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Kanton Aargau publiziert Kindes- und Erwachsenenschutz-Zahlen

Der Bericht mit den Kennzahlen aus dem Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes (KESR) für das Jahr 2020 ist publiziert. Der Bericht wurde bereits zum zweiten Mal erhoben und gibt Auskunft über verschiedene Erhebungen, bildet Entwicklungen ab und ermöglicht Vergleiche auf innerkantonaler und interkantonaler Ebene. Erstellt wurde er durch die Gerichte Kanton Aargau sowie durch das Departement Bildung, Kultur und Sport und das Departement Volkswirtschaft und Inneres.

Die Veränderungen der Kennzahlen sind im Verhältnis zu den Vorjahren unauffällig. Die Anzahl der Personen im Kanton Aargau mit einer Kindes- oder Erwachsenenschutzmassnahme liegen im gesamtschweizerischen Durchschnitt.


Sowohl im Kindes- wie auch im Erwachsenenschutz war es in rund einem Drittel der neu eingegangenen Gefährdungsmeldungen nicht nötig, eine behördliche Massnahme zu errichten.


Erwachsenenschutz

Die Anzahl der Personen mit einer Erwachsenenschutzmassnahme ist im Jahr 2020 von 6'839 auf 6'994 leicht gestiegen. Dennoch liegt die Quote im Kanton Aargau mit weniger als 13 Fällen pro 1'000 Einwohnern tiefer als im schweizerischen Durchschnitt.


Lediglich ein Prozent der ständigen Wohnbevölkerung im Aargau, die über 18 Jahre alt ist, ist somit von einer Erwachsenenschutzmassnahme direkt betroffen.


Kindesschutz

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Kindesschutz. Zwar hat die Anzahl der betroffenen Kindern mit einer oder mehreren Kindesschutzmassnahmen von 3'673 auf 3'866 zugenommen. Dies entspricht rund 30 von 1'000 minderjährigen Personen der ständigen Wohnbevölkerung im Kanton Aargau. Der Kanton Aargau liegt damit jedoch immer noch im gesamtschweizerischen Durchschnitt. Lediglich drei Prozent der minderjährigen Personen haben eine behördlich angeordnete Massnahme.


Bei den stationären Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen erfolgte überwiegend im Rahmen des freiwilligen Kindesschutzes, das heisst angeordnet durch die Schulpflege oder den Gemeinderat im Einverständnis der Eltern.


Foto: www.helenesouza.com / pixelio.de

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