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Solarstromproduzenten erhalten erstmals Zugang zur Strombörse

Die Energiewende braucht Investitionssicherheit und neue Tarifmodelle für die Bereitstellung von mehr lokalem Solarstrom und für einen optimierten Ausgleich von Produktion und Verbrauch. Helion lanciert dazu zwei neue Tarifangebote, die Photovoltaikanlage-Besitzer:innen erstmals den Zugang zur Strombörse öffnen und ihnen auch die Möglichkeit geben, langfristige Abnahmeverträge für ihren Solarstrom abzuschliessen. Ein Novum für die Schweiz und ein Meilenstein für die Energiewende.


Helion Energy AG, Zuchwil

Symbolbild von TR / pixelio.de


PV-Anlagebesitzer:innen brauchen einen Grossteil des eigenproduzierten Solarstroms selber und schützen sich damit vor Preisexzessen. Was sie nicht selbst brauchen können, verkaufen sie als Überschussstrom an das lokale Energieversorgungsunternehmen, im Durchschnitt rund 50% der Eigenstromproduktion. Die Rückliefertarife variieren stark zwischen den einzelnen Energieversorgungsunternehmen sowie im Jahresverlauf. Diese Planungsunsicherheit verhindert einen noch schnelleren Zubau von PV-Anlagen auf existierenden Infrastrukturen.


Solartarif: Zwei Angebote stehen zur Auswahl

Dies soll sich ändern. Was im Immobilienmarkt und im Hypothekargeschäft gilt und etabliert ist, soll neu auch in der Energiewirtschaft eingeführt werden. Helion lanciert dazu den Solartarif. Noah Heynen, CEO Helion Energy AG: «Kundinnen und Kunden erhalten neu die Möglichkeit, zwischen zwei Angeboten zu wählen: einem Fixtarif analog der Festhypothek oder einem Börsentarif analog einer Saron-Hypothek für den eingespeisten Solarstrom.»


Fixtarif» für mehr Investitionssicherheit

PV-Anlagebesitzer:innen, die sich für das Fixtarif-Angebot entscheiden, profitieren von planbaren, fixen Rückliefertarifen mit einer Laufzeit von fünf oder zehn Jahren. Die Preise für die Energie werden einmal vereinbart und gelten über die gesamte Laufzeit. Aktuell bietet Helion bei einer Laufzeit von fünf Jahren CHF 0,16 pro Kilowattstunde und bei zehn Jahren CHF 0,13 pro Kilowattstunde für PV-Anlagen bis zu einer Leistung von 30 kW. Grössere Anlagen werden separat geregelt.


Über die Einführung eines fixen Solartarifs wird die Stromproduktion vieler kleiner Stromproduzenten gebündelt und direkt an Schweizer Unternehmen verkauft. Beide Parteien können sich so gegenüber Markt-Turbulenzen absichern und profitieren von Planungs- und Investitionssicherheit. Mit dem Bezug von Schweizer Solarstrom verbessern die Unternehmen zudem ihre CO₂-Bilanz und leisten einen Beitrag zur Schweizer Energiesicherheit. Dazu ergänzend Noah Heynen: «Anders als bisher werden nicht nur Zertifikate gehandelt und verkauft, sondern echter Solarstrom aus der Region und für die Region. Ein Meilenstein auf dem Weg zum Energiesystem von morgen.»


«Dynamischer Börsentarif» stützt das Energiesystem

Im heutigen Schweizer Energiesystem werden Preissignale für Energieknappheit komplett ignoriert, weil bisher kein dynamisches Tarifmodell verfügbar ist. Mit der erstmaligen Einführung eines dynamischen Börsentarifs bündelt Helion die Stromproduktion vieler kleiner Solarstromproduzenten und bringt diese direkt an die Strombörse. Damit lassen sich die Solaranlage und die Rendite der kleineren Solarstromproduzenten optimieren. Strompreise variieren an der Strombörse im Stundenrhythmus. Differenzen zwischen CHF 0,90 pro Kilowattstunde bei Stromknappheit und minus CHF 0,30 pro Kilowattstunde bei Stromüberfluss sind keine Seltenheit. Der dynamische Börsentarif nutzt diese Schwankungen zwischen Höchst- und Minuspreisen, indem mit Unterstützung einer intelligenten App-Steuerung wie Helion ONE flexible Energieverbraucher wie Boiler, Batterien, E-Autos und Wärmepumpen immer dann betrieben oder geladen werden, wenn die Strompreise tief sind. Ist der Strompreis hoch, wird das Laden unterbrochen und der Solarstrom ins Stromnetz eingespeist. Damit unterstützt die Einführung eines dynamischen Börsentarifs die Stabilisierung des gesamten Energiesystems, und schafft so einen echten Mehrwert für eine funktionierende Energiewende.

AMAG als erster Stromkäufer von echtem Schweizer Solarstrom

Die AMAG Gruppe baut bis 2025 auf 75.000 qm Photovoltaik auf den eigenen Dächern und wird dadurch mehr als 20 % seines eigenen Strombedarfs produzieren. Um den eigenen Strombedarf noch stärker über Schweizer Solarstrom zu decken, steigt AMAG als erster Kunde in das Geschäft mit langfristigen Abnahmeverträgen für Schweizer Solarstrom ein. Das Unternehmen ist bereit, Solarproduzenten für den produzierten Solarstrom einen Fixtarif über eine Laufzeit von fünf oder zehn Jahren anzubieten. Dazu Martin Everts, Managing Director Energy & Mobility bei der AMAG Gruppe: «Wir machen ernst bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mit der Abnahme von Schweizer Solarstrom leisten wir einen aktiven Beitrag für die Energiewende: Wir stellen echte Schweizer Energie bereit und bieten klimaneutrale und zugleich effiziente, individuelle Mobilitätslösungen an.» Bis 2030 werden bei der AMAG Gruppe zudem mindestens 70 % der verkauften Neufahrzeuge Elektroautos sein. Kumuliert werden in der Schweiz dann mehr als 400‘000 Elektroautos der AMAG Marken im Verkehr sein und rund 1.3 TWh Strom benötigen. Dieser Strombedarf soll mit Helion und weiteren Partnern zunehmend selbst produziert werden.

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