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Recherswil: Buttersäure in Erotikbetrieb - ein Anschlag?

Die Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn erhielt am Samstagmorgen die Meldung, dass sich in einem Erotikbetrieb in Recherswil womöglich eine chemische Substanz im Gebäude verbreitet hat. Zwei Personen mussten zur Kontrolle in ein Spital gebracht werden.


Kapo SO / red.

Symbolbild von Falk Jaquart / pixelio.de


Am Samstag, 17. April 2021, gegen 8.30 Uhr, ging bei der Alarmzentrale die Meldung ein, dass sich im Gebäude eines Erotikbetriebs womöglich eine chemische Substanz ausgebreitet hat. Umgehend wurde die Feuerwehr Recherswil, die Chemiewehr Solothurn, sowie ein Chemieexperte aufgeboten.


Die Messungen durch Spezialisten haben ergeben, dass es sich bei der chemischen Substanz um Buttersäure handelt. Zwei Personen mussten zur Kontrolle in ein Spital gebracht werden. Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.


Buttersäure wird üblicherweise bei der Herstellung von Medikamenten eingesetzt. Anschläge mit Buttersäure sind hingegen nicht selten. Ein Anschlag mit Buttersäure ist ein böswilliger Akt, der verübt wird, um jemandem privat oder geschäftlich Schaden zuzufügen. Derartige Anschläge kommen regelmässig und an den unterschiedlichsten Orten vor, da man mit einfachen und preiswerten Mitteln einen vergleichsweise hohen Schaden anrichten kann. Ein Buttersäureanschlag gestaltet sich für die Betroffenen ausserordentlich unangenehm, da der ekelerregende Geruch nach Buttersäure auf herkömmlichem Weg nur sehr schwer bis gar nicht zu entfernen ist.


Buttersäure wird von der Haut schnell resorbiert und kann schwere Verätzungen von Haut, Augen (Erblindungsgefahr) und Schleimhäuten verursachen. Inhalation der Dämpfe kann zu schweren Irritationen der Atmungsorgane führen.


Die Polizei hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn die Untersuchungen aufgenommen.



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