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Stimmung im Thal wird gereizt wegen Umfahrungsstrasse

Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal» nimmt die wenig überraschende Referendumsankündigung des gegnerischen Komitees zur Kenntnis. Es verwehrt sich aber mit Nachdruck gegen verschiedene darin enthaltene falsche Behauptungen. So entbehrt beispielsweise die Aussage, die Realisierung des Projektes ziehe eine Steuererhöhung in Balsthal nach sich, jeglicher Grundlage.


Komitee Pro Verkehrsanbindung Thal

Fotos va-thal.ch (zVg.)


Für Fabian Müller darf offenbar nicht sein, was nicht in sein Weltbild passt. Dass er, respektive das von ihm angeführte Komitee, nun das Referendum gegen die Verkehrsanbindung Thal ergreifen will, war zu erwarten und ist selbstredend sein gutes demokratisches Recht. Doch leider wird nicht wahrer, was er behauptet, auch wenn er dies immer und immer wiederholt. So schreibt Müller, der Widerstand aus der Thaler Bevölkerung sei «gross». Das ist schlicht falsch: Sämtliche Thaler Gemeinden stehen vorbehaltlos hinter dem Projekt. Freiwillig haben sie zwei Millionen Franken gesprochen, um sich an der Finanzierung zu beteiligen. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte unseres Kantons. An den jeweiligen Gemeindeversammlungen, als die Gelder gesprochen wurden, war vom erwähnten «grossen Widerstand» rein gar nichts zu spüren gewesen.


Der Referendumsführer behauptet auch, das ganze Thal werde unter «der unsinnigen Umfahrungsstrasse» leiden. Weit gefehlt, denn Fakt ist: Die jetzt vorliegende Lösung sorgt für eine angemessene Anbindung des Thals an die boomenden Regionen am Jurasüdfuss und verhindert, dass die Region wirtschaftlich abgehängt wird.


Das Projekt behebt den Stau in der Klus kosteneffizient. Die Verkehrsanbindung Thal liegt pro Laufmeter im gleichen Kostenrahmen wie die Umfahrungen in Olten und Solothurn. Auch der öffentliche Verkehr wird dank der Realisierung dieses Vorhabens wieder schneller ins Thal kommen und der Langsamverkehr erhält sicheren Raum. Die Klus selber schliesslich erhält die Chance, vom Verkehrsmoloch wieder zum lebendigen Frohburger-Städtchen zu werden.


Das Komitee schreibt auch, die Verkehrsanbindung Thal werde eine Steuererhöhung für die Gemeinde Balsthal nach sich ziehen. Auch diese Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage. Fakt ist: Aus dem Finanzplan der Gemeinde Balsthal, der noch im ersten Quartal 2021 vorliegen soll, wird ersichtlich sein, dass das Grossprojekt eben gerade keine Steuererhöhung provozieren wird. Auch hier werden ganz bewusst Ängste geschürt und es wird mit falschen Behauptungen argumentiert, getrieben von ideologischen Standpunkten und vom parteipolitischen Profilierungswillen statt von der Absicht, die Region Thal und ihre Bevölkerung zu entlasten.


Der Solothurner Kantonsrat hat den 74-Millionen-Kredit für die Verkehrsanbindung Thal im Dezember deutlich gutgeheissen. Wie sagte doch Egerkingens Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi im Parlament für die grosse Mehrheit: «Unsere Zustimmung zu diesem Projekt ist nicht Ausdruck von Luxus, sondern Ausdruck unserer Solidarität gegenüber dem Bezirk Thal!» In der Tat: Die Verkehrsanbindung Thal ist ausgereift und das Thal jetzt, nach Jahren des Werweissens und Planens, endlich an der Reihe.


Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal» ist davon überzeugt, dass eine Mehrheit der Solothurner Bevölkerung die Dringlichkeit des Vorhabens für Region und Naturpark Thal anerkennt und das kluge Projekt an der Urne gutheissen wird.


Für die beiden Co-Präsidenten des Pro-Komitees, Nationalrat Stefan Müller-Altermatt und Balsthals Gemeindepräsident Pierino Menna jedenfalls ist klar: «Wer die ideologischen Scheuklappen ablegt, kommt zum Schluss: Die Realisierung dieses Projektes ist für das Thal lebensnotwendig.»

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