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EVP fordert: Solothurner Regierung soll Covid-Testkosten für Jugendliche senken

Die EVP Kanton Solothurn fordert den Regierungsrat auf, die Testkosten für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen rasch möglichst zu senken. Seit dem 11. Oktober 2021 sind die Tests für ein Covid-Zertifikat kostenpflichtig. Der Bundesrat hat es damals mit seinem Beschluss verpasst, eine Lösung zu präsentieren, die es auch Personen mit wenig Einkommen ermöglichen würde, Tests weiterhin durchführen lassen zu können.


EVP Kanton SO

Symbolbild von Alexandra_Koch from Pixabay


Mit 37 Franken (Screening-Center Olten/Solothurn) sind die Tests für die meisten Jugendlichen und jungen (insbesondere sich noch in Ausbildung befindenden) Erwachsenen nicht bezahlbar. Die EVP Kanton Solothurn zeigt sich deshalb besorgt, dass die Gesellschaft diese Bevölkerungsgruppe «verliert» und fordert den Regierungsrat daher auf, seinerseits auf Kantonsebene zu reagieren.


Sei es an den Heimspielen des EHC Olten, an der HESO oder in der Kulturfabrik Kofmehl – das Covid-Zertifikat wird rege genutzt. «Jugendliche haben ein grosses Bedürfnis sich mit Gleichaltrigen zu treffen und der soziale Austausch ist zentral», zeigt sich der jüngste Präsident der Kantonalparteien, Elia Leiser, wenig überrascht. Auch der Pro Juventute Corona-Report (Februar 2021) unterstreicht seine Aussage. Allerdings waren bis vor einer Woche die Tests noch kostenlos. Seither sind die Anmeldungen bei den Testzentren massiv tiefer.


Junge belasten die Intensivbetten nicht

Der wöchentliche Situationsbericht des Kantons Solothurn zeigt auf, dass die U-30-Jährigen bei einer Covid-Erkrankung nur in den seltensten Fällen ins Spital eingewiesen werden. Dies ist sicherlich mit ein Grund, warum die Impfquote bei den 12- bis 30-Jährigen im Kanton Solothurn verhältnismässig tief ist.

Die nun kostenpflichtigen Tests strapazieren aber deren Budgets. Die Massnahme wird daher zum Teil als «indirekter Impfzwang» wahrgenommen und ist nicht zielführend. Es ist zu erwarten, dass sich viele Jugendliche und junge Erwachsene nun deutlich weniger testen lassen werden als bisher.


Soziale und wirtschaftliche Faktoren

Wenn die Teilnahme am öffentlichen Leben nicht mehr möglich bzw. aufgrund der Testkosten nicht mehr finanzierbar ist, werden sich die Menschen zunehmend im privaten Rahmen organisieren. Das kann gerade in den Wintermonaten negative Auswirkungen auf die Fallzahlen haben. Da viele Vereine in Sportzentren zuhause sind, können sich zudem viele Jugendliche und junge Erwachsene das Training und den Wettkampf nicht mehr leisten. Bei den Veranstaltungen und in den Vereinen sind dabei die sozialen Faktoren nicht zu unterschätzen. Ein Wegfall dieser Faktoren dürften weitreichende Folgen haben (u.a. psychische Probleme, Suchtproblematik). Ebenso wird sich dieses Verhalten wirtschaftlich auswirken: Bars, Clubs, Kinos etc. wer-den weniger Einnahmen haben.


Bezahlbare Testkosten

Aus diesen Gründen ist es für die EVP Kanton Solothurn wichtig, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nun «mitgezogen» werden. Dies soll mit für sie bezahlbaren Testkosten geschehen. Indem die Tests nicht kostenlos, aber tragbar sind, sollen sie angeregt werden, sich mit der Impfung auseinander zu setzen, ohne jedoch aus finanziellen Gründen dazu gezwungen zu werden.


Sollte der Regierungsrat nicht von sich aus in diese Richtung agieren, würde die EVP das Anliegen gegebenenfalls via Kantonsrat einbringen. Ein entsprechender dringlicher Auftrag von EVP-Kantonsrat André Wyss liegt bereit.


Für die Gesellschaft ist die Situation belastend und auf ein baldiges Ende ist zu hoffen. Für den Präsidenten der EVP Kanton Solothurn Elia Leiser ist klar: «Ich persönlich wünschte mir eine höhere Impfquote, auch bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auf der anderen Seite müssen wir schauen, wie wir auch die nichtgeimpfte Hälfte dieser Alterskategorie in der aktuellen Situation mitnehmen können. Polizeieinsätze wie im Frühjahr in St. Gallen oder eine Zunahme der Einweisungen in Kinder- und Jugendpsychiatrien will die EVP Kanton Solothurn unbedingt vermeiden! Das sind dann jene Kosten, welche die Staatskasse viel stärker belasten.»

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