So sparst Du 2026 richtig viel Geld - auch wenn Du nicht viel verdienst
- Redaktion soaktuell.ch
- vor 2 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz bleiben auch im Jahr 2026 ein dominantes Thema. Mit einem durchschnittlichen Anstieg der Krankenkassenprämien um 4,4 Prozent und anhaltendem Druck auf die Mietpreise fragen sich viele: Wo lässt sich überhaupt noch sparen? Die gute Nachricht: Wer die neuen gesetzlichen Möglichkeiten und bewährte Strategien nutzt, kann jährlich mehrere Tausend Franken einsparen. Mit den Einsparungen verdienen Sie sich schöne Ferien. Und zwar auch dann, wenn Sie nicht ein grosses Einkommen haben.

Es sind nicht die Krankenkassen, Mieten und Autoversicherungen, mit denen Sie viel Geld sparen können, sondern die einfachen laufenden Kosten im Alltag. In diesem Ratgeber-Artikel sagen wir Ihnen ungeschminkt und im Klartext, wie Sie wirklich viel Geld sparen können, auch ohne viel zu verdienen.
Platz 1: Regelmässiger Einkauf im Ausland
Gewerbeverbände und Verbände des Detailhandels sprechen zwar von Landesverrat, wenn man im Ausland einkaufen geht. Wir sagen, Landesverrat ist es, die Menschen im eigenen Land mit hohen Preisen abzuzocken, obwohl die Teuerung gleich null ist. Es ist nicht zu erklären, warum ein Deodorant in der Schweiz fünfmal teurer sein muss, als in Deutschland - obwohl es gar nicht in der Schweiz hergestellt wird. Solche Beispiele gibt es reihenweise. Mit den höheren Löhnen ist sowas nicht zu erklären, sondern mit Geldgier und Gewinnoptimierung. Wir sollten aufhören, uns mit solchen Sprüchen über den Tisch ziehen und ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen.
Deshalb empfehlen wir, mindestens einmal im Monat ennet der Grenze einzukaufen. Da die Wertfreigrenze für die Einfuhr von 300 Franken auf 150 Franken pro Person gesenkt wurde, wird leider der häufigere Gang über die Grenze nötig. Dort sollte der Fokus aber nicht auf Frischeprodukten, sondern auf jenen Artikeln liegen, wo man nach wie vor bis zu 60% einsparen kann, also auf Toilettenartikel (Drogerieartikel), Reinigungsmittel, Nahrungsergänzung, Batterien, Haushaltsgeräten, Zeitschriften, Zubehör für Mobiltelefone und Tablets etc. sowie die klassisch günstigen Lebensmittel wie Teigwaren, alles rund ums Frühstück usw. Eine vierköpfige Familie, die solche Produkte regelmässig im Ausland und die Frischeprodukte wie Brot, Milch, Fleisch, Gemüse und Salat in der Schweiz bei Aldi oder Lidl einkauft, spart locker über 6000 Franken jährlich und schadet der hiesigen Landwirtschaft nicht.
Und noch etwas: Der wachsende Einkaufstourismus von Herr und Frau Schweizer zwingt die Detailhändler in der Schweiz dazu, die Preise ständig nach unten zu korrigieren. Den Einkaufstouristen gehört ein Orden verliehen für ihr selbstloses Engagement zugunsten der Allgemeinheit. Spass beiseite: Schämen Sie sich nicht für ihren nächsten Einkauf in Deutschland. Ein voller Einkaufswagen zum halben Preis wird Sie gut schlafen lassen.
Platz 2: Liefergebühren beim Online-Shopping sparen
Oftmals erfolgt der Versand von Paketen beim Online-Shopping innerhalb von Deutschland gratis, für das kurze Stück von der Landesgrenze bis zu Ihnen nach hause werden aber happige Versandkosten von bis zu 30 Franken pro Paket fällig. Diese hausgemachten Schweizer Kosten müssen nicht sein. Man kann mit jedem Paket bares Geld sparen. Eröffnen Sie im grenznahen Ausland ein Paket-Postfach, etwa bei https://paket-ohne-grenzen.de in Weil am Rhein. Das ist gratis. Dann lassen Sie sich Pakete des Online-Shoppings von Plattformen wie Amazon, eBay, Zalando usw. dorthin schicken. Die Pakete werden dort bis zu 30 Tagen gelagert. Wenn Sie jeden Monat mal Ihre Pakete abholen und die Fahrt gleich mit Einkaufstourismus verbinden, sparen Sie jährlich hunderte Franken Versandkosten. Denn die Aufbewahrungsgebühr der Paketdienste beträgt pro Päckli ca. 2 Euro.
