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Rekord: 5909 Personen wollen in den Nationalrat

Die Zahl der eingereichten Listen und Kandidaturen erreicht 2023 erneut einen Höchststand: 5909 Personen (Frauenanteil 41%) auf 618 Listen kämpfen in den Proporzkantonen um einen Sitz im Nationalrat. Die Gruppe der unter 30-Jährigen stellt fast 30% aller Kandidierenden. Viele von ihnen treten auf altersspezifischen Listen an, die fast die Hälfte aller Teillisten der Parteien ausmachen. Dies sind einige Kennzahlen aus der aktualisierten Statistik der Listen und Kandidaturen des Bundesamtes für Statistik (BFS).

In den 20 Proporzkantonen wurden dieses Jahr mit 618 Listen erneut deutlich mehr Wahlvorschläge eingereicht als vor 4 Jahren (+107). Dies entspricht einer Zunahme von 21% und ist ein neuer Höchststand. Zugleich wollen so viele Personen wie noch nie in den Nationalrat einziehen: 5909 sind es in den Proporzkantonen, das sind 1264 bzw. 27% mehr als noch vor 4 Jahren. Dazu kommen noch die Personen, die sich in den Majorzkantonen zur Wahl stellen. 41% der Kandidierenden sind weiblich (2408 Frauen und 3501 Männer). Die Jüngsten finden sich bei der SP und den Grünen wieder; die Kandidierenden dieser Parteien sind im Durchschnitt unter 40 Jahre alt. Das höchste Durchschnittsalter verzeichnen derweil die kleinen rechten Parteien SD, Lega und MCR mit einem Kandidierendenschnitt von über 50 Jahren.


Mitte und GLP mit den meisten Listen

Die Mitte und die GLP sind Spitzenreiter sowohl bei den eingereichten Listen wie auch bei den Kandidaturen: Die Mitte reichte 108 Wahlvorschläge mit 1099 Kandidierenden ein, die GLP verdoppelte ihre Listenzahl und deponierte 86 Listen mit insgesamt 839 Personen. Diese beiden Parteien allein stellen fast ein Drittel des gesamten Kandidatenfeldes. Bei den übrigen Bundesratsparteien ist ebenfalls eine Zunahme der Kandidaturen auszumachen (FDP +22%, SP +16%, SVP +10%):

Das Instrument der Listenverbindung bleibt ausserordentlich populär

Im Vergleich zu 2019 wurden für die eidg. Wahlen 2023 praktisch gleich viele Listenverbindungen abgeschlossen, nämlich 80 gegenüber 81 vor 4 Jahren. Die Zahl der Unterlistenverbindungen hat sich hingegen von 108 auf 118 erhöht. Dieses Mal sind von den 618 Listen nur gerade 25 keine Listenverbindung eingegangen. Gab es vor 30 Jahren noch rund 16% ungebundene Listen, schrumpfte dieser Wert bis 2023 auf unter 5%. Darin widerspiegelt sich die starke Zunahme der Teillisten der Parteien, welche untereinander verbunden werden.


Fast die Hälfte der Teillisten sind Jugend- oder Seniorenlisten

Wie schon vor 4 Jahren bevorzugen die Parteien die altersspezifischen Teillisten; diese machen fast die Hälfte aller Teillisten der Parteien aus. Auch die Regionallisten erfreuen sich weiterhin grosser Beliebtheit (knapp 20%). An Boden verloren haben hingegen die geschlechtsspezifischen Teillisten. Früher von einigen Parteien erfolgreich als Frauenförderungsinstrument eingesetzt, gibt es 2023 nur noch 15 derartige Teillisten (4% aller Teillisten).


Alle Listen und alle Kandidaturen finden Sie >> hier

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