Schönenwerd: Gemeindepräsidentin demissioniert aus gesundheitlichen Gründen
- Redaktion soaktuell.ch

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Schönenwerds Gemeindepräsidentin Charlotte Shah-Wuillemin (FDP) tritt aus gesundheitlichen Gründen per Ende März 2026 von ihrem Amt zurück. Die ärzliche Diagnose: Erschöpfungsdepression. In den kommenden drei Monaten will die langjährige Gemeindepolitikerin ihre Geschäfte geordnet, bei reduziertem Pensum, übergeben. Der erste mögliche Termin für die Ersatzwahl ist der 14. Juni dieses Jahres.
Charlotte Shah-Wuillemin / chilimedia GmbH

Im November letzten Jahres hat die Gemeinde Schönenwerd mitgeteilt, dass Gemeindepräsidentin Charlotte Shah-Wuillemin aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres ausfällt. Nun ist klar: Sie ist nicht mehr in der Lage, die Legislatur zu beenden und hat ihre Demission per 31. März 2026 eingereicht. Ihr Arzt hat bei ihr eine Erschöpfungsdepression diagnostiziert und sie zu 85 Prozent krankgeschrieben.
In ihrem Demissionsschreiben vom 13. Januar an den Gemeinderat betont Charlotte Shah-Wuillemin, dass sie den Rücktrittsentscheid sowohl mit Blick auf ihre eigene Gesundheit gefällt hat, nicht zuletzt aber auch zum Wohle der Gemeinde Schönenwerd. Sie habe die neue Legislaturperiode mit Elan und voller Überzeugung angetreten, habe sich im Laufe des letzten halben Jahres aber zunehmend eingestehen müssen, dass sie im Amt an ihre gesundheitlichen Grenzen stosse. Während ihrer Auszeit vom Amt im November und Dezember sei der Entscheid zur Demission gereift.
«Schönenwerd braucht angesichts der anstehenden Herausforderungen eine Persönlichkeit an der Spitze, die ohne Wenn und Aber vorangehen kann. Dies ist mir leider nicht mehr möglich. Mit meiner Demission mache ich den Weg frei für eine unverbrauchte, jüngere und gesunde Kraft», sagt die 67-jährige FDP-Politikerin.
Charlotte Shah-Wuillemin war 2021, nach achtjähriger Tätigkeit als Gemeinderätin, zur Gemeindepräsidentin gewählt und im Mai 2025 in ihrem Amt bestätigt worden. Es ist der abtretenden Gemeindepräsidentin ein grosses Anliegen, die laufenden Amtsgeschäfte bis Ende des ersten Quartals 2026 geordnet übergeben zu können. Zu diesem Zweck strebt sie ein wöchentliches Arbeitspensum von 6.5 Stunden an. Wie sie in ihrer Demission mitteilt, hätte ihr Arzt sie lieber ganz krankgeschrieben. Die Ersatzwahl in Schönenwerd wird frühestens am 14. Juni 2026 stattfinden können.




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