Platz 3: Vorsorgelücken in der Säule 3a schliessen
Ein Highlight für Sparfüchse im Jahr 2026 ist die neue gesetzliche Regelung zur Säule 3a. Erstmals ist es möglich, Beitragslücken der letzten zehn Jahre (rückwirkend ab 2025) zu schliessen. Wer eine Säule 3a hat, kann Einzahlungen bis zum Maximalbetrag von 7'258 Franken (für Personen mit Pensionskasse) vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen. Das reduziert Ihre Steuerrechnung je nach Kanton um 1'500 bis 2'500 Franken. Wer im Vorjahr den vollen Betrag nicht in seine Säule 3a einzahlen konnte, kann Lücken aus dem Vorjahr schliessen und profitiert doppelt vom Zinseszinseffekt und dem Steuerbonus.
Platz 4: Stromrechnung halbieren mit der eigenen Photovoltaik-Anlage
Wenn Sie Wohneigentum haben, können Sie die Beschaffung einer Photovoltaik-Anlage ins Auge fassen. Wenn Sie nicht überinvestieren, sparen Sie locker 1'000 bis 3'000 Franken Stromkosten pro Jahr, je nach Haushaltsgrösse und technischer Ausstattung. Je höher die Strompreise in ihrer Wohngemeinde sind, desto mehr rentiert eine eigene PV-Anlage.
Wer heute ein Elektroauto fährt und eine Wärmepumpe zum Heizen nutzt, hat jährliche Stromrechnungen von garantiert über 4'000 Franken. Mit einer PV-Anlage mit kleinem 10 kW Speicher für maximal 30'000 Franken Investitionskosten, lässt sich dieser Stromverbrauch über das Jahr gesehen halbieren. Sie sparen also 2'000 Franken oder mehr jährlich an Stromkosten. Verteilt auf 25 Jahre Amortisationszeit kommen Sie auf Einsparungen 50'000 Franken, abzüglich die Investition für die Anlage von 30'000 Franken, ergibt einen Gewinn von 20'000 Franken. Zum Gewinn hinzu kommt noch die Förderung Ihrer PV-Anlage, die je nach Kanton unterschiedlich hoch sein kann.
Platz 5: Die Falle mit den Abonnements
Haben Sie Abonnements für Zeitungen und Zeitschriften oder Online News-Portale? Die meisten Schweizerinnen und Schweizer, die News lesen, tun dies während dem Tag auf online Plattformen, konsumieren die Tagesschau im TV oder die Nachrichten im Radio und wissen am Abend alles, was am nächsten Tag in der Papierzeitung steht. Prüfen Sie deshalb, ob Sie die Abonnements überhaupt noch brauchen. Es gibt heute sehr gute und mit Werbung finanzierte News-Plattformen, die man kostenlos lesen kann. Hinzu kommt die News-Plattform der SRG, die News in hoher Qualität gratis anbietet.
Das gleiche gilt für Streaming-Dienste: Spotify, Netflix, Disney plus, Prime kosten monatlich Geld, welches oft automatisch der Kreditkarte belastet wird. Prüfen Sie, ob Sie alle diese Abonnements wirklich noch benötigen. Denn diese sind echte Geld-Vernichtungsmaschinen, die notabene jedes Jahr teurer werden.
Generell gilt es, zwischendurch die Kreditkartenabrechnung genau zu studieren. Oftmals werden regelmässige Abonnements, etwa für Fitnesscenter, wiederkehrend belastet, obwohl man es gar nicht mehr braucht. Solche regelmässige Abonnements vergisst man oft.
Schauen Sie gelegentlich auch das Abonnement für Ihr Smartphone an. Braucht es eine unlimitierte Lösung für 50 Franken im Monat, oder bekommen Sie das selbe auf dem gleichen bewährten Netz auch im Rahmen einer lebenslangen Sonderaktion zum halben Preis? Einsparungspotenzial bis zu 300 Franken jährlich.
Fazit
Geld sparen in der Schweiz 2026 erfordert kein asketisches Leben, sondern proaktives Handeln.
