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Konsumentenschutz reklamiert wiederkehrende versteckte Preiserhöhung bei Swisscom

Einmal mehr bestraft die Swisscom ihre langjährige Kundschaft mit einer Preiserhöhung, getarnt als Angebotswechsel. Dieser Marketingtrick ist für einen Staatsbetrieb unwürdig, findet Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes.


Konsumentenschutz

Symbolbild von Claudio Schwarz / unsplash.com


Sie schreibt: «Systematisch presst die Swisscom aus ihrer langjährigen Kundschaft Umsatzsteigerungen heraus: Ein «altes» TV-Abo, die Mail-Adressen und neuerdings ein Abo mit gebündelten Leistungen (Abo inOne home light) schlagen massiv auf oder werden kostenpflichtig. Diese enormen Preissprünge sind perfid, denn die Preiserhöhung wird der Kundschaft ungefragt aufgezwungen.


«Im Kleingedruckten hält sich die Swisscom diese Möglichkeit offen: sie kann Bedingungen und Preise der Abos jederzeit zu ihren Gunsten anpassen. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist zwar möglich – aber gerade bei gebündelten Abos aufwändig. Deshalb akzeptiert wohl der Grossteil der Kundschaft die Preiserhöhungen und verzichtet auf eine Kündigung. Das Kalkül der Swisscom geht auf.»


«Preisanpassungen werden immer mit besserer Leistung begründet, die jedoch nutzlos sind für einen Teil der Kundschaft. Wer in seinem alten Abo bleiben will, muss innerhalb kurzer Frist reagieren: künden oder widersprechen. Dass die Swisscom diesen Marketingtrick, ihrer Kundschaft ungefragt etwas überzustülpen, anwendet, ist für einen Staatsbetrieb unwürdig.»


«Mit dem 8-Milliarden-Deal in Italien will Swisscom im Markt zuvorderst mitmischen – was wettbewerbsfähige Abopreise voraussetzt. Wann wird die Swisscom auch ihrer schweizerischen Kundschaft deutlich günstigere Preise anbieten? Bislang sind vergleichbare Abos drei Mal so teuer wie bei Vodafone Italia!»


Der Konsumentenschutz empfiehlt Swisscom-Kunden, die mit den neuen Konditionen unzufrieden sind, den Anbieter zu wechseln. Vergleichsportale wie zum Beispiel dschungelkompass.ch helfen bei der Auswahl des passenden Abos. Alternativ können Kundinnen auch versuchen, via Swisscom-Hotline bessere Konditionen auszuhandeln. Wer mit der Kündigung droht, bekommt oft relativ schnell einen Rabatt. Die einen langjährigen Kundinnen und Kunden bekommen diesen Rabatt, wer nicht reklamiert, bekommt ihn nicht. Auch das ist an sich unfair.

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