit gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Mit Blick auf absehbare und zum grossen Teil nicht beeinflussbare Mehrbelastungen und bestehende konjunkturelle Unsicherheiten in den nächsten Jahren beantragt der Regierungsrat, den Überschuss der Ausgleichsreserve zuzuweisen.


Haushälterischer Umgang mit den zur Verfügung gestellten Mitteln


Der konsolidierte Gesamtaufwand liegt mit 6'032,5 Millionen Franken rund 31 Millionen Franken oder 0,5 Prozent unter dem Budget. Das zeigt, dass mit den vom Grossen Rat beschlossenen Mitteln haushälterisch umgegangen wurde. Auch die personellen Ressourcen wurden umsichtig eingesetzt. Der Stellenplan wurde eingehalten und beim Personalaufwand zeigt sich eine Unterschreitung um 8 Millionen Franken beziehungsweise 0,4 Prozent im Vergleich zum Budget. Neben positiven Abweichungen durch Mehrerträge und Budgetunterschreitungen kommt es auch zu einzelnen Budgetüberschreitungen. Die grösste Verschlechterung im Vergleich zum Budget betrifft die Spitalfinanzierung im Umfang von rund 65 Millionen Franken. Sie hängt massgeblich mit der Fallzahlen- und Tarifentwicklung in der Akutsomatik zusammen.


Absehbare Zusatzbelastungen in den kommenden Jahren


In den kommenden Jahren ist mit erheblichen Zusatzbelastungen zu rechnen. Bei den laufenden Ausgaben sind insbesondere die schwer beeinflussbaren, stark steigenden Gesundheitsausgaben zu erwähnen. Zudem wird die Einführung der einheitlichen Finanzierung der ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) den Haushalt um jährlich bis über 100 Millionen Franken zusätzlich belasten. Auch in weiteren Aufgabenbereichen wie der Bildung, der Sicherheit, den Prämienverbilligungen oder den Ergänzungsleistungen ist ein starkes, teils schwer steuerbares Ausgabenwachstum zu verzeichnen. Hinzu kommt der stark steigende Investitionsbedarf, insbesondere im Bildungsbereich. Durch die geplante Aufhebung des Finanzierungsmodells für grosse Immobilienvorhaben werden anstehende Investitionen bei den Mittelschulen sowie den Gesundheits- und Sozialschulen die Jahresrechnung zusätzlich stark belasten. Mehrausgaben entstehen für den Kanton auch aus dem Entlastungspaket des Bundes.


Für finanzielle Stabilität ist Äufnung der Ausgleichsreserve notwendig


Angesichts dieser anstehenden Zusatzbelastungen und auch um den Handlungsspielraum zur Stärkung der Standortattraktivität weiter zu erhalten, beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat den Überschuss von 345 Millionen Franken in die Ausgleichsreserve einzulegen. Der Bestand der Ausgleichsreserve erhöht sich unter Berücksichtigung dieser Einlage per Ende 2025 auf rund 1,4 Milliarden Franken.


Mit Blick auf die absehbare Belastung des Finanzhaushalts, konjunkturelle Unsicherheiten sowie zur weiteren Stärkung des Wirtschafts- und Wohnkantons Aargau ist eine Äufnung der Ausgleichsreserve angemessen. Die Ausgleichsreserve trägt dazu bei, den Druck auf die Kantonsfinanzen abzufedern und wichtige Investitionen des Kantons, insbesondere auch in Bildung und Infrastruktur, weiterhin zu ermöglichen.

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