Strandbad Olten strahlt zur Saisoneröffnung am 13. Mai im neuen Glanz
- Stadt Olten

- 16. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Das Strandbad Olten ist ein bemerkenswertes Bauensemble, dem man sein Alter kaum ansieht. Im Gegensatz zu vielen anderen Baustilen altern Bauten der Moderne nur wenig sichtbar – nicht zuletzt deshalb, weil ihre klaren Gestaltungsprinzipien bis heute Bestand haben und auch in der zeitgenössischen Architektur breite Anerkennung finden.
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Sowohl das Strandbad als auch der Erweiterungsbau Frohheim gehen auf Architekturwettbewerbe zurück. Beide Projekte wurden im Jahr 1936 gleichzeitig zur Abstimmung gebracht und stellten bereits damals bedeutende und zugleich vorausschauende Investitionen in die öffentliche Infrastruktur dar. Über die anstehende Sanierung des Erweiterungsbaus Frohheim werden die Stimmberechtigten voraussichtlich im September 2026 entscheiden.
Architektonisch dokumentieren die Anlagen einen wichtigen Umbruch in der Baugeschichte Oltens: den Übergang vom traditionellen Heimatstil zur Moderne. Während etwa das USEGO-Gebäude von Fritz von Niederhäusern noch dem Heimatstil verpflichtet ist, markieren das 1937 eröffnete Strandbad sowie die Frohheimerweiterung frühe Werke der Architekten Hermann Frey und Ernst Schindler, die später unter anderem auch das Geschäftshaus Samariterbund und den Glockenhof realisierten.
Die Moderne brachte neue Materialien wie armierten Beton, Glas und Stahl zum Einsatz und setzte konsequent auf funktionales Bauen im Sinne von „form follows function“. Diese Prinzipien sind im Strandbad Olten bis heute ablesbar – etwa in den freien Grundrissen mit Stützen sowie in der klaren horizontalen Gliederung durch Balkone und Belüftungsöffnungen.
Die geplante Sanierung trägt diesem baukulturellen Erbe Rechnung. Ziel ist es, die bestehende Substanz sorgfältig zu erhalten und gleichzeitig an die heutigen und zukünftigen Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer anzupassen. Denn langfristig kann ein Bauwerk nur bestehen, wenn es genutzt und geschätzt wird.
Mit der Sanierung des Strandbads Olten wird ein bedeutendes Zeugnis der Architekturmoderne bewahrt und zugleich für kommende Generationen weiterentwickelt.
Sanierungsarbeiten stehen vor erfolgreichem Abschluss: Saisonstart am 13. Mai
Das Strandbad präsentiert sich nach umfassender Sanierung in neuem Glanz. Die Anlage wurde funktional, betrieblich und gestalterisch gezielt weiterentwickelt, um sowohl den Bedürfnissen der Badegäste als auch den Anforderungen eines modernen Betriebs gerecht zu werden.
Die bauliche Struktur gliedert sich weiterhin in drei Bereiche: den Personaltrakt, den Garderobentrakt und den Restauranttrakt. Während der Personaltrakt ganzjährig genutzt und entsprechend gedämmt ist, bleiben der Garderoben- und der Restauranttrakt weiterhin ungedämmt. In sämtlichen Trakten wurden jedoch alle technischen Installationen vollständig erneuert.
Im Zuge der Sanierung wurde die Erschliessung wesentlich verbessert. Ein neuer Lift im Eingangsbereich sowie eine zusätzliche Innentreppe im Garderobengebäude sorgen für mehr Komfort und Barrierefreiheit.
Ein besonderer Fokus lag auf der Neuorganisation der Garderoben. Die bisherigen Gemeinschaftsgarderoben wurden aufgehoben und die Geschlechtertrennung nach Etagen entfällt. Neu befinden sich die Garderoben zentral im ersten Obergeschoss und sind klar strukturiert. Ergänzt wird das Angebot durch IV-gerechte Einrichtungen, Wickelräume, Schüler- sowie Familiengarderoben.
Auch der Gastronomiebereich wurde gezielt optimiert. Um Emissionen zu reduzieren und betriebliche Abläufe zu vereinfachen, bleibt das Restaurant am bisherigen Standort bestehen und wurde vollständig erneuert. Zusätzliche Flächen für Kühlung, Lager, Entsorgung sowie Personalräume und Büros wurden im angrenzenden Garderobengebäude untergebracht. Der Restaurationsbetrieb steht weiterhin sowohl Badegästen als auch externen Besuchenden offen und ermöglicht gleichzeitig eine klare Trennung der Nutzungen.
Im Aussenbereich erfährt das Restaurant ebenfalls eine Aufwertung: Das Holz-Sonnendeck wurde vergrössert, ohne die Zugänglichkeit zum Steg einzuschränken. Weitere bauliche Massnahmen umfassen eine neue Gastronomie-Terrasse mit Pergola, fugenlose Bodenbeläge im gesamten Barfussbereich sowie ein grosszügiges Oblicht, das für mehr Tageslicht in der Eingangshalle sorgt. Die bestehenden Mietkabinen bleiben erhalten und werden durch zusätzliche Angebote ergänzt.
Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich unverändert auf 7,41 Millionen Franken (inkl. MwSt.), entsprechend der Abstimmung vom 24. November 2024.
Mit dem Saisonstart am 13. Mai 2026 dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf ein modernes, attraktives Strandbad mit hoher Aufenthaltsqualität freuen. Gleichzeitig steht dem Betrieb nun eine zeitgemässe und effizient organisierte Infrastruktur zur Verfügung.










